Die perfekte Bewerbung - so gehts

Bewerbungsanschreiben – Tipps zum Anschreiben deiner Bewerbung

Das Bewerbungsschreiben ist in der Regel der erste Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber und ist deshalb der wichtigste Schritt in der gesamten Bewerbungsphase. Denn vermittelt das Bewerbungsschreiben nicht den richtigen Eindruck und landet auf dem Stapel der Absagen, gibt es so gut wie keine weitere Gelegenheit um das Unternehmen doch noch von deinen Qualitäten zu überzeugen. Auf dein Bewerbungsschreiben solltest Du also die allergrößte Sorgfalt legen. In diesem und noch folgenden Blogbeiträgen gebe ich dir Tipps zu deiner Bewerbung. Fangen wir mit dem Anschreiben deiner Bewerbung an.

Das Bewerbungsanschreiben

Das Anschreiben deiner Bewerbung ist das erste Dokument und gehört im Grunde nicht zu deiner Bewerbungsmappe. Das Anschreiben liegt nicht in der Mappe, sondern immer darauf und bildet die Einleitung zu deiner Bewerbung. Der Personalchef oder der zuständige Sachbearbeiter liest zuerst das Bewerbungsanschreiben und entscheidet dann, je nach dem welchen Eindruck er vom Anschreiben hat, wie er weiter verfährt. Ob er sich die Bewerbungsmappe mit den übrigen Dokumenten wie Lebenslauf und Zeugnisse überhaupt anschaut, der Bewerber für die nähere Auswahl in Frage kommt, oder die Bewerbung gleich auf dem Absagenstapel landet.

Erhält ein Unternehmen sehr viele Bewerbungen, bleibt dem Sachbearbeiter umso weniger Zeit eine vorläufige Entscheidung zu treffen. Mitunter bleiben nur wenige Sekunden, in denen das Anschreiben überflogen wird, bevor es heißt: Papierkorb oder nicht Papierkorb. Du musst also den Personalverantwortlichen mit deinem Anschreiben sofort überzeugen.

Wichtige Tipps zum Anschreiben deiner Bewerbung

Eine Seite lang: Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Der Sachbearbeiter muss mit einem Blick die wichtigsten Argumente deines Anschreibens erfassen können. Du solltest lieber nicht davon ausgehen, dass er sich die Zeit nimmt eine weitere Seite zu lesen. Zuviel Text, der mehr als eine Seite an Platz braucht, könnte den Personaler sogar negativ stimmen.

Persönliche Anrede: Grundsätzlich solltest Du den Sachbearbeiter in deinem Bewerbungsanschreiben persönlich anreden. In den meisten Stellenanzeigen wird neben der Unternehmensadresse auch ein direkter Ansprechpartner namentlich genannt. Solltest Du trotz Kenntnis des Namens die allgemeine Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ wählen, fällt das sicherlich negativ auf. Gibt es keinerlei Anhaltspunkte für einen Namen damit Du eine persönliche Anrede formulieren kannst, bleibt dir nur die allgemeine Form übrig.

Bezug zum Unternehmen: Du solltest in deinem Anschreiben möglichst Bezug zur Firma nehmen. Damit machst Du deutlich, dass Du dich für das Unternehmen interessierst und es dir nicht egal ist, bei wem Du arbeitest, sondern dass Du genau dieses Unternehmen als zukünftigen Arbeitgeber bewusst gewählt hast. Dadurch sammelst Du weitere Pluspunkte.

Bezug zum Stellenangebot: Du kannst dich in deinem Bewerbungsanschreiben auf das Stellenangebot beziehen. Im Text der Stellenanzeige findest Du häufig viele Punkte, wie beispielsweise die geforderten Qualifikationen, die einzelnen Aufgaben, das Einsatzgebiet oder zusätzliche Anforderungen. Diese einzelnen Punkte kannst Du ansprechen und abarbeiten, sie helfen dir dein Anschreiben zu formulieren.

