Quo vadis mein lieber Blog oder auch wo geht die Reise hin als Blogger?

Quo vadis mein lieber Blog oder auch wo geht die Reise hin als Blogger?

Ich bin zwar etwas spät dran, doch besser spät als nie. Martin von 1001erfolgsgeheimnisse.com hat eine Blogparade ins Leben gerufen mit der Frage, ob Bloggen sich in Zeiten der sozialen Netzwerke mit Facebook, Google+, Twitter und Co noch lohnt, oder ob die Zeit der Blogs nicht vielleicht schon abgelaufen ist.

Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog ist MEIN Blog

Schon vor geraumer Zeit habe ich eine Liste mit 8 Gründen verfasst warum Du bloggen solltest. Einer war unter anderem, dass bloggen viel cooler ist als Facebook. Natürlich ist der eigene Blog nicht nur cooler als Facebook, sondern schwebt über allen anderen fremden sozialen Netzwerken oder Medien. Denn hier habe ich das Hoheitsrecht.

Niemand kann mir vorschreiben was ich, im Rahmen der geltenden Gesetze, zu tun oder zu lassen habe. Ich kann mit meinem Blog meine Zielgruppe definieren. Egal ob ich einen Blog ins Leben rufe wie Blogsheet, mit dem ich eher B2B – Themen behandle, oder einen Blog erstelle über das Leben der quadratischen Spitzmaus am Südostnordpol.

Was ist mit der Konkurrenz an Bloggern?

Martin weist auf die schier endlose und gar übermäßige Zahl der Mitbewerber an Bloggern im Web hin. Ich muss gestehen, dass ich Blogger nur sehr selten als Konkurrenten ansehe, sondern eher als Kollegen. Denn je mehr gute Blogger es gibt, desto mehr Informationen werden geliefert, die ich für mich verwerten und von denen ich vielleicht sogar lernen kann.

Blogs bieten mir die Möglichkeit andere Sichtweisen kennenzulernen und mit Glück sogar interessante Menschen. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich das Internet zu einer Zeit kennengelernt habe, als es insgesamt noch eher ein Miteinander war, als ein Gegeneinander.

Ich habe und wurde einst sogar von fremden Webmastern angerufen wenn auf meiner Website etwas fehlerhaft war – in der heutigen Zeit scheinbar undenkbar. Vielleicht mag ich zu sehr an der Grundidee des Internet festhalten, aber ich werde auch in Zukunft auf fremde Blogs verlinken, wie zum Beispiel jeden Montag mit dem Blogsheet Blog Blick und das auch weiterhin mit doFollow.

Ist es nicht sinnvoller die Zeit in Facebook und Konsorten zu investieren?

Das soziale Web besteht nicht nur aus den berühmten sozialen Netzwerken, viele vergessen, dass Blogs auch, oder gerade, ein wichtiger Bestandteil des Mitmach-Webs sind. Was wäre Facebook in der heutigen Zeit ohne seine Likes- und Teilen-Buttons. Diese sind auf Millionen von Blogs eingebunden und versorgen Facebook mit Inhalt für seine User.

Blogs sind nicht auf Facebook angewiesen, sondern Facebook braucht gute Blogs und natürlich auch andere Websites. Egal ob Blogs, Foren, Webseiten, oder wie auch immer das Kind genannt werden möchte, eigene Inhalte auf eigenen Plattformen können selbst große Anbieter überdauern.

Wer erinnert sich nicht an das Schicksal von MySpace oder Yahoo und dessen Niedergänge? Auch Facebook und andere Giganten des Internets sind nicht davor gefeit plötzlich zu scheitern. Ein Blog sollte in der Regel, Ausnahmen gibt es immer, nicht Zusatz zu den sozialen Netzwerken sein sondern die Grundlage.

Ach komm, beim Bloggen geht es doch nur ums Geld verdienen

Sicher gibt es nicht wenige Blogger, die mit dem Grundsatz der Monetarisierung ihres Blogs an den Start gehen. Doch meist sind es genau die Blogger, die schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Natürlich sträube ich mich nicht dagegen, das ich mit meinen Blogs Geld verdiene, aber ich habe meine Blogs nie als Haupteinnahmequelle betrachtet.

