Was ist ein Blog und was macht ein Blogger eigentlich genau?

Was machst Du eigentlich den lieben langen Tag? Ich führe einen Blog und ich blogge über Thema XYZ. Ein leicht dümmlicher Blick, kurzes Schweigen, gefolgt von einem skeptischen „So so“ oder „aha“. Vielleicht kennst Du diese Situation bereits, entweder als betroffener Blogger oder als jene Person (natürlich ohne den dümmlichen Blick ;)), die mit dem Thema Blog gar nichts anfangen kann.

Auch wenn für alteingesessene Hasen der Blog und das Bloggen so selbstverständlich ist wie die Luft zum Atmen, so gibt es auch die andere Seite. Menschen die das erste Mal vom Bloggen hören und nun genauer wissen wollen, was so ein Blogger eigentlich macht und was ein Blog überhaupt ist.

Heute gibt es also einen Blog-Artikel für jene, die sich mit der Materie Blog näher beschäftigen möchten.

1. Der Blog oder das Blog – Wie alles begann

Das Weblog, das Blog oder, für die ewig gestrigen unter uns,  mittlerweile laut Duden auch der Blog ist aus dem Ursprung heraus nichts anderes als ein Onlinetagebuch. User, die das Internet früh für sich entdeckt hatten, stellten ihre Lebensereignisse online. Ein neues Zeitalter war geboren.

Wofür einst das gute alte Tagebuch aus Papier herhalten durfte, wurde nun das World Wide Web als Medium genutzt. Das Kunstwort Weblog als Kurzform für World Wide Web & Logbuch entstand und die ersten Web-Logger, also Blogger waren geboren.

Das Weblog oder Blog ist als Online-Tagebuch gestartetMittlerweile ist das Medium Blog aus den Kinderschuhen entwachsen und schon lange kein reines Tagebuch mehr für persönliche Gedanken und Träume. Blogs entstehen aus den unterschiedlichsten Gründen, Zielsetzungen und mit den vielfältigsten Themen.

2. Der grundlegende Aufbau von Blogs

Das Wunderbare an den meisten Blogdiensten und Blog-Software ist der einfache und schlichte Aufbau. Während in den frühen Jahren des Internets noch ohne größeren Firlefanz aufgebaut wurde, wuchs mit der Geschwindigkeit von DSL & Co auch das Datenvolumen auf Internetseiten.

Insbesondere schlecht ausgebildete Webdesigner und Hobby-Webmaster sorgten dafür, dass Websites vollkommen überladen waren und eine miese Usability aufwiesen. Reine Blogs hingegen boten dem Leser eine sauber strukturierte Informationsquelle ohne viel Drumherum. In der Regel sind Blogbeiträge absteigend nach Datum aufgelistet und bieten dem Blogleser eine genaue Übersicht über die Aktualität eines Beitrags.

Dank Kategorien, Schlagwörtern oder der Archivfunktionen können Blogleser schnell und einfach durch den Blog navigieren. Die entsprechende interne Verlinkung und Auflistungen aller Artikel, die einer Kategorie oder einem Schlagwort zugeordnet sind, tragen erheblich zur Nutzerfreundlichkeit bei.

Nicht umsonst heißt es im SEO-Bereich „Google liebt Blogs“. Mittlerweile muss diese Aussage aber relativiert werden. Denn Google liebt schnelle Websites mit einer sauberen Struktur, tollen Inhalten und einer guten internen Verlinkung.

All das kannst Du durch eine gute Blogsoftware, wie zum Beispiel WordPress, realisieren. Doch eine Software kann nur so gut sein, wie der Nutzer. Es gibt viele Blogs, die von Google nicht mehr geliebt werden. Einfach weil sie aufgebläht und userunfreundlich sind.

3. Ein Blog bedeutet Kommunikation, Interaktion und Vernetzung

Die Faszination Blog hat weltweit mittlerweile viele Millionen Anhänger und täglich werden es mehr. Das tolle an einem Blog ist, dass ein Blog dank der Kommentarfunktion ganz einfach zu einem regen Gedankenaustausch von Gleichgesinnten beitragen kann. Es ist in der Regel keine Registrierung vonnöten, einfach einen Nickname angeben und eine Mailadresse – Fertig ist der Lack.

Zwar gibt es einige Blogger die schotten ihre Kommentarfunktion mit Captchas, Anmeldeformulare oder sonstigem Blödsinn ab, als würden sie die Goldreserven von Fort Knox horten aber das ist aktuell eher die Seltenheit als die Norm.

Eine weitere geniale aber oft unterschätzte Funktion sind die sogenannten Pingbacks. Mittels Pingbacks werden Blogs darauf aufmerksam gemacht, dass auf einem anderen Blog eine Verlinkung erfolgte. Mit besonders guten Artikeln kannst Du so auf einfache Art und Weise andere Blogger auf deinen Blog aufmerksam machen.

Blog bedeutet Kommunikation, Interaktion und Vernetzung

4. Arten von Blogs und Bloggern

Während in den Anfängen der Blogs das Thema Geld verdienen noch eine untergeordnete Rolle spielte und Blogger die Monetarisierung sogar misstrauische beäugten oder gar missbilligten, ist diese eingeschränkte Sicht auf Blogs schon lange Geschichte. Egal ob Du aus Spaß an der Freude im Hobbybereich bloggen möchtest oder deinen Lebensunterhalt mit dem Bloggen bestreiten willst – Alles ist möglich und Grenzen setzt dir nur deine Fantasie.

