Kostenlose eBooks - Ein Märchen aus 1001 Nacht(?)

Kostenlose eBooks – Ein Märchen aus 1001 Nacht(?)

Das Internet – ein Hort voller Menschen die gesammelte Daten, Informationen und Wissen uneigennützig mit ihrem Nächsten teilen. Auch ich gehöre zu jenen die das Internet als Blogger und Selbständiger im Web als Medium zur Informationsgewinnung schätzen lernte. Zwar kann das Internet das Gefühl der guten alten Recherche in Bibliotheken und Büchern nicht vollständig ersetzen, doch insbesondere für die schnelle Informationsgewinnung ist das Web eindeutig die erste Anlaufstelle für jeden der auf der Suche nach Informationen ist.

eBooks statt bedrucktes Papier

Keine Frage, das eBook ist gerade mit den richtigen Endgeräten eine Alternative zum guten alten Buch. Tablet-PCs von Apple und Co oder Amazon mit den Kindle-Produkten sorgen dafür, dass der eBook Markt immer weiter wächst und Leser immer häufiger zum digitalen Buch greifen. Die schnelle Verfügbarkeit von digitalen Büchern per Knopfdruck erleichtern dem Interessenten oftmals die Kaufentscheidung und sorgen gerne für Spontankäufe. Genau diese Spontanität machen sich unseriöse Internet Marketer zunutze.

Das schnelle Geld mit billigen Informationen

Der Vorteil vom Internet ist, dass jeder zu allem etwas schreiben kann. Und genau das ist der große Nachteil. Mit gezielten Recherchen wird schnell eine lukrative Nische im Internet gesucht, eine passende Website erstellt und teilweise minderwertige Informationen bereitgestellt. Während sich seriöse Anbieter in das gewählte Thema tief hineinarbeiten um hochwertigen Inhalt zu bieten, kommt es den schwarzen Schafen ausschließlich darauf an mit ausgewählten Begriffen in den Suchmaschinen zu ranken.

Die Inhalte sind absichtlich oberflächlich gehalten und bieten, wenn überhaupt, nur einen geringen Mehrwert. Schließlich gilt es den User anzufüttern um diesen dann auf das gratis eBook aufmerksam zu machen. Hier gilt es dann, das gratis eBook mit blumigen und marktschreierischen Worten wie Sauerbier an den Mann oder die Frau zu bringen.

Aufmerksamkeit um jeden Preis

Um dem potentiellen User das eBook schmackhaft zu machen, werden vom Betreiber der Website verschiedene visuelle Reize genutzt. Die Palette reicht von einfachen Bildern über animierte Grafiken bis hin zum professionellen Video. Gerne werden auch sogenannte Landingpages aufgesetzt in denen sukzessive wiederholt wird, wie wichtig, toll und einzigartig das kostenlose eBook ist.

Denn die Macht der Wiederholung in Kombination mit dem visuelle Reiz ist eine wirkungsvolle Methode um einen Interessenten zu einer Handlung zu bewegen. Doch warum sollte überhaupt eine Handlung erwünscht sein? Schließlich handelt es sich doch um ein kostenloses Produkt mit denen der Anbieter kein Geld verdient. Genau an dieser Stelle wird es interessant, denn so kostenlos wie das eBook am Anfang ausschaut, so teuer kann es später für Dich werden.

Das Geld liegt in der Liste

Schon vor dem großen Internetboom wussten gute Vertriebler, dass eine umfangreiche und gepflegte Kundenliste der Grundstein für den finanziellen Erfolg ist. Warum sollte also die Weisheit „das Geld liegt in der (Kunden) Liste“ nicht auch für das Internet gelten. Wenn es eine Bibel für Internet Marketer geben würde, so wären wir hier beim ersten Gebot. Um diesem Gebot zu folgen, müssen Mittel und Wege gefunden werden um diese Liste zu erstellen. Jetzt  kommen die kostenlosen eBooks zum Zuge. In den meisten Fällen ist es Standard, dass Du das begehrte kostenlose eBook nur erhälst, wenn Du Dich in einen Newsletter oder E-Mailverteiler einträgst. Kurz danach bekommt man seinen Downloadlink und erhält ein eBook das oftmals den Speicherplatz nicht wert ist, welchen es belegt.

Deine E-Mail Adresse ist Gold wert – schütze sie!

Während Du Dich mit minderwertigen Inhalten herumplagen darfst und Dich über die verschwendete Zeit ärgerst, reibt sich der Anbieter des eBooks die Hände. Denn nun geht es los, in regelmäßigen Abständen wirst Du mit kostenpflichtigen Angeboten beglückt, selbstverständlich passend zum Thema des eBooks. Ganz besonders penetrante Zeitgenossen senden Dir nicht nur täglich eine Mail, sondern verkaufen ihre gesammelte Maillisten und schon ist Deine Mail in den Verteilern von Spammern und anderem Volk. Schlussendlich hinterlässt das auf dem ersten Blick gratis eBook nur verbrannte Erde und eine Menge Ärger.

Wann ist ein kostenloses eBook denn nun ein seriöses Angebot?

Leider kann man in der heutigen Zeit nicht immer von seriösen und unseriösen Angeboten unterscheiden. Selbstverständlich gibt es auch kostenlose eBooks die einen enormen Mehrwert bieten. Gefühlt steigt jedoch die Anzahl der Bauernfänger exponentiell zum Wachstum des Internets. Grundsätzlich ist es ratsam eine extra angelegte „Mülladresse“ für alle Angebote zu nutzen, bei denen Du für ein kostenloses eBook Deine E-Mail angeben sollst.

Fazit

Nicht jedes unentgeltliche eBook bietet einen echten Mehrwert für den Interessenten. Macnhmal ist sogar geschenkt noch zu teuer. Immer mehr Anbieter versuchen durch das Lockvogelangebot an Deine E-Mail und damit indirekt an Dein Geld zu kommen. Trotzdem sollte man nicht auf eBooks verzichten die einem für Lau angeboten werden. Wer sich die Anbieterseite genau anschaut und zur Sicherheit eine Wegwerfadresse verwendet, sollte von Spam und Co verschont bleiben.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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