Deine Fähigkeiten und Qualifikationen: Der Personalchef oder Sachbearbeiter versucht sich durch dein Anschreiben ein erstes Bild darüber zu machen, ob Du für die Stelle in Frage kommst. Deshalb ist es besonders wichtig an dieser Stelle deine individuellen Fähigkeiten deutlich hervorzuheben. Jetzt gilt es von deiner hervorragende Eignung genau für diesen Job zu überzeugen. Folgende Fragen helfen dir dabei:

  • Warum bin gerade ich für den Job wie geschaffen?
  • Was unterscheidet mich von meinen Mitbewerbern und macht mich deshalb so interessant?
  • Warum sollte das Unternehmen mich einstellen und keinen anderen?
  • Was erwarte ich vom Unternehmen und vom Job?

Keine Verweise: Vermeide in deinem Anschreiben unbedingt Verweise auf deinen Lebenslauf oder deine Zeugnisse oder andere Dokumente in deiner Bewerbungsmappe. Der Text sollte inhaltlich in sich abgeschlossen sein. Das heißt, alle wichtigen Informationen über dich sollten im Bewerbungsanschreiben enthalten sein. Arbeite gezielt die Punkte heraus, die den Sachbearbeiter überzeugen können und lasse weniger Wichtiges und vor allem Unwichtiges weg.

Formulierungen für dein Bewerbungsanschreiben

Nicht nur der Inhalt deines Anschreibens ist ausschlaggebend für deinen Erfolg, sondern auch die Formulierungen. Verwende niemals den Konjunktiv, also möchte, würde, könnte. Mit dieser Ausdrucksweise vermittelst Du den Eindruck, als würdest Du dir nicht ganz sicher sein, ob Du den Job wirklich willst. Ganz nach dem Motto „Ich schick erst mal die Bewerbung hin, schadet ja nix, und dann seh‘ ich weiter“ Sei selbstbewusst und direkt.

  • „Ich bewerbe mich…“ anstatt „Ich möchte mich bewerben…“
  • „Ich freue mich über…“ anstatt „Ich würde mich freuen, wenn…“
  • „Ich werde Ihnen…“ anstatt „Ich könnte Ihnen…“

Layout deines Bewerbungsanschreibens

Die Anschreiben-Seite ist normalerweise in zwei Bereiche gegliedert:

  • Kopfbereich: Der Kopfbereich beinhaltet die Adresse des Unternehmens, deine eigene Adresse, deine Kontaktdaten und den Ort mit dem aktuellen Datum
  • Inhalt: Der zweite Bereich besteht aus der Betreff-Zeile, dem eigentlichen Inhalt und der Gruß-Zeile am Ende

Du solltest übrigens bei der Formatierung deines Anschreibens nicht übertreiben. Außer der Betreff-Zeile solltest Du keine Wörter, Textpassagen oder gar ganze Absätze in deinem Text fett formatieren.

Der Abschlussatz deines Bewerbungsanschreibens

Auch hier solltest Du unbedingt darauf achten dass Du nicht den Konjunktiv verwendest. Früher war die Abschlussformulierung „Über ein persönliches Gespräch würde ich mich freuen“ häufig zu finden. Viel besser ist es, auch hier selbstbewusst aufzutreten:

  • „Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“
  • „Für ein Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.“

Fazit zum Bewerbungsanschreiben

Ein Bewerbungsanschreiben und eine Bewerbung insgesamt sind immer sehr individuell und persönlich. Deshalb ist es kaum möglich dir genauere Formulierungen an die Hand zu geben, die Du direkt übernehmen kannst. Eine sehr gute Hilfe kann es jedoch sein, wenn eine oder mehrere Personen deines Vertrauens dein Bewerbungsanschreiben gegenliest und dir Feedback dazu gibt.

Im nächsten Beitrag gibt es ein Muster zum Bewerbungsanschreiben und zur Veranschaulichung ein Muster, wie es nicht aussehen sollte. Bis dahin wünsche ich dir gutes Gelingen und viel Erfolg mit deinem Bewerbungsanschreiben und deiner Bewerbung 🙂

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

4 Comments

  • Chris

    28. Mai 2014

    Super informative Übersicht mit nützlichen Tipps fürs Bewerbungsanschreiben. Die 5-10 Minuten Zeit, die man für die Lektüre des Artikels benötigt, sind meiner Meinung nach gut investiert und können dabei helfen, die Qualität einer Bewerbung und damit deren Erfolgschancen zu steigern.