Warum Kompromisse nichts taugen und welche Lösung Du anstreben solltest

Warum Kompromisse nichts taugen und welche Lösung Du anstreben solltest

Das Leben könnte in der Regel so einfach sein. Es gibt eine Aufgabe und alle Beteiligten sind sich einig, wie diese Angelegenheit am besten gelöst wird. Doch Probleme wären keine Sorgenkinder, wenn es immer so simpel wäre. Oft gibt es endlose Diskussionen, manchmal sogar Streitgespräche und am Ende sollen sich alle Mitwirkenden gefälligst auf einen Kompromiss einigen.

Genau hier liegt der Knackpunkt. Von Kindesbeinen an lernen wir Kompromisse einzugehen. Doch diese Mittelwege sind schlicht Blödsinn. In diesem Blogartikel erfährst Du welcher Weg der Bessere ist.

Was ist ein Kompromiss überhaupt?

Grundsätzlich soll der Kompromiss dazu dienen einen Konflikt zwischen verschiedenen Parteien zu lösen. Bei Meinungsverschiedenheiten zu einem Thema haben alle Beteiligten ihre Vorstellungen und jeder möchte seine Wünsche durchdrücken. Der Kompromiss dient nun der Lösung einer Auseinandersetzung. Jede beteiligte Fraktion verzichtet auf Teile ihrer Forderung und so entsteht eine gemeinsame Übereinkunft.

Warum ist ein Kompromiss dann schlecht?

Warst Du schon von deiner Meinung überzeugt und musstest dann einen dieser unsäglichen Kompromisse eingehen? Wie hast Du dich dabei gefühlt? Ein Kompromiss bedeutet immer auch Verzicht und damit verlieren beide Parteien. Im Gegensatz zu den unzähligen Märchen, die dir von Kindesbeinen an beigebracht werden, ist ein Kompromiss keine Win-Win-Situation.

Denn wie sollen alle Beteiligten gewinnen, wenn keine Partei wirklich zufrieden ist? Der Kompromiss ist nichts weiteres als ein Zwang und wie wir alle wissen, sind Zwänge alles andere als wünschenswert. Diese Art von erzwungenem Entgegenkommen ist also eine pure Lose-Lose-Situation.

„Ein Kompromiss ist nur dann gerecht, brauchbar und dauerhaft, wenn beide Parteien damit gleich unzufrieden sind.“
Henry Kissinger (Politiker, Friedensnobelpreisträger)

Die Lösung lautet : Treffe einen Konsens

Der Kompromiss und der Konsens werden gerne miteinander verwechselt. Doch beide Arten der Übereinkunft haben nichts miteinander gemeinsam. Während der Kompromiss Verzicht bedeutet und keine optimale Lösung ist, findet sich im Konsens eine weitaus befriedigendere Übereinkunft wieder.

Kompromiss vs Konsens - warum ein Kompromiss nichts taugt

Bei einem Konsens wird auf die Bedürfnisse aller Beteiligten gleichermaßen eingegangen und an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet. Der Konsens kann damit zwar einen deutlich höheren Zeitaufwand bedeuten, jedoch sind bei dessen Gelingen alle Beteiligten deutlich zufriedener. Im Gegensatz zum Kompromiss gibt es keinen schalen Beigeschmack.

Wie wird ein Konsens gefunden?

Bevor ein Konsens gefunden werden kann, müssen die Anliegen aller Beteiligten genau erörtert und dargelegt werden. Sollte ein Anliegen nicht verstanden werden, hilft auch ein genaues Nachfragen. Viele Probleme entstehen schon aus reinen Missverständnissen. Wir müssen uns also um das „Was“ des Gegenübers kümmern.

Wenn nun das Anliegen jeder Fraktion dargelegt wurde, geht es daran das „Warum“ zu ergründen. Es ist in der Regel sinnlos in ein Streitgespräch zu gehen, wenn wir nicht die Beweggründe unseres Gegenübers kennen. Wenn wir das Interesse an einer Sache verstehen, fällt es uns oftmals viel leichter einen Konsens zu finden. Denn eventuell decken sich unsere Interessen, oder haben zumindest eine gemeinsame Schnittstelle. Nehmen wir ein einfaches Beispiel:

In einer Großküche benötigen zwei Köche unbedingt ein dutzend frischer Eier. Es ist kurz vor Feierabend und leider ist im Kühlschrank nur noch eine Packung Eier vorhanden. Beide Köche streiten sich nun um die letzte Packung. Wie könnte nun ein Kompromiss aussehen? In der Regel wird man sich dafür entscheiden, dass beide Köche sich die Eier teilen. Zufrieden kann aber keiner von beiden sein.

Anstatt sich aber über die Eier zu streiten, könnten sich beide Köche auch darüber unterhalten was sie wollen und warum sie das wollen. Beide Köche wollen ein dutzend Eier, soviel ist klar. Doch warum wollen sie diese Eier? Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass der eine Koch die Eier für die Herstellung frischer Mayonnaise benötigt.

Der zweite Koch möchte lecker Baiser backen und wollte die Eier dafür nutzen. Beide Köche können also ohne Probleme das dutzend Eier verwenden, denn zur Zubereitung ist jeweils nur das Eigelb bzw. das Eiweiß erforderlich. Es wurde also ein Konsens gefunden.

Freilich, das Beispiel mag einfach sein, aber es sollte auch nur die Richtung aufzeigen.

Ist ein Konsens immer möglich?

Die Welt wäre nicht voller Kompromisse, wenn wir immer eine Lösung finden könnten, die alle Menschen glücklich macht. Doch wir können uns diesem idealtypischen Ergebnis wenigstens annähern.

Manchmal wollen wir die Entscheidungen anderer Menschen nicht akzeptieren, weil wir sie nicht verstehen. Verständnis kann aber zumindest dazu beitragen, dass konkurrierende Ideen mitgetragen werden können.

Warum Kompromisse nichts taugen – das Fazit

Bevor Du dich faulen Kompromissen hingibst, solltest Du immer versuchen eine Übereinstimmung zu finden. Der Konsens ist sicher der schwerste aller Wege und wird deswegen auch gerne übergangen.

Doch wenn Du einen Konsens findest, werden alle Beteiligten deutlich zufriedener als bei einem Kompromiss sein.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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