Die 10 Gebote für jeden Blogger

Die 10 Gebote für jeden Blogger

Ich habe schon lange an keiner Blogparade mehr teilgenommen, nicht weil ich keine Lust hatte, sondern aus schlichtem Zeitmangel. Jetzt hat Martin von 1001erfolgsgeheimnisse.com zu einer Blogparade aufgerufen, zu der ich einfach meinen Senf dazugeben muss.

Es geht um die besten, wichtigsten, tollsten und selbstverständlich absolut genialsten Tipps für Neueinsteiger in die Welt des Bloggens. Bei diesem Thema kann ich meine Finger nicht stillhalten, jedoch gebe ich Dir keine simplen Tipps.

Dieser Blogartikel enthält die 10 Gebote der Blogger-Bibel, die unumgänglichen Ethik-Regeln für alle die das Bloggen leben und lieben. Quasi die absoluten Grundlagen die dich dein ganzes Bloggerleben begleiten sollten. Viel Spaß beim Lesen!

Gebot 1 – Du sollst nicht fremde Artikel kopieren

Je mehr das Bloggen salonfähig wurde und je größer der Kreis der Blogger wurde, desto stärker wurden die verschiedensten Artikel kopiert. Denn auch oder gerade beim Bloggen gilt, dass Content auch Umsatz bedeutet. Eine beliebte Methode ist das Kopieren und Übersetzen von englischsprachigen Artikeln.

Was in früheren Zeiten noch grundsätzlich verpönt war, wird mittlerweile von großen Blogs oder Magazinen betrieben. Der Druck genügend und regelmäßig Inhalte zu generieren scheint nur ein Beweggrund zu sein. Selbstverständlich spricht nichts dagegen Themen aufzugreifen und den eigenen Standpunkt zu vertreten, doch spätestens bei der 1:1 Kopie eines Artikels sollte eine Grenze gezogen werden.

Außerdem solltest Du bedenken, dass ein Verstoß gegen das Urheberrecht sehr teuer werden kann.

Gebot 2 – Sei nicht maßlos und gierig

Bloggen wird verstärkt als Quelle zum Geld verdienen angesehen und es ist auch nichts Verwerfliches daran seinen Blog zu monetarisieren. Entziehe dich jedoch der Versuchung deinen Blog mit Werbebannern, Layern, Textlinks, PopUps und anderen Zeugs zu überladen.

Noch besser ist es am Anfang deiner Bloggerkarriere auf Werbung komplett zu verzichten. Die paar Euro im Monat machen dich nicht reicher und deine Blogleser werden es dir danken, wenn sie nicht von Werbung erschlagen werden.

Gebot 3 – Du sollst nicht lügen

Du wirst in deinem Bloggerleben mit Sicherheit das ein oder andere Produkt vorstellen, Dienstleistungen empfehlen oder anderweitig Berichte verfassen.

Egal welche Verdienstmöglichkeiten Du dabei hast, bleibe immer ehrlich gegenüber deinen Lesern. Dein guter Ruf ist das größte Kapital im Internet und nichts ist schlimmer als wenn Du deine Glaubwürdigkeit verlierst.

Gebot 3 - Du sollst nicht lügen

Gebot 4 – Schöne nicht deinen Lebenslauf

Dieses Gebot geht Hand in Hand mit Gebot Nummer 3. Ich schaue mir gerne Profile von Bloggern und Selbständigen im Internet an um etwas über den Werdegang zu erfahren. Immer öfter finde ich dabei Personen die angeblich schon seit 20 Jahren im Internet Websites erstellen, Online-Marketing betreiben oder anderweitig tätig sind.

Jeder der seine Online-Karriere auf diese Weise schönen will, sollte bedenken, dass es Dank archive.org oder Google möglich ist solche Aussagen zu prüfen. Wer behauptet schon seit 1990 im Web zu arbeiten und es finden sich jedoch nur Projekte aus dem letzten Jahr, der macht sich schlicht unglaubwürdig.

