Wieviele Blogs oder Websites monetarisieren?

Geld verdienen im Internet: Ist eine Website besser oder viele Websites?

Eine immer aktuelle Fragestellung und dauerhaft diskutiertes Thema ist, wie viele Websites oder Blogs sinnvoll sind um sein Geld im Internet zu verdienen.

Was ist besser, eine Website aufzubauen und zu monetarisieren oder lieber gleich 10 Websites?

Tragen wir einmal zusammen welche Argumente für oder gegen eine einzelne Website bzw. einen einzigen Blog sprechen und was wiederum für mehr Websites spricht:

Mehr Websites, mehr Verdienst?

Viele Webmaster und Blogger argumentieren damit, dass wenn man mit einer Website 100 Euro verdienen kann, man mit 10 Websites dann 1000 Euro verdienen müsste.

Manche argumentieren auch, dass man eher mit vielen kleinen Sites, wovon jede einen mittelprächtigen Betrag erwirtschaftet, mehr Geld verdient als mit einer großen Website, die den Gewinn mehrerer Websites kaum erreichen könnte.

Also praktisch nach dem Motto: 10 mal 100 Euro ist besser als 1 mal 500 Euro. Die Frage ist allerdings, kann man das einfach so pauschal sagen, dass mehr Blogs/Websites gleichzeitig mehr Geld bedeuten?

Ich denke nicht, denn es gibt auf der anderen Seite Blogger, vor allem im englischsprachigen Bereich, die mit ihrem Blog tausende von Euros bzw. Dollar verdienen, die sich nur auf den einen Blog konzentrieren und nebenher keine weiteren Websites haben.

Festzuhalten wäre bei diesem Punkt also, dass beide Richtungen richtig sein können. Der eine hat mit mehreren Blogs sein Auskommen, ein anderer braucht nur den einen Blog um dasselbe Geld zu erwirtschaften.

Finanzielle Standbeine

Um vorerst beim lieben Geld zu bleiben: Finanzielle Sicherheit will jeder erreichen und die Sorge alles zu verlieren mag manchen Webmaster hin und wieder quälen. Nahezu überall liest und hört man den Ratschlag mehrere finanzielle Standbeine haben zu müssen. Das ist grundsätzlich richtig und unbedingt anzustreben.

Natürlich hat man mit 10 Blogs oder Websites mehr Standbeine… wenn sie denn auch tatsächlich laufen. Und das ist meines Erachtens des Pudels Kern. Viele Webmaster, die im Internet ihr Geld verdienen wollen sind zu ungeduldig, denn anstatt sich erst einmal auf ein Projekt richtig zu konzentrieren und dieses aufzubauen, kämpfen sie zu schnell an vielen Fronten gleichzeitig. Einfach nur mehrere Blogs zu betreiben ergibt noch längst keine finanziellen Standbeine.

Damit mich niemand missversteht – mehrere Standbeine sollten auf jeden Fall aufgebaut werden, aber ein Bein (Schritt) nach dem anderen. Und ich glaube, dass es dann auch keine zehn Websites sein müssen.

Strategien entwickeln

Ein Vorteil von mehreren Websites und Blogs liegt offensichtlich auf der Hand: Es können mehrere unterschiedliche Strategien entwickelt und ausgetestet werden. Bei einer Website allein ginge das natürlich auch, aber eben nur hintereinander. Das bedeutet, dass man auch einen viel kürzeren Zeitraum für einen Test ansetzt um einigermaßen zeitnah zu Ergebnissen zu gelangen.

Bei mehreren Websites kann man parallel experimentieren und plant für eine Testphase in der Regel mehr Zeit ein. Das bedeutet, durch die Gleichzeitigkeit lassen sich schneller bessere Ergebnisse generieren als mit einem einzigen Blog.

Außerdem kann man mutiger experimentieren, Fehler oder eine schlechte Strategie haben nur Auswirkungen auf den betreffenden Blog allein, die restlichen Websites können einen Ausfall auffangen. Wenn man nur eine Website betreibt und man macht einen groben Fehler, dann kann es am Ende ganz schön zappenduster werden.

Das einzige, was mir hier als Gegenargument einfallen würde, wäre, dass die Ergebnisse eventuell nicht pauschal verwertbar sind, da es sich ja meist um unterschiedliche Websites handelt. Also dass Strategien nicht von einer Website auf eine andere übertragbar sind, da eine Strategie dort andere Auswirkungen gezeigt hätte. Soweit die Theorie… wahrscheinlich kommt es hier aber auch einfach nur auf die Art des Testes an bzw. was man genau ausprobieren will.

Verkauf von Websites

Unterhält man mehrere Blogs oder Websites, so ist es einfacher eine Site davon zu verkaufen wenn sich die Gelegenheit ergibt. Man erhält eine größere Summe auf einmal, hat aber auch noch seine anderen Websites für sein laufendes Einkommen.

Wenn man nur einen einzigen Blog besitzt und diesen aufgrund eines guten Angebots veräußert, gibt es zwar einen warmen Geldregen, aber laufende Einnahmen im Internet sind erst einmal passé. Sicher kann man etwas Neues aufbauen, aber bis der neue Blog ausreichend Gewinne abwirft muss der Erlös aus dem Verkauf erst einmal reichen, besser ist natürlich, wenn davon auch noch etwas übrig bleibt.

Die Rosinen heraussuchen

Mehrere Websites zu haben bedeutet Auswahl. Gerade wenn man sehr unterschiedliche Websites oder Blogs hat, kann man die Sites mit Wachstumspotential herausfiltern und diese weiter pflegen und ausbauen. Die unrentablen Sites können verworfen und dafür lieber ein neues Projekt begonnen werden.

Bei einer einzigen Website ist man festgelegt. Hier muss man unbedingt aufpassen und schneller reagieren. Lohnt sich die Seite nicht hat man nichts mehr in der Hinterhand. Bei mehreren Websites macht es nichts, wenn man etwas länger abwartet und schaut, ob die betreffende Site nicht doch noch ins Rollen kommt.

Mehr Websites, mehr Kosten

Eine Website oder ein Blog verursacht Kosten, oft nicht unbändig viel, aber immerhin.

Da wären die Kosten für mehrere Domains, eventuell mehrere Webhosting-Pakete samt Einrichtungsgebühren und die Website an sich ist manchmal auch nicht umsonst.

Will man ein besonderes Template haben oder gar eine individuell erstellte Website, so kommt Euro zu Euro. Kann man Websites selbst erstellen spart man zwar den Webdesigner, aber der oft nicht unerhebliche Zeitaufwand muss auch mitgerechnet werden.

Fazit:

Mein Fazit bis hierhin lautet: Es gibt nicht wirklich den richtigen Weg schlechthin. Für beide Konzepte, lieber mehrere kleine Websites oder doch besser nur eine große Website, gibt es Für und Wider. Ein Patentrezept gibt es nicht, letztendlich muss jeder der im Internet Geld verdienen will selber abwägen welche Richtung zu ihm passt.

Ich habe zu diesem Thema noch viel mehr Überlegungen, die ich in einem weiteren Artikel diskutieren werde.

Bis dahin wünsche ich allen Lesern Frohe Ostern und ein schönes Fest 🙂

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

1 Comment

  • Klaus

    10. April 2013

    egal welches Konzept, beides erfordert zeit und geduld und schon im Vorfeld sollte man genau wissen was man erreichen will.