Verhaltensweisen, die Du als professioneller Blogger vermeiden solltest

Menschen sind Gewohnheitstiere und gerade für schlechte Gewohnheiten sind wir immer zu haben. Es ist schon bemerkenswert, dass wir uns den kleinen Ticks und Macken gefühlt eher hingeben als den „normalen“ Verhaltensweisen. Ich bin mir sicher, dass auch Du ein paar Gewohnheiten hast, die dich entweder selbst nerven oder andere zur Weißglut bringen.

Auch ich habe allerhöchstens eine schlechte Angewohnheit, die Diana sicherlich zum Teufel wünscht. 😉 Aber damit will ich dich an dieser Stelle nicht langweilen. Schauen wir uns also die schlimmsten Verhaltensweisen an, die Du als Blogger sofort in die tiefsten Tiefen der Blogger-Meere versenken solltest.

Die ständige Verwendung des Indefinitpronomen „man“

Idenfi.. wtf? Wirst Du dich jetzt eventuell fragen. Mit Indefinitpronomen werden in der deutschen Grammatik unbestimmte Dinge oder Personen charakterisiert. Viele Menschen nutzen das Indefinitpronomen „man“ um unbewusst Distanz zwischen sich und dem Gesprächspartner zu bringen. Auch ich hatte lange Zeit dieses unsägliche „man“ geradezu inflationär in meinen Texten verwendet.

Andere wollen sich in ihren Aussagen nicht festlegen und vermeiden deswegen den Einsatz von Personalpronomen. Als Blogger solltest Du jedoch versuchen, eine Bindung zu deinen Blog-Lesern herzustellen und keinen Abstand aufzubauen.

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Spreche deine Leser ruhig per Du oder Sie an, verwende auch ein Wir, um Gemeinsamkeiten auszudrücken. Anstatt „Man kann mit Bloggen viel Spaß haben“ ist ein „Du kannst mit Bloggen viel Spaß haben“ doch auch gleich viel freundlicher, oder was meinst Du?

Der ständige Blick auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Ich weiß, was nützt einem der tollste Blog, wenn er bei Google nicht gefunden wird. Ich bin mir dessen auch bewusst und halte die Suchmaschinenoptimierung für einen wichtigen Baustein, um als Blogger erfolgreich zu werden.

Es kann jedoch gerade bei Anfängern vorkommen, dass sie sich in den Bereich SEO zu sehr hineinsteigern. Insbesondere Online-Analyse-Tools sorgen dafür, dass immer mehr Energie in die Fehlerbehebung investiert wird.

Wir neigen schnell dazu, in einen Wettbewerb mit anderen Bloggern zu geraten, denn wir wollen ja immer besser sein als unsere Mitbewerber. Das führt aber zu einem Kernproblem. Denn die Suchmaschinenoptimierung ist für einen Blogger nur noch die Kirsche auf der Sahne oder die Schokosoße, falls Du keine Kirschen magst.

Wichtig sind in erster Linie deine Inhalte. Je mehr Du dich mit dem Thema SEO beschäftigst, desto weniger Zeit hast Du, um dich deinen Kernaufgaben zu widmen. Eine ganz simple Gleichung. Zudem ist ein WordPress-Blog mit entsprechenden Plugins von Hause aus sehr suchmaschinenfreundlich. Der Leitsatz sollte für dich als Blogger lauten: Erst Content, dann Content, eventuell noch ein wenig Content und dann erst SEO.

Zeit verplempern in sozialen Netzwerken

Jetzt kommt sicher der große Aufschrei von unseren Social Media Managern und all jenen, die dank dem Social Media Hype ein neues Geschäftsfeld für sich entdecken konnten. Selbstverständlich sind die sozialen Netzwerke ein wichtiger Teil in der heutigen Zeit und dürfen im Marketing-Mix nicht ignoriert werden. Schließlich sind sie eine wundervolle Quelle der Inspiration, der Markenbildung und der Kundenbindung.

