15 häufige Ursachen für ständige Unzufriedenheit

15 häufige Ursachen für ständige Unzufriedenheit

Kennst Du jemanden, der unentwegt unzufrieden und ständig am nörgeln ist? Oder ertappst Du dich sogar selbst dabei, dass Du des Öfteren über diegleichen Dinge jammerst? Vielleicht hat dich ein Freund oder eine Freundin in einer ruhigen Minute darauf hingewiesen, dass Du immer wieder gerne über ein und dieselben Dinge klagst.

Ständige Unzufrieden belastet und kann dir deine Freude am Leben ganz schön vermiesen. Es sind häufig die gleichen Ursachen, die diese anhaltende Unzufriedenheit bewirken. In unserer Liste der Woche #22 habe ich 15 häufige Ursachen für ständige Unzufriedenheit für dich zusammengetragen.

1. Eine negative Lebenseinstellung

Unsere Einstellung zum Leben und zu uns selbst ist bereits negativ geprägt. Wer in seiner Kindheit immer nur hört: „Du bist noch zu klein“, „Das geht nicht“, „Das kannst Du nicht“, „Dafür haben wir kein Geld“, „Streng dich mehr an“, „Deine Noten sind zu schlecht“, „Gib Dir doch endlich mal mehr Mühe“, „Das ist doch nicht schwer, warum kannst Du das nicht?“ usw. usw. wird auch im späteren Leben schwerer zu einer positiven Lebenseinstellung gelangen und ständig an sich zweifeln.

2. Die Konzentration auf die falschen Dinge

Wir konzentrieren uns mehr auf das, was nicht funktioniert als auf unsere Möglichkeiten. Wenn wir nur sehen was falsch läuft, verlieren wir leicht den Blick für die Chancen, die der Alltag uns bietet.

3. Die Jagd nach Mr. Perfekt

Wir wollen einen Partner, der perfekt zu uns passt. Wir suchen oft viel zu lange oder können den vermeintlich mittelmäßigen Partner auf Dauer nicht akzeptieren. Wenn wir glauben, dass es irgendwo einen Besseren oder eine Bessere gibt, dann hat die bestehende Beziehung wenig Chancen.

4. Der Fokus auf neuen Besitz

Wir sehen immer nur das, was wir nicht haben, anstatt das, was wir schon besitzen. Wir sind solange nicht zufrieden, bis wir das Objekt der Begierde in unseren Besitz gebracht haben. Doch sobald wir es besitzen, wenden wir uns schon dem nächsten zu. Oft dauert die Freude über den Neuerwerb auch nicht lange an.

5. Die negative Sichtweise auf andere

Wir sehen an einer anderen Person vor allem seine Fehler, weniger seine Stärken. Wir sind so damit beschäftigt uns über den anderen und seine Fehler zu ärgern, dass das Gute in ihm uns schon gar nicht mehr erreicht. Ein berühmtes Klischee ist hierfür beispielsweise die immer offene Zahnpastatube.

6. Die negative Sichtweise auf die eigene Situation

Wenn etwas falsch läuft, fällt uns das sofort auf. Was richtig ist nehmen wir zu oft als selbstverständlich hin und schenken ihm zu wenig Beachtung. Das ist ein allgemeines Phänomen, das was von der Norm abweicht, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Z. B. eine rote Perle unter tausend Weißen.

7. Die negative Sichtweise auf uns selbst

Wir sehen bei uns selbst vorrangig unsere Fehler und das was wir nicht können oder nicht schaffen. Das was wir erreicht haben, geht dagegen oft unter oder erscheint uns wertlos.

8. Ewiges Vergleichen mit anderen

Wir vergleichen uns permanent mit anderen, die sehr viel schöner, reicher, klüger, beliebter usw. sind als wir selbst. Nach diesen Vergleichen betrachten wir uns oft als minderwertig.

9. Überzogene Ansprüche an uns selbst

Wir setzen unsere Ansprüche an uns selbst zu hoch. Der ewige Kampf unseren eigenen unrealistischen Ansprüchen zu genügen zehrt an unseren Ressourcen. Das zwangsläufige Scheitern an unseren überhöhten Zielen frustriert.

10. Überzogene Ansprüche an andere

Wir erwarten von anderen zu viel. Wir verlangen Perfektion dort, wo Perfektion nicht angebracht oder nicht möglich ist. Sei es von unseren Beziehungspartnern oder im Job von unseren Mitarbeitern.

11. Ein verzerrtes Selbstbild

Wir haben ein falsches Selbstbild von uns. Wir halten uns für zu hässlich, zu dick, zu alt, zu dumm usw. Es wird uns jeden Tag suggeriert, das wir dem gesellschaftlichen Bild nicht gerecht werden. Aber dieses Bild ist oft weitab jeglicher Realität.

12. Mangelnde Wertschätzung an uns selbst

Wir betrachten uns als nicht liebenswert und können uns selbst nicht annehmen. Das kann das Resultat von mangelnder Akzeptanz und Wertschätzung von außen sein. Es kann aber auch aus unseren eigenen überzogenen Ansprüchen entstehen.

13. Keine Veränderungen

Uns fehlt der Mut, eine Situation mit der wir nicht zufrieden sind zu ändern. Zum Beispiel einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

14. Überforderung

Wir verharren in Situationen, von denen wir überfordert sind. Hier ist wieder ein gutes Beispiel der Arbeitsplatz: Wir können den hohen Ansprüchen unseres Chefs nicht gerecht werden oder die Arbeit liegt uns nicht und wir sind häufig von ihr überfordert oder es ist einfach schlichtweg zu viel Arbeit rein von der Masse her.

15. Wir denken Unzufriedenheit ist notwendig

Wir glauben Unzufriedenheit ist gut, weil wir uns dann anstrengen um etwas zu erreichen. Wer zufrieden ist, lässt nach oder tut nichts mehr. Wir leben nach dem Motto: Ohne Unzufriedenheit kann es auch keinen Ehrgeiz geben.

Fazit zu häufige Ursachen für ständige Unzufriedenheit

Permanente Unzufriedenheit hat zahlreiche Ursachen. Dennoch ist es für jeden möglich, nach und nach seine Unzufriedenheit in Zufriedenheit umzuwandeln. Wenn Du die Ursache(n) kennst, ist das der erste Schritt um deine ständige Unzufriedenheit angehen zu können.

Fehlt ein wichtiger Punkt in der Liste? Warum könntest Du oder jemand, den Du kennst, ständig unzufrieden sein?

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

3 Comments

  • Marcellonator

    15. April 2014

    Wieder ein Mal ein sehr interessanter Beitrag. Großes Kompliment dafür.

  • Miriam

    29. Juli 2014

    Wir vergleichen unser Leben oft auch mit dem Leben von Helden aus TV Serien und Werbespots. Dort wird uns ein verzerrtes Bild gezeigt. Ein anderer Grund für extreme Unzufriedenheit, die sich in Einsamkeit und Isolation steigern kann, währe der, dass wir manchmal meinen, die anderen sind an unserer Unzufriedenheit schuld und müssten sich ändern. So wird man ängstlich, verkrampft und düster.

  • Diana Ludwig

    30. Juli 2014

    Hallo Miriam,

    vielen Dank für deine Ergänzung zum Thema Gründe für Unzufriedenheit.

    Ja, wenn jemand andere verantwortlich macht für die eigene Unzufriedenheit dann kommt derjenige nicht weiter. Denn andere Menschen lassen sich in den wenigsten Fällen ändern, wir sollten bei Unzufriedenheit immer bei uns selbst ansetzen.

    Viele Grüße
    Diana