5 Gründe die gegen einen eigenen Server sprechen

5 Gründe die gegen einen eigenen Server sprechen

Viele angehende Blogger kennen die Qual der Wahl bei der Wahl ihres Webhosting-Paketes. Auch Kunden von mir stellen mir immer wieder die Frage, ob nicht ein Server bestellt werden muss. Der eigene Server scheint viele zu locken und mag eventuell einen professionelleren Eindruck zu hinterlassen als ein einfaches Webspace-Paket. Dabei benötigt der größte Teil von Bloggern und Webmastern keinen eigenen Server. In der heutigen Liste der Woche gebe ich Anregungen, warum ein eigener Webserver überflüssig sein kann.

Der eigene Server und der Kostenfaktor

Wer einen Server sein Eigen nennen will, muss in der Regel deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei einem einfachen Webhosting-Paket. Insbesondere wenn die Wahl auf einen managed Server statt auf einen Root-Server fällt. Während ein gutes Webhosting-Paket schon ab 5 Euro im Monat zu erhalten ist, kann ein guter managed Server schnell das 20fache kosten.

Der eigene Server und das Know How

„Mit großer Macht, kommt große Verantwortung“. Diese Aussage trifft besonders auf einen Root-Server zu. Es kommt immer wieder vor, dass angehende Webmaster einen eigenen Server haben wollen, aber die Zusatzkosten für einen managed Server sparen möchten. Schnell wird ein kurzes Tutorial zum Thema Root-Server gelesen mit der Hoffnung es wird schon alles gut gehen. Weit gefehlt. Ein Root-Server ist nur etwas für Profis, denn hier musst Du die komplette Pflege selber übernehmen. Es gibt quasi unendlich viele Server im Web, die klassische Spamschleudern sind, weil ihre Eigentümer keine Ahnung von der Serverbetreuung hatten. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Der eigene Server und die rechtliche Verantwortung

Solltest Du den Mut besitzen und ohne große Kenntnisse im Serverbereich einen Root-Server mieten, musst Du dir auch bewusst sein, dass Du für eventuelle Schäden aufkommen darfst. Ein eigener Root-Server ist kein Spielzeug. Sollte dein Server für die Verbreitung von Malware, Spam und anderen illegalen Daten genutzt werden, so wird dich deine Unwissenheit nicht vor Strafe schützen. Bedenke also, ein eigener Server kann dich teuer zu stehen kommen.

Der eigene Server und der Traffic

Gerade am Anfang sind die Besucherzahlen auf einem Blog recht gering und selbst das günstigste Webspace-Paket würde sich ob der geringen Arbeit nur langweilen. Sollte sich über die Zeit die Besucheranzahl signifikant erhöhen und die Performance langsam nachlassen, kann immer noch auf einen eigenen Server gewechselt werden.

Der eigene Server und die Anzahl der Daten

Vor langer Zeit habe ich einen Kunden übernommen, dem wurde von seinem Webdesigner ein managed Server empfohlen. Die Kosten beliefen sich auf rund 100 Euro im Monat. Nicht nur, dass die Zugriffe sehr gering waren, die Website war eine kleine Webvisitenkarte mit drei statischen HTML-Seiten. Die Vermutung liegt nahe, dass der (Ex-) Webdesigner einfach noch eine Provision für die Vermittlung abgreifen wollte. Das ist zwar ein extremes Beispiel, soll aber aufzeigen, dass ein Server oftmals viel zu überdimensioniert ist.

Gründe gegen einen eigenen Server – das Fazit

Ein Server ist sicher eine tolle Sache, doch nicht immer notwendig. Gerade wenn Du mit deinem Blog oder Firmenseite noch am Anfang stehst, solltest Du genau überlegen, ob Du wirklich einen eigenen Server benötigst, oder ob ein normales Webhosting-Paket eventuell ausreicht. Das kann dir nicht nur viel Geld, sondern auch eine Menge Arbeit sparen.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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