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Deaddrops – Die kultige Art des Filesharings

Deaddrops oder auch tote Briefkästen sind sicher dem ein oder anderen aus Agentenfilmen bekannt.

Der tote Briefkasten ist ein Austauschplatz für geheime Nachrichten – der Ort ist nur den Involvierten bekannt.

Vor fast einem Jahr, im Oktober 2010 wurden die toten Briefkästen (Deaddrops), von dem deutschen Medienkünstler Aram Bartholl auf eine neue Art und Weise erneut ins Leben gerufen.

Sogar die Weltpresse hat den einen oder anderen Artikel den Deaddrops gewidmet.

Die Idee ist so einfach wie auch spaßig. Man (oder Frau) nehme einen USB-Stick, speichere interessante Daten darauf, suche sich ein lauschiges Plätzchen und bringe den USB-Stick dort an.

Zementiert in Mauerwerken, Treppen oder anderen Orten, die einem gerade einfallen warten die Deaddrops darauf von anderen Gleichgesinnten entdeckt zu werden.

Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass der USB-Stick – Verzeihung der Deaddrop – wasserdicht verpackt wird oder an einer Stelle angebracht wird, die fernab von Wasser ist.

Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass kein Eigentum mit dem Deadrop beschädigt wird.
Wenn Du Deinen eigenen Deaddrop gesetzt hast, mache ein paar Bilder von der Umgebung Deines Deaddrops und vom Deaddrop selbst und veröffentliche alles in der Deaddrop-Datenbank.

Dort kannst Du auch sehen, wo auf der Welt die Dreaddrops verteilt sind und welche Speichergröße die verschiedenen Deaddrops haben.

Für eine genaue Beschreibung solltest Du Dir das Deaddrop-Manifest durchlesen. 🙂 Derzeit gibt es 635 Deaddrops auf der ganzen Welt verteilt und täglich werden es mehr. Online Filesharing war gestern, Deaddrops sind die Zukunft.

Natürlich ist das nicht ernst gemeint aber insgesamt ist die Idee tote Briefkästen auf diese Art in unser Computer-Zeitalter zu bringen sehr charmant.

Bedenken gibt es natürlich auch, wie auf jedem Datenträger, können auch hier von besonderen Spaßvögeln Viren verteilt werden. Schließlich weiß niemand was auf dem Deaddrop gespeichert wurde.

Es gilt also besonders aufzupassen, wenn mit dem Notebook am nächsten Deaddrop angedockt wird, um zu sehen was Mister oder Miss X mit der Welt teilen möchte.

Ansonsten kann nur noch gesagt werden, USB-Stick, Spachtel, Spachtelmasse kaufen und mitmachen. Share the planet. 😉

Hast Du auch schon einen Deaddrop gesetzt oder hälst Du diese Aktion schlicht für sinnfrei?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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