Soft Skills - Weiche Faktoren bestimmen deinen Erfolg

Soft Skills – Weiche Faktoren bestimmen deinen Erfolg

Wenn Du heutzutage Erfolg haben oder Karriere machen willst, genügt es in der Regel nicht mehr nur die nötige Fachkompetenz zu besitzen. Unternehmen fordern neben dem Wissen und Können auf einem bestimmten Gebiet auch übergreifende Kompetenzen von ihren Mitarbeitern. Das sind die sogenannten weichen Faktoren, die Soft Skills oder auch Schlüsselqualifikationen genannt.

Die Arbeitswelt hat sich immer mehr von der Produktion weg, hin zur Dienstleistungsgesellschaft entwickelt. Wo früher noch das reine handwerkliche Können im Vordergrund stand, fällt heute die Fachkompetenz in manchen Unternehmen gerade mal zur Hälfte ins Gewicht.

Sicherlich sind ein Universitätsabschluss, gute Zeugnisse und eine einschlägige Berufserfahrung nach wie vor wichtig. Aber je nach Unternehmensphilosophie kann es vorkommen, dass der Bewerber den Job erhält, der die zur Firma passenden Soft Skills besitzt, obwohl ein anderer die besseren Noten vorweisen kann.

Denn Wissen lässt sich durch Schulungen und Fortbildungen viel leichter aufrüsten, als sich Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen ändern lassen. Durch die passenden Soft Skills hast Du bei Bewerbungen um einen begehrten Job, oder wenn es um eine Beförderung geht, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.

Was sind Soft Skills?

Soft Skills, auf gut deutsch weiche Faktoren oder Schlüsselqualifikationen, sind die fachübergreifenden Kompetenzen. Das bedeutet Soft Skills betreffen direkt die Persönlichkeit, den Charakter und die Denkweise. Das Gegenstück zu den weichen Faktoren sind die harten Faktoren oder auch Hard Skills. Die Hard Skills sind die fachlichen Kompetenzen des Mitarbeiters.

Also das, was derjenige in Ausbildung und Studium gelernt hat und was sich in Noten ausdrücken lässt. Zu den Soft Skills gehören im Allgemeinen alle Eigenschaften und Fähigkeiten, die neben den Hard Skills den beruflichen Erfolg bestimmen. Die weichen Faktoren lassen sich grob in drei Bereiche gliedern: die persönlichen Kompetenzen, die sozialen Kompetenzen und die methodischen Kompetenzen.

Persönliche Kompetenzen

Bei den persönlichen Kompetenzen dreht es sich in erster Linie um die eigene Person. Hier geht es um Eigenschaften wie Selbstvertrauen, Disziplin oder Selbstreflektion. Auch wenn deine persönlichen Kompetenzen scheinbar nur dich betreffen, haben sie doch indirekt Auswirkungen auf dein Umfeld und sind Grundlage für andere Kompetenzen.

Soziale Kompetenzen

Wie der Name schon sagt geht es bei den sozialen Kompetenzen um dein soziales Verhalten, also um den Umgang mit anderen Menschen. Hier sind Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen gefragt. Vor allem die vielgepriesene Teamfähigkeit ist hier einzuordnen.

Um es gleich vorweg zu sagen, auch wenn man die Kompetenzen unterscheidet, so bauen doch die verschiedenen Fertigkeiten aufeinander auf. Beispielsweise ist ohne ein gesundes Selbstvertrauen als persönliche Kompetenz, ein sicherer und förderlicher Umgang mit Teamkollegen schwer vorstellbar.

Methodische Kompetenzen

Die methodischen Kompetenzen beinhalten bestimmte Techniken und Methoden. Hierzu gehören zum Beispiel Präsentationstechniken, Motivationstechniken und Methoden zur Problemlösung. Auch die Kenntnis über Techniken der Selbstorganisation, Kreativitätstechniken und Zeitmanagement.

