Geld verdienen im Internet mit Copycats

Geld verdienen im Internet mit Copycats

Du möchtest Dich im Internet selbständig machen und suchst nach der passenden Geschäftsidee? Du willst dabei federführend und innovativ sein, scheiterst aber an deiner eigenen Kreativität? Dann halte doch einfach Ausschau nach bereits erfolgreichen Ideen, vorzugsweise in Übersee.

Das Geschäft mit dem Kopieren von erfolgreichen Produkten und Geschäftsideen im Internet boomt seit Jahren und teilweise werden damit Gewinne in Millionenhöhe erwirtschaftet. Selbstverständlich liegen solche Geschäftsmodelle nicht auf der Straße, doch auch mit weniger bekannten Produkten lässt sich gutes Geld verdienen.

Bekannte Copycats im Internet

In der Wirtschaft sind Copycats eher unter dem Namen „me too Produkte“ bekannt und dort ist das Kopieren von Ideen seit jeher Gang und Gebe. Gerade China hat in den letzten Jahren das Klonen von Geschäftsideen in Perfektion umgesetzt. Einer der berühmtesten Klone im Internet dürfte Baidu sein, die chinesische Suchmaschine hatte zur Gründung eine sehr starke Ähnlichkeit zu Google.

Doch auch hiesige Unternehmer und Firmengründer haben das Geschäft mit dem Ideenklau im Internet für sich entdeckt. Prominentes Beispiel sind die VZ-Netzwerke, die mittlerweile dem großen Vorbild Facebook immer stärkeren Tribut zollen mussten und vor dem Aus stehen. Trotzdem konnten die Macher von StudiVZ und deren Nachfolger eine lange Zeit sehr viel Geld im Internet verdienen.

Aufbereitung und kopieren im Kleinen ist Gang und Gebe

Zwar sind solche großen Vorbilder wie die genannten VZ-Netzwerke oder Groupon, Zalando, Baidu und viele andere ein netter Ansatz für jene die versuchen Geld im Internet zu verdienen, doch es muss gar nicht so groß gedacht werden. Ich habe mir eine lange Zeit die Mühe gemacht und eine große RSS Liste geführt mit den verschiedensten Blogs zu den Themen Suchmaschinenoptimierung, Selbständigkeit im Internet, Social Media Marketing und weitere Themen rund um das Web 2.0.

Diese Liste war auf weit über 1000 Seiten angewachsen und es war mehr als zeitaufwändig diese regelmäßig zu lesen und die verschiedenen Beiträge zu vergleichen. Aber so groß der Aufwand auch war, so lohnenswert war es.

Es ist faszinierend wie stark Blogger untereinander abschreiben, kopieren, modifizieren, inspirieren oder wie man das Kind auch nennen mag. Wer nun glaubt es schreiben die kleinen Websites bei den Großen ab, dann muss ich ihn enttäuschen. Es ist sogar so, dass bekannte Websites von den vermeintlich unbekannten Blogs kopieren und ein Thema aufgreifen oder einfach kurz danach auf die gleiche Idee gekommen sind (Für alle die an das Gute im Menschen glauben möchten).

Guter Content und gute Ideen werden schlicht gemopst und für sich selber genutzt. Das führt für viele Websitebetreiber den Rat „Content ist King“ natürlich ad absurdum. Denn nicht der Original- und Erstbeitrag wird auf den vorderen Rängen geführt, sondern die Seite, die aufgrund ihrer Reputation schlicht stärker ist.

Ist das Kopieren von Ideen schlecht?

Es soll sogar Menschen geben, die der Meinung sind Ideen können nicht geklaut werden, da eine Idee in der Gänze nie komplett erfasst werden kann. Gut wenn man den Philosophen raushängen lassen möchte, ist das natürlich eine Sichtweise die man gelten lassen darf. Ich sehe das ein wenig anders, wer sich das deutsche Copycat Pinspire.de mit dem Original Pinterest.com vergleicht, wird zu dem Schluss kommen, dass man der Theorie, dass Ideen nicht geklaut werden können zumindest skeptisch gegenüber stehen kann.

Mittlerweile hat sich Pinspire wenigstens die Mühe gemacht die Farben ein wenig zu verändern. Trotzdem ist das Kopieren und Modifizieren ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft. Je größer die Konkurrenz in einem Bereich ist, desto besser ist der Endverbraucher gestellt und wie wir alle wissen belebt Konkurrenz das Geschäft.

Mitbewerber sorgen dafür, dass wir uns stetig verbessern und uns weiterentwickeln. Zwar bin ich kein Fan vom Ideenklau, doch kaum einer ist davor sicher. Man liest einen Artikel oder sieht ein Produkt und denkt sich „Mensch, das kann ich doch besser“ und schwups ist es geschehen. Manche Ideen wachsen auch durch verschiedenste Eindrücke und dutzende Vorlagen.

Gerade wenn man sein Geld im Internet verdienen möchte, werden viele verschiedene Texte gelesen und verwertet. Dabei kann es sogar vorkommen, dass so viele verschiedene Eindrücke gewonnen wurden, dass die Grenze zwischen eigener und fremder Idee nicht mehr vorhanden ist.

Geld verdienen im Internet mit Copycats – Das Fazit:

Das Übernehmen von fremden Ideen ist nicht im Grundsatz zu verteufeln oder zu verachten und eine gute Möglichkeit sich im Internet selbständig zu machen. Jedoch sollte unterschieden werden zwischen einer 1:1 Kopie und der Verletzung von Urheberrechten oder die Erweiterung, Modifizierung und Verbesserung von Produkten. Wenn der Mensch nicht voneinander abgekupfert hätte, würden wir heute vielleicht noch in Höhlen leben.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

3 Comments

  • Sebastian

    23. Oktober 2012

    Hallo Andreas,
    ein schöner Artikel mit einer Thematik, die uns wohl alle oft beschäftigt. Ich befinde mich gerade in China, wo die Kopie einer Idee eine besondere Auszeichnung für den Urheber darstellt. Es kommt wohl immer auf den Blickwinkel an.
    Im Allgemeinen denke ich aber, dass es vollkommen legitim sich Inspirationen zu holen und auch fremde Strategien zu adaptieren. Jedoch sollte man seinen persönlichen Touch nicht verlieren und sich zumindest durch kleine Besonderheiten vom Urheber abheben. Wichtig für mich: Eine Nennung oder Danksagung (bzw. einen Link) an den Autor oder Erfinder, um seinen Respekt vor der übernommenen Idee zu zeigen.