Besser lernen: Lernhemmende Faktoren vermeiden

Es gibt verschiedene Umstände, die das Lernen behindern, ohne direkt etwas mit dem Lernen direkt zu tun zu haben. Diese Faktoren lassen sich relativ leicht beeinflussen, wenn man sie kennt und sich im Klaren ist, wie sie wirken.

Im Folgenden werden wir die verschiedenen lernhemmenden Faktoren betrachten.

Besser lernen und körperliche Faktoren

Um optimal zu lernen ist nicht nur unser Geist gefordert, auch unser Körper ist am Lernerfolg beteiligt.

Wenn wir uns unwohl fühlen oder gar krank sind, fällt das Lernen schwer, unsere Aufnahmebereitschaft ist reduziert und wir brauchen für die Verarbeitung der Informationen länger.

Denselben Effekt erleben wir, wenn wir müde, abgespannt oder erschöpft sind.

Besser lernen und die Gefühle

Gefühle können ebenso das Lernen hemmen. Wenn wir Sorgen haben, Ängste uns unruhig werden lassen oder wir einfach Unlust verspüren, wird das Lernen manchmal zur wahren Quälerei.

Je nachdem wie stark die negativen Gefühle sind, erscheint  der Lernstoff endlos und zieht sich wie Kaugummi. Zum Schluss ist der Erfolg oftmals äußerst dürftig.

Andersherum sind positive Gefühle sehr förderlich für das Lernen. Der Lerninhalt wird besonders gut aufgenommen, wenn wir ihn mit positiven Gefühlen verbinden, deshalb sollte man immer möglichst motiviert ein Lernthema bearbeiten.

Optimal ist es, wenn die Motivation durch den Lernstoff selbst geschaffen wird, weil uns das betreffende Thema einfach interessiert und wir begierig sind, mehr darüber zu erfahren.

Wenn wir einfach nur etwas lernen müssen, aber das Thema uns nicht reizt, sollten wir uns die nötige Motivation „außerhalb“ suchen, indem wir uns zum Beispiel selbst eine Belohnung in Aussicht stellen oder uns eine Belohnung von anderer Stelle erwartet. Das könnte die Anerkennung anderer Menschen sein oder eine Gehaltserhöhung, bzw. höhere Gewinne als Selbständiger.

Besser lernen: Art und Einteilung des Lernstoffs

Ein weiterer Faktor, der den Lernvorgang negativ beeinflusst, ist die Einteilung eures Lernstoffs.

Wenn Ihr zu viel Lernstoff auf einmal bewältigen wollt, indem Ihr zum Beispiel zwei Lektionen hintereinander durchnehmt, wird euer Lernerfolg gemindert. Eine Lektion hemmt praktisch die Aufnahme und Festigung der jeweils anderen Lektion. Grundsätzlich ist also die richtige Dosierung für das optimale „Aufwand-Erfolgs-Verhältnis“ ausschlaggebend.

Außerdem ist es so, dass je mehr sich die Lerninhalte der Lektionen gleichen, umso mehr beeinträchtigen sie sich gegenseitig, dies nennt man Ähnlichkeitshemmung.

Die Ähnlichkeitshemmung ist eine Hemmung des Gedächtnisses, wenn es um ähnliche Lerninhalte geht, die sich nicht genügend von einander abgrenzen lassen.

Es gibt verschiedene Situationen, in denen eine Ähnlichkeitshemmung auftreten kann, zum Beispiel wenn bereits Gelerntes durch Neues ersetzt werden soll, also etwas umgelernt oder korrigiert werden muss.

Dann, wenn etwas neu Gelerntes Altbekanntes verdrängt, so dass dieses alte Wissen schließlich vergessen wird und bei Bedarf wieder neu erarbeitet werden muss.

Ein gutes Beispiel dafür ist das alte Handy, das man oft noch als Reserve in der Schublade liegen hat, es aber nach geraumer Zeit nicht mehr richtig bedienen kann, weil man die Funktionsweise des neuen Handys zu sehr im Kopf hat, das Wissen über das alte Handy wurde praktisch ersetzt.

Um die Ähnlichkeitshemmung beim Lernen zu umgehen, sollte zwischen zwei ähnlichen Lerneinheiten eine Pause liegen.

Noch besser ist es, wenn die Lektionen so eingeteilt werden, dass zwei gleichartige Lerninhalte nicht unmittelbar aufeinander folgen. Je deutlicher sich ein Lernthema zum vorherigen unterscheidet, umso besser.

Besser lernen und die innere Uhr

Großen Einfluss auf unseren Lernerfolg hat auch unsere persönliche innere Uhr.

Um die beste Zeit zum Lernen zu finden, sollten wir unsere innere Uhr, sprich unseren individuellen Biorhythmus gut kennen. Jeder Mensch hat seine Hoch- und Tiefpunkte zu einer bestimmten Tageszeit.

Selbständige haben oft eher die Möglichkeit als Angestellte, ihre Zeit freier einzuteilen, nutzt diesen Vorteil so weit es geht. Reserviert einen Teil der Zeit, an der ihr eure Tageshöchstform erreicht für euer Lernprogramm.

Auf der anderen Seite, macht eure Pausen, wenn ihr eure Tiefpunkte habt. Wenn dies nicht immer machbar ist, bzw. nach einer Pause noch einiges an Tiefpunkt übrig bleibt, versucht in dieser Zeit nur die leichtesten Aufgaben zu erfüllen.

Richtet das Level eurer Arbeit weitestgehend nach eurer momentanen Form – eurer inneren Uhr aus. Solltet Ihr euren Biorhythmus nicht kennen, beobachtet euch eine Weile und macht Notizen, zu welcher Tageszeit Ihr besonders leistungsfähig oder besonders träge seid.

Besser lernen: Lernhemmende Faktoren vermeiden – Das Fazit

Ihr seht, es gibt einige Faktoren, die dem ein oder anderen vorher vielleicht nicht so bewusst waren oder als vernachlässigbar erschien, die aber einiges an Optimierungspotenzial zum besser lernen enthalten.

Das bedeutet, es stehen euch diverse „Schrauben“ zur Verfügung an denen Ihr drehen könnt um eure Lernarbeit zu erleichtern und euren Lernerfolg zu erhöhen.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

1 Comment

  • Tanja Glaser

    10. Februar 2014

    Hallo.
    Es hat mir sehr geholfen
    Danke