Eine kleine Übersicht über mögliche Blogthemen bietet das folgende Listing:

  • Kunstblogs
  • Mikroblogs (Bsp. Twitter)
  • Politik-Blogs
  • SEO-Blogs
  • Fashion-Blogs
  • News-Blogs
  • Wissenschafts-Blogs
  • Corporate-Blogs
  • Blogger Blogs
  • Blogs zur Selbständigkeit

Und viele mehr. Die Liste lässt sich beliebig, fast endlos verlängern. So wie es schier endlos viele Blogarten gibt, so finden sich auch innerhalb der Blogosphäre die unterschiedlichsten Individuen und Ausprägungen.

Vom Einzelkämpfer bis zu ganzen Gruppen gibt es Blogger die einzelne Blogs oder gar Blognetzwerke betreiben. Der Blog ist global betrachtet weitaus mehr als nur ein Tagebuch oder eine Website, sondern ein Medium das mitunter eine sehr große Meinungsmacht mit sich bringt.

5. Was ist eigentlich diese Blogosphäre?

An dieser Stelle bin ich einfach faul und zitiere die Beschreibung aus Wikipedia. Man muss schließlich nicht alles krampfhaft versuchen selbst zu verfassen, wenn es andere schon gut genug gemacht haben. 😉

Der Begriff Blogosphäre (engl. „blogosphere“) beschreibt die Gesamtheit der Weblogs (kurz: Blogs) und ihrer Verbindungen. Er entspringt der Wahrnehmung, dass Blogs durch ihre Vernetzungen gemeinsam eine oder eine Vielzahl von Communitys bilden, beziehungsweise ein soziales Netzwerk darstellen. Der Begriff soll an „Logosphäre“ erinnern, was in etwa „Welt der Worte“ bedeutet. Auch eine Ähnlichkeit mit dem Konzept der Noosphäre ist beabsichtigt.

Quelle: Wikipedia.de – Blogosphäre

6. Die Kritik an Blogs und Bloggern

Es gibt immer wieder negative Kritik die an Bloggern geübt wird. Insbesondere die professionelle Journallie schaut immer wieder gerne lächelnd von oben auf die Blogosphäre herab.

Blogger werden oft fachlich nicht ernst genommen, sei es wegen der fehlenden journalistischen Ausbildung oder einfach weil man die neue Konkurrenz fürchtet. Dabei gibt es Blogs, die monatlich eine höhere Reichweite haben als so manches Schmierenblatt auf Papier der sogenannten professionellen Gilde.

Dabei bedient sich die Gilde der Journalisten auch gerne mal bei den Bloggern und führt damit ihre Ablehnung gegenüber Blogs auch noch ad absurdum. Zudem sind Blogger oftmals schneller und damit aktueller in ihrer Berichterstattung. Während Journalisten gerne Inhalte von Nachrichtenagenturen aufgreifen und veröffentlichen, sitzen Blogger in ihrem Bereich an der Quelle und berichten aus erster Hand.

7. Und wie werde ich nun Blogger?

Blogger werden ist nicht schwer, Blogger sein dagegen sehr. So könnte man die Anfänge eines Bloggers schnell zusammenfassen. Wenn Du einen Blog erstellen möchtest, benötigst Du weder Geld noch andere aufwändige Ressourcen. Selbst wenn deine Schreibkünste als komplett talentfrei einzustufen sind, kannst Du dich Blogger nennen. Wähle einfach ein Themengebiet aus über das Du schreiben möchtest, erstelle bei einem kostenlosen Bloghoster wie zum Beispiel wordpress.com einen Blog und hau in die Tasten. Mehr benötigt es nicht einen Blog zu starten.

Einen Blog starten und Blogger werden

Selbst wenn Du nur das Paarungsverhalten der Ostafrikanischen Riesenheuschrecke bebloggst, darf ich dich als Blogger in der Blogosphäre begrüßen. Wenn Du dich etwas ambitionierter an die Erstellung eines Blogs heranwagen möchtest, empfehle ich Dir den Blog-Artikel Blog erstellen leicht gemacht mit vielen wertvollen Tipps und Hinweisen.

Was ist ein Blog und was machen Blogger – Das Fazit

Ein Blog zu erstellen ist kein Hexenwerk und Blogger können zuweilen eine wichtige Informationsquelle im Internet sein. Ich bin mir sicher, dass fast jeder Internetuser schon auf einem Blog gelandet ist um sich über bestimmte Themen zu informieren. Zwar werden Blogs in Deutschland immer noch gerne belächelt aber auch hier wird der Siegeszug auf Dauer nicht aufzuhalten sein. Vielleicht erreichen Blogger hier irgendwann auch das gleiche Ansehen wie unsere US-Kollegen. Was ist mit Dir? Hast Du schon einen Blog? Wenn nein, warum nicht? Und wenn ja, wie sind deine Erfahrungen zum Thema Bloggen?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Vanderelbe

    25. Juli 2014

    Ich habe ganz ehrlich gleich nach der berühmten Frage geschaut: DER oder DAS Blog und wurde gleich fündig 😉

    Ich sage mittlerweile auch das Blog, auch wenn ich besser finde.

  • Andreas Meyhöfer

    26. Juli 2014

    Hallo Vanderelbe,

    ich war immer auf das Blog geeicht, nutze aber mittlerweile beide Versionen. Vom Klang her finde ich „der Blog“ angenehmer, weil es auch irgendwie persönlicher klingt. Das Blog hört sich zu sehr nach einer Sache an. Dabei sind Blogs doch unsere Babys 😉

    LG Andy