Blogsheet und meine verschiedenen Affiliate-Projekte sind nur kleine Bestandteile meiner Einkommensstrategie. Das liegt einfach daran, dass ich ungerne von einer Sache abhängig bin und im Internet heißt das in Deutschland leider Google. Wer weiß welche Updates Google in den nächsten Jahren fährt, heute liebt Google Blogs, morgen sind es vielleicht andere Plattformen. Für mich geht es beim Bloggen hauptsächlich ums Schreiben, Lernen und Spaß an der Freude.

Wie schaut es denn nun mit der Zukunft des Bloggens aus?

Wenn ich diese Antwort kennen würde, hätte ich schon längst einige Lotto-Millionen auf dem Konto, oder hätte Ende der neunziger Jahre in eine aufstrebende Suchmaschine mit dem Namen Google investiert. Während in den USA bloggen schon zum allgemeinen Leben gehört und ein wichtiger Teil der Journaille ist, sind Blogs bei uns in Deutschland immer noch eher Beiwerk.

Es ist faszinierend wie viele Menschen mit dem Begriff Blog nichts anfangen können. Auch wenn man es nicht glauben mag, aber Deutschland ist, was das Internet betrifft, tatsächlich noch ein Entwicklungsland. In vielen Bereichen hängen wir hinterher und ich bin der Meinung, dass selbst die Blogosphäre noch am Anfang steht und sich in Deutschland finden muss.

Vielleicht schafft es die Blogosphäre, vielleicht werden sich bis dahin andere Plattformen auf den Markt etablieren – nichts Genaueres ich weiß junger Padawan.

Quo vadis mein lieber Blog – das Fazit

Der Artikel hat nun inkl. Fazit über 840 Wörter und ich könnte noch Stunden weiterschreiben. Das Thema ist so facettenreich und mit Diskussionspotential gesegnet, dass es vielleicht sogar einen eigenen Blog füllen könnte. Meiner Meinung nach lohnt es sich zu bloggen, doch diese Frage kann einfach nicht allgemeingültig beantwortet werden. Jeder muss für sich entscheiden ob sich das Bloggen lohnt.

Wie schaut es bei Dir aus? Wie stehst Du zum Thema Bloggen und der Zukunft des Blogs?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

7 Comments

  • Martin Grünstäudl

    2. April 2013

    Hallo Andy!

    Vielen Dank für deine Teilnahme! Ja wenn man unsere Blogosphäre mit jener der USA vergleicht, dann ist noch viel Luft nach oben würde ich sagen 🙂

    Liebe Grüße
    Martin

  • Andreas Meyhöfer

    2. April 2013

    Guten Morgen Martin,

    gerne, bei dem Thema kann man als Blogger doch auch nicht anders. 😉

    Viele Grüße
    Andy

  • Alex L

    2. April 2013

    Hallo,
    einen sehr ausführlichen Artikel hast du hier vollbracht und einen interessanten zugleich. Ich sehe positiv in die Zukunft des Bloggens. Wir Blogger werden mit der Zeit gehen und uns anpassen, da wir z.B. auch Social Media Kanäle wie Twitter, Facebook und google+ nutzen. Bloggen vergeht nicht, man bloggt einfach Tag ein Tag aus und lernt immer etwas Neues dazu. Ich glaube, dass das Bloggen nie aussterben wird und bekanntlich entstehen tagtäglich neue Blogs. Aber auf der anderen Seite geben auch viele Blogger wieder auf, nach einer Zeit. Man muss eben durchhalten dem Blog 2-3 Jahre Zeit geben, sich zu entwickeln. Blogging ist allgegenwärtig!!

  • Heike

    2. April 2013

    Hallo,
    das schöne an Blogparaden ist, dass man auch mal woanders vorbei kommt 😉
    Und mir geht es genau wie dir – MEIN Blog ist MEIN Blog. Da kann niemand spontan das Layout ändern oder Rechte auf alle meine Inhalte anmelden.
    Und auch ich werde weiterhin verlinken & an das miteinander glauben. Hier ist doch Platz für uns alle!

    Sonnige Grüße
    Heike