Ich gebe unumwunden zu, dass wir viel zu wenig Präsenz auf Twitter, Facebook oder Google+ zeigen. Viel zu selten kommentieren und teilen wir tolle Beiträge bzw. stalken folgen und empfehlen andere Blogger.

Aber bei einer Vollzeit-Selbstständigkeit in Kombination mit einem Vollzeitstudium kippt das „Socialn“ schlicht hinten rüber. Was wir also aufgrund von Ressourcenmangel zu wenig machen, stellt für andere wiederum eine falsche Vollzeittätigkeit dar.

Einige Blogger scheinen bei Facebook & Co zu übernachten, reagieren auf jede Kleinigkeit und geben auf jede Wurst ihren Senf, nur um Präsenz zu zeigen. Dabei wird gerne vergessen, dass Bloggen per Definition schon Social Media ist.

Warum also Stund um Stund bei den sozialen Netzwerken verbringen, wenn das Gute so nahe liegt? Auch für Google+ und Konsorten gilt – Die Wichtigkeit ist gegeben, aber das Hauptaugenmerk sollte dein Blog sein.

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Keine oder sinnlose Bilder im Blog-Artikel verwenden

Bilder sind die Essenz eines jeden Blog-Artikels. Wir Menschen denken nicht in Worten, sondern grundsätzlich in Grafiken. Du glaubst mir nicht? Dann lass uns gemeinsam einen kleinen Test durchführen. Denke bitte an einen Apfel. Was siehst Du gerade?

Bestimmt hat dein Gehirn nun nicht das Wort Apfel geformt. Sondern Du siehst einen grünen, roten, gelben, großen, kleinen oder einen anderen Apfel vor Dir. Unser Gehirn ist seit Menschengedenken auf Bilder geeicht. Erst viel später kamen entsprechende Laute hinzu, um Bilder beschreiben zu können. Bilder sind also essenziell wichtig, um Dinge auszudrücken, aber auch, um zu kommunizieren.

Niemand hält sich gerne auf Textwüsten auf. Ich bin mir sicher, dass über die nächsten Jahre durch die Professionalisierung des Bloggens, die Visualisierung immer wichtiger sein wird. Doch bevor Du nun wild irgendwelche Grafiken sinnlos in deinen Blog einbindest, sei auf der Hut.

Die Bilder sollten immer einen Bezug zu deinem Artikel haben und Assoziationen wecken. Einfach billige kostenlose Stockfotos einzubinden, werten deinen Blog-Artikel nicht auf, sondern lassen ihn wirken wie die eben genannten Stockfotos – Billig.

Ein weiterer Trend der seit Jahren in sozialen Netzwerken die Runde macht und offensichtlich auch in US-Blogs einmarschiert, sind die sogenannten Selfies. Egal ob A, B, oder C Promi, die selbstgeschossenen Bilder sind der wahre Hit. Da US-Blogs meistens eine Vorreiterstellung einnehmen, bin ich mir sicher, dass dieser Trend auch hier bald die Runde macht. Während Selfies auf sozialen Netzwerken eventuell noch lustig sind, solltest Du als Pro-Blogger Selfies mit Bedacht einsetzen. Es sei denn, Du bist ein Promi oder willst einer werden. 😉

Sicher ist es ab und an ganz amüsant, wenn Du dich auf deinem Blog selbst darstellst und auch nicht falsch. Doch wenn deine Blogartikel nur noch aus sinnlosen Eigenschnappschüssen bestehen ohne Bezug zum Artikel, wird es nicht nur langweilig, sondern auch peinlich.

Verhalten als Blogger – Das Fazit

Das waren jetzt vier Verhaltensweisen bzw. Angewohnheiten, die Du als professioneller Blogger unbedingt vermeiden solltest. Es gibt noch einige mehr, doch da der Blog-Artikel nun langsam die 1000-Wort-Marke erreicht, wollte ich dich nicht mit noch mehr Text drangsalieren.

Welche Verhaltensweisen sind deiner Meinung nach ein absolutes No-Go für professionelle Blogger?

Ich freue mich auf deine Meinung.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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