Diese schlechten Angewohnheiten solltest Du als Blogger meiden

Diese schlechten Angewohnheiten solltest Du als Blogger meiden

Planst Du auch einen eigenen Blog, oder hast sogar schon einen Blog erstellt? Bist Du schon fleißig am Bloggen und mit Spaß bei der Sache? Dann hoffe ich, dass Du verschiedene schlechte Angewohnheiten von Bloggern von Beginn an meidest. Du bist dir nicht sicher, welche schlechten Angewohnheiten deinem Blog langfristig schaden könnten? Dann solltest Du dir den folgenden Artikel in Ruhe durchlesen.

Der Erfolg als Blogger muss her – am besten Vorgestern!

Gerade Anfänger im Bereich Bloggen sind sehr ungeduldig und oftmals zieht sich diese schlechte Angewohnheit über Monate hin bis der Blog aufgeben wird. Doch ein Blog benötigt in der Regel viele Monate bis er eine ansehnliche Anzahl an Besuchern aufweisen kann.

Besucher im sechsstelligen Bereich werden meist erst über Jahre erreicht. Je mehr gute Artikel auf einem Blog erscheinen, desto größer wird die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen und je höher wird die Anzahl potentieller Leser. Das ist jedoch ein Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist. In der folgenden Grafik siehst Du den Sichtbarkeitsverlauf des bekannten Onlinemagazins t3n.

In diesem 4 Jahresverlauf, erstellt mit der Online Marketing Suite Xovi*, erkennst Du sehr schön, wie sich die Sichtbarkeit stetig steigert und nicht von der einen zur anderen Sekunde explodiert. Sei als Blogger also geduldig und bewahre Ruhe.

t3n-sichtbarkeitsverlauf

Erfolgreiche Blogger werden 1:1 kopiert

Wer als Blogger erfolgreich werden will, sollte sich von den Besten inspirieren lassen – jedoch nicht mehr. Nur wenn Du als Blogger deine eigene Persönlichkeit vertrittst, eigene Ideen entwickelst und deinen eigenen Stil schaffst, wirst Du auf Dauer mit deinem Blog Erfolg haben können. Dazu passt eine berühmte Weisheit, die Du so oder in ähnlichen Varianten im Netz findest:

“Wer ständig in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren.”

Es gibt zwar auch Negativbeispiele in denen Copyblogger sehr wohl Erfolg haben mit ihrem Blog, aber das sollte die traurige Ausnahme bleiben.

Es spricht natürlich nichts dagegen, dass Du bereits vorhandene Themen aufgreifst und aus deiner Sicht darstellst, aufbereitest und mit eigenen Ideen erweiterst. In der Wissenschaft ist das Gang und Gebe, jedoch solltest Du dann so nett sein und auch deine Quellen nennen.

Gerade die Nennung von Quellen schaffen nicht einmal sogenannte Problogger. Warum das so ist? Keine Ahnung, vielleicht fürchten sie um ihren Status als Experte. Dabei formen erst verschiedene Quellen den echten Experten. Mehr zum Thema Quellenangabe auf Wikipedia.de

Auf Fragen von Kommentatoren wird nicht geantwortet

Das ist eine schlechte Angewohnheit, die mich selber teilweise zur Weißglut bringt. Ein Blogger schreibt einen Artikel, stellt Thesen auf oder erläutert eine Problemstellung und wenn man als Leser eine Frage hat, herrscht Schweigen im Walde. Das ist für jeden Blogger eine Verhaltensweise, die Du dir nicht angewöhnen solltest. Solltest Du auf gestellte Fragen keine Antwort wissen, dann ist das halt deine Antwort.

Man kann nicht alles wissen und das ist auch gut so. Jedoch deine Leser zu ignorieren ist unterste Schublade und lässt dich als Blogger auch in einem schlechten Licht dastehen. Nimm dir die Zeit und gehe auf deine Kommentatoren ein. Selbst wenn es dir nicht jeder dankt, es gehört einfach zu einer vernünftigen Blogkultur dazu.

Der Blog wird mit Werbung und Links überladen

Es gibt eine Reihe von wirklich sehr guten Blogs im Internet. Doch viele davon habe ich aus meinem Feedreader gestrichen. Der Grund ist ganz einfach, die Usability dieser Blogs ist unter aller Kanone. Überladen mit dutzenden von Kategorien, Werbelinks und Werbebannern hat man als Leser kaum noch einen Überblick.

Da ich als Internetnutzer der ersten Stunde mich noch den Adblockern verwehre, vermeide ich den Kontakt zu solchen Blogs schlicht. Auf Blogsheet habe ich mittlerweile jegliche Bannerwerbung verbannert, ähm verbannt. Gutes Geld lässt sich auch anders verdienen und man muss seine Leser nicht mit Werbung geißeln.

Zwar ist an Werbebannern nichts auszusetzen, aber bitte mit Bedacht. Zudem ist der mobile Bereich nicht mehr zu unterschätzen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet über Smartphone oder Tablet und hier wird das Highspeed Internet nach einem bestimmten Datenvolumen gedrosselt.

Zuviel Werbung kostet deinen Lesern also nicht nur Nerven, sondern auch noch Geld. Es gibt keinen Grund mit Macht über Nacht reich werden zu wollen und in der Regel funktioniert das auch nicht. Meist verärgert man auch nur potentielle Leser oder zwingt sie geradezu zur Nutzung eines Adblockers.

Diskussionen über die Notwendigkeit von Adblockern wären entbehrlich, wenn viele Blogger und Websitebetreiber mit ihrer Werbung nicht übertreiben würden. Denn grundsätzlich stehen viele Internetnutzer der Werbung sehr offen gegenüber.

Bereits 2009, als das Internet von PopUps, LayerAds, Werbebannern und anderen Gedöns nur so überflutet wurde, haben in einer Umfrage 71% der User angegeben, dass sie Werbung gar nicht bis nur ein klein wenig stört.

statista-bannerwerbung

Negative Kritik abbügeln oder ignorieren

Als ich 2001 meine erste Website ins Netz stellte und mit anderen Websitebetreibern in Kontakt getreten bin, war der Austausch über Blogs noch nicht so populär wie heute. Damals hat noch die gute alte Mail hergehalten, Gästebücher oder gar das Telefon.

Es wurde sich ausgetauscht und positive sowie negative Kritik angebracht. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass gerade negative Kritik bei vielen Bloggern als Königsmord angesehen wird. Doch gerade negative Kritik hilft einem sich zu verbessern. Wenn einem die Leser nur Honig um den Mund schmieren, kehrt schnell Selbstgefälligkeit ein und die Gefahr des Stillstands ist gegeben.

Es gibt genug hungrige, wissbegierige und intelligente Blogger dort draußen, die sich ständig verändern, anpassen und neue Wege gehen. Die Kritik deiner Leser ist ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste, Werkzeug um als Blogger dauerhaft zu bestehen. Nutze die Kritik deiner Leser weise, gut und mit Respekt.

Schlechte Angewohnheiten als Blogger – das Fazit

Es gibt einige Blogger, die sich selber durch schlechte Gewohnheiten im Wege stehen und sich das Leben selber erschweren. Dies waren spontan fünf Angewohnheiten, die man als Blogger ablegen oder gar nicht erst übernehmen sollte.

Welche Gepflogenheiten sollte man deiner Meinung nach als Blogger unterlassen? Oder bist Du der Meinung, dass prinzipiell gilt: „Mein Blog, meine Meinung, meine Regeln“? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

7 Comments

  • Martin Grünstäudl

    5. September 2013

    Den Satz „Es gibt zwar auch Negativbeispiele in denen Copyblogger sehr wohl Erfolg haben mit ihrem Blog“ finde ich irgendwie witzig. Ich weiß zwar was gemeint ist, aber grade der Blog copyblogger.com ist einer der meistbesuchten Blogs der Welt – mit Millionen von Besuchern jeden Monat 🙂 (copyblogger wird dort als Wortzkreuzung zwischen Bloggen und Copywriting = Werbetexten verstanden und wird sicher auch zur Genüge kopiert durch all die Jürgen Schnicks dieser Welt 🙂 )

  • Andreas Meyhöfer

    5. September 2013

    Hallo Martin,

    an den Blog „copyblogger.com“ habe ich in diesem Moment gar nicht gedacht. So kann es gehen, da wird ein einfaches Wort wunderbar zweideutig. 🙂

    Viele Grüße Andy

  • Christian

    6. September 2013

    Hey Martin,

    mal wieder ein gelungener Artikel =)

    Gruß

    Christian

  • Andreas Meyhöfer

    6. September 2013

    Hallo Christian,

    ich glaube Du wähnst Dich gerade auf dem falschen Blog. 😉

    Viele Grüße Andy

  • Ralf Hellwig

    7. Dezember 2013

    Hallo Andy,
    ich finde deinen Blog wirklich gut geschrieben.
    Ich möchte auch einen Blog auf meiner Webseite starten,weiß aber noch kein richtiges Einstiegsthema.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, sollte sich mein Blog auf meine Webseite beziehen.
    Kannst du mir vielleicht beim Anstupsen und dem richtigen Start Hilfestellung geben.(Thema,richtiges gebiet, wo ich mich „verbloggen“ sollte).
    Schon mal vielen Dank fürs Lesen.
    Mit freundlichem Gruß
    Ralf

  • Andreas Meyhöfer

    8. Dezember 2013

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für dein Lob. 🙂
    Ich melde mich bei Dir per Mail.

    Viele Grüße Andy

  • Mary

    30. April 2014

    Interessant wäre auch mal die Meinung anderer zur („feindlichen“) Blogübernahme.

    Ein Beispiel, ein User und eine Userin übernehmen mit ellenlangen Kommentaren, in denen sie ihr ergoogeltes „Wissen“ zum Eingangsthema zum besten geben, somit den BE und die Kommentatoren mit ihrem „Sachverstand“ beeindrucken, um sich dann im weiteren Verlauf gegenseitig die Bälle zuzuspielen, häufig mit persönlichen Bemerkungen aufeinander eingehen, sich immer als allererste einen grünen Zustimmungsdaumen geben aber in eigenen Blogs höchst richterlich darüber wachen, dass diese nicht „aus dem Ruder“ laufen.

    Geschieht und geschehen auf einer Partnerschaftsbörse 50plus.