Es ist kein Problem wenn Du dich als Einsteiger positionierst und das auch so kommunizierst. Jeder hat einmal angefangen, wichtig ist ausschließlich die Wertigkeit deiner Beiträge. Auch wenn ich mich hier wiederhole – Behalte zwingend deine Glaubwürdigkeit bei, sie ist dein wichtigstes Kapital als Blogger.

Gebot 5 – Respektiere deine Mitbewerber

Du wirst früher oder später auf die Suche nach Tipps für Artikel oder Traffic gehen. Du wirst dann auf Tipps treffen mit Aussagen wie „Polarisiere oder breche die Regeln“.

Das ist auch völlig in Ordnung und kann sogar ein wichtiger Bestandteil deiner Bloggerstrategie werden. Du solltest jedoch niemals deine Bloggerkollegen beleidigen, üble Nachrede betreiben oder anderweitig versuchen deinen Mitbewerbern zu schaden.

Das Internet ist kleiner als Du denkst und gerade die Blogosphäre ist ein Dorf. Bloggen ist ein Gemeinschaftssport und nichts ist schlimmer als aus dem Teams ausgeschlossen zu werden. Niemand wird dich mehr verlinken oder empfehlen, der Tod für einen Blog.

Gebot 6 – Bleibe Dir selber treu

Wer kennt nicht das berühmte (Teil-) Zitat von Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Selbstverständlich ändern sich Ansichten und Einstellungen, das gehört zur Entwicklung eines Menschen dazu.

Doch wer sich ständig wie ein Fähnchen im Winde dreht, verliert seine eigene Persönlichkeit als Blogger. Doch genau die benötigst Du um dich von anderen Bloggern abzugrenzen – erwähnte ich schon die Glaubwürdigkeit? 😉

Blogger bleib dir treu!

Gebot 7 – Geben ist seliger denn Nehmen

Hier blicke ich immer wehmütig über den großen Teich. Während es für unsere US-Kollegen selbstverständlich ist, sich untereinander zu verlinken, Empfehlungen auszusprechen und miteinander zu agieren, ist die Deutsche Blogosphäre oftmals eine One-Man-Show.

Das Konkurrenzdenken ist so fest in unseren Köpfen verankert, dass das „nicht gönnen können“ vielen Bloggern selber im Weg steht. Wenn Du jetzt denkst, das gilt nur für Blogger-Einsteiger, dann irrst Du.

Selbst sogenannte Alpha-Blogger, die ihren Bereich als Early Adopter dominieren, verweisen selten auf fremde Blogger. Ganz besondere Spezialisten predigen zwar immer wie wichtig die Verlinkung untereinander ist, wenn Du genau hinschaust erfolgt meist aber nur eine Verlinkung zu US-Blogs welche keine Konkurrenz darstellen oder zu anderen Alpha-Bloggern.

Gebot 8 – Du sollst kein Black Hat SEO betreiben

Wer einen Blog betreibt, möchte selbstverständlich auch in den Suchmaschinen, vorzugsweise Google gefunden werden. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist also auch für Blogger ein großer und wichtiger Bereich.

Wenn Du jedoch SEO betreibst, solltest Du auf Spielereien wie Kommentarspam, Suchmaschinenspam und auf andere Scherze verzichten.

Gebot 8 - Du sollst kein Black Hat SEO betreiben

Halte Dich an die Webmasterregeln von Google und an deinen gesunden Menschenverstand. Nur mit einer sauberen und ehrlichen Suchmaschinenoptimierung wirst Du langfristig mit deinem Blog Erfolg haben.

Gebot 9 – Beleidige nicht Deine Leser

Diese Regel mag logisch sein, doch es wird die Zeit kommen in der Du kurz davor stehen wirst diese Regel zu brechen. Das Internet ist voller Trolle, Sockenpuppen und anderen Usern die nur darauf aus sind zu provozieren oder zu denunzieren.

Egal wie schlimm sich dein Gegenüber benimmt, bewahre zu jedem Zeitpunkt die Ruhe. Als professioneller Blogger kannst Du dir keine verbalen Ausrutscher erlauben.

Gebot 10 – Gebe deine Quellen an

Dieses Gebot wird von den meisten Bloggern gebrochen. Ich weiß nicht woran es liegt, doch die wenigsten Blogger geben ihre Quellen an. Die Gründe mögen so unverständlich wie verschieden sein. Die Angst nicht als Experte anerkannt zu werden oder der pure Linkgeiz sind nur zwei von vielen möglichen Beweggründen.