Die Fähigkeit Aufgaben sinnvoll zu planen und umzusetzen. Kurz gesagt, kenne die Werkzeuge und Techniken, die dir in deinem Arbeitsleben zur Verfügung stehen und lerne sie effektiv einzusetzen um erfolgreicher zu sein.

Soft Skills sind schwer greifbar

Hard Skills lassen sich anhand von Zeugnissen festmachen, Soft Skills dagegen sind subjektiv und schwer in Werte wie Noten zu fassen. Personaler und Arbeitgeber versuchen anhand bestimmter Indizien und durch Beobachtung den potenziellen neuen Mitarbeiter einzuschätzen.

Hierbei spielen sicherlich Erfahrungswerte eine große Rolle. Solche Dinge wie die Belastbarkeit im Job oder wie gut der Bewerber mit dem bestehenden Team zusammen arbeitet, lassen sich letztendlich erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit sagen. Aber Personaler setzen alles daran, möglichst genau herauszufiltern, welche Bewerber aufgrund ihrer Schlüsselqualifikationen am besten ins Unternehmen passen.

Das ein oder andere kann bereits aus den Bewerbungsunterlagen geschlossen werden, im anschließenden Bewerbungsgespräch wird der zukünftige Mitarbeiter hinsichtlich seiner Soft Skills auf Herz und Nieren geprüft. Bist Du erst einmal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, dann kannst Du meist schon davon ausgehen, dass es nur noch um deine weichen Faktoren geht.

Deshalb treibt das Bewerbungsgespräch vielen Bewerbern buchstäblich den Angstschweiß auf die Stirn, denn jetzt gilt es zu überzeugen. Und zwar von Eigenschaften, die schwer zu definieren sind und die Du nicht noch schnell vorher auswendig lernen kannst.

Einige Unternehmen setzen sogar Verhaltens- und Persönlichkeitstests ein, um ihre Bewerber möglichst genau beurteilen zu können. Eine direkte Vorbereitung auf solche Tests ist sicherlich sehr schwierig, da jedes Unternehmen seine eigenen Strategien verfolgt. Aber diese Tests geben dir andererseits auch die Möglichkeit deine Stärken deutlich herauszustellen und deinen potenziellen Arbeitgeber zu überzeugen.

Entwickel deine Persönlichkeit

Um auf Bewerbungssituationen und das Berufsleben im Allgemeinen bestens vorbereitet zu sein, solltest Du so früh wie möglich mit deiner Persönlichkeitsentwicklung beginnen. Das bedeutet erst einmal deine persönlichen Stärken und Schwächen herauszufinden. Anschließend verfeinerst Du deine Stärken weiter und arbeitest an deinen Schwächen. Der Prozess der Persönlichkeitsentwicklung ist dabei nie abgeschlossen. Es gibt immer etwas dazu zu lernen, es gibt immer neue Erfahrungen zu machen und es gibt immer ein nächstes Mal, bei dem Du irgendetwas besser machen kannst als vorher.

Um dich bei der Entwicklung deiner Soft Skills ein wenig zu unterstützen, werden wir hier auf blogsheet.info weitere Artikel passend zum Thema veröffentlichen. Bis dahin könnten für dich zum Thema Persönlichkeitsentwicklung folgende Artikel interessant sein:

Noch mehr Informationen zu Soft Skills findest Du im Buch Soft Skills für Young Professionals: Alles, was Sie für Ihre Karriere brauchen.

Fazit zu Soft Skills

Weiche Faktoren sind gefragter denn je und werden sicher in Zukunft nicht weniger wichtig werden – im Gegenteil. Die Ansprüche steigen weiter, Bewerber sollen am besten alles können, überall und flexibel einsetzbar sein. Bei solchen Anforderungen kann in manchen Fällen schnell Überforderung oder gar Burnout drohen. Deshalb ist es wichtig, dass Du dich selbst richtig einschätzen lernst und deinen nächsten Job deinen Stärken entsprechend auswählst.

Was ist deine Meinung zu Soft Skills? Legst Du besonderen Wert auf weiche Faktoren oder ist für dich nur das Fachwissen ausschlaggebend?

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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