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Google Verweiser und andere Tücken der Recherche

Heute gibt es einen Artikel in eigener Sache.

Es war wieder einmal soweit. Ich saß an einem Projekt und hatte ein Problem, welches ich nicht auf Anhieb zu lösen vermochte.

Da das Internet auf fast jede Frage eine Antwort bereithält machte ich mich frohen Mutes auf die Suche nach einer Lösung.

Dass meine bis dato noch gute Laune mal wieder umschlagen und ich auf die Suche nach einem Kantholz gehen würde um meine Zähne darin einzuschlagen, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Tante Google warf das ein oder andere Ergebnis aus und ich las verschiedene Foren und Blogbeiträge, die zwar ähnliche Themen hatten aber sich nicht wirklich zur Problemlösung eigneten.

Nach einiger Zeit der Recherche fand ich endlich den ersten Forenpost, der voll auf das Gesuchte zutraf.

Ich las also den Thread quer – und dann traf ich auf einen meiner Lieblingssätze:Bemüh doch einfach für Thema xyz die Google-Suche. – Thema beendet.

Mein erster Gedanke war, danke, zensiert weil nicht Jugendfrei, ich habe die Googlesuche bemüht.

Nun gut, Zeit ist Geld und Geld haben wir nicht – also nicht lange ärgern und weiter auf die Suche nach einer Lösung machen.

Ein paar Minuten später fand ich ein anderes Forum, erneut begann ich zielstrebig alle entsprechenden Posts zu lesen.
Die Jungs und Mädels waren auch fleißig dabei dem Fragenden bei der Problemlösung zu helfen.

Ich sprang an das Ende des Threads, da hier ja meist der Abschluss und die Lösung zu finden ist und dabei stieß ich auf den zweiten meiner Lieblingsätze im Internet:

Vielen Dank, der Thread kann geschlossen werden, ich habe die Lösung.
….
….
….

Mein Körper reagierte mit Schweißausbrüchen, Zitteranfällen und am liebsten hätte ich den Herrn laut brüllend mit den Worten „dann poste gefälligst auch diese Lösung“ durchgeschüttelt.

Da alles Klagen nichts nützt, dachte ich mir, Mund abputzen und weiter im Text. Leicht genervt machte ich mich also weiter auf die Suche nach einer Lösung meines Problems.

Da traf ich dann auf die dritte Version meiner Lieblingsposter. Jene die alle Lösungsansätze sinngemäß mit den Worten: „das ist ja alles Quatsch was Du da machst“ zunichtemachen und den entsprechenden Thread trashen ohne in ihrer dummschwätzerischen Art auch nur den Ansatz einer Lösung anzubieten.

Da ich meinen Monitor noch benötigte und eine Axt dem armen technischen Gerät sicher nicht gut tut (der Arme kann ja auch nichts dafür) atmete ich ein paar Mal tief durch und ging joggen.

Zum Glück fand ich später noch eine vernünftige Hilfestellung im Netz und konnte dadurch das Problem auf elegante Weise lösen.

Fazit:
Ich wünsche jedem Menschen Glück und Erfolg auf dieser Welt – doch in diesen Momenten hatte ich die Hoffnung, dass den oben genannten Personengruppen zu mindestens die ein oder andere kleine Hämorride am Allerwertesten wächst.

Und eines ist sicher – ich werde mich niemals dazu hinreißen lassen, dass ein Suchender am langen Arm verhungert.

Was ist Deine Meinung zu diesen Situationen und wie verhältst Du Dich bei Fragen im Internet – Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar. 🙂

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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