Du solltest solche Einstellungen gleich von Anfang an nicht verinnerlichen. Denn Blogartikel werden für deine Leser hochwertiger wenn Du ihnen Quellen und weiterführenden Links anbietest. Stelle Dir einfach selber die Frage was für einen Blog Du eher regelmäßig besuchen würdest.

Einen der nur in seinem eigenen Universum lebt oder ein Blog der dir als Leser nicht nur hochwertigen Content bietet, sondern auch noch weitere gute Seiten empfiehlt.

Die 10 Gebote für jeden Blogger – das Fazit

Das waren sie schon, die 10 wichtigsten Gebote für deine zukünftige Bloggerkarriere – einfach und simple oder nicht?

Für noch mehr Tipps zum Thema Bloggen für Anfänger empfehle ich Dir unseren Blogartikel Blog erstellen leicht gemacht.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

13 Comments

  • Martin+Grünstäudl

    17. Januar 2014

    Hallo Andy,

    vielen Dank für deine Teilnahme an der Blogparade und den schönen Artikel zu den 10 Geboten des Bloggens 🙂

    Zum Thema Verlinkungen: Ich denke, nicht nur Alpha-Blogger verlinken fast ausschließlich auf andere Alpha-Blogger (wenn sie überhaupt verlinken). Das tun auch alle anderen Blogger. Auch Beginner oder mäßig fortgeschrittene verlinken sich nur selten untereinander. Aber wie überall im Leben tritt wohl auch hier die 80/20 Regel in Erscheinung. 20 Prozent der Blogger erhalten 80 Prozent der Links (ich glaube sogar, dass das Verhältnis noch viel krasser ist). Ich sollte also Alpha-Blogger werden.. hmmm… 🙂

    Liebe Grüße
    Martin

  • Sylvia Grotsch

    17. Januar 2014

    Danke, prima, wird ausgedruckt! Neuerdings gibt es „copyfree-Blogs“. Fing wohl in den USA an. Ergebnis: Ich finde die Artikel, die ich dort schon gelesen habe, in leicht veränderter Form bei deutschen Bloggern vor. Was mich ärgert. Denn ein paar abgewandelte Sätze verändern nicht den Inhalt. Ergo: Ich meide Blogs, wo ich die Erfahrung mache, dass sie sich copyfree-Inhalte zunutze machen.

    Wer hat denn diesen göttlichen Dackel gezeichnet :-)?

    Herzlich, SG

  • Andreas Meyhöfer

    17. Januar 2014

    Hallo Martin,

    Anfänger im Bereich Bloggen wissen es meist nicht besser. An wen sollen sie sich auch orientieren außer an den Platzhirschen. Der Alpha-Blogger weiß es besser, handelt aber oft nicht danach, zumindest im deutschsprachigen Raum.

    Auch hier sind unsere US-Kollegen weitaus vereinter. Wasser predigen und Wein sollte auf Dauer nicht funktionieren. Leider werden große Blogs selten bis gar nicht mehr hinterfragt.

    Die Backlinks verteilen sich im Verhältnis sicher genauso wie der Wohlstand auf dieser Welt… in jedem Fall ungerecht. 😉

    LG Andy

  • Andreas Meyhöfer

    17. Januar 2014

    Hallo Sylvia,

    das ist der Grund warum ich seit geraumer Zeit ein bekanntes Tech-Magazin meide.
    Ständig Artikel aus dem US-Raum banal übersetzt nur um Content zu generieren. Da lese ich lieber das Original und meide den Fake.

    Den Dackel hat meine Frau gepinselt. 🙂

    LG Andy

  • Marco

    20. Januar 2014

    Super Zusammenstellung. Das sollte wirklich zur Pflichtlektüre für jeden werden, der vorhat, einen professionelleren Blog aufzubauen. Das die Punkte nicht aus der Luft gegriffen sind, sieht man, wenn man sich einige der erfolgreicheren Blogs im Netz ansieht. Die Mehrheit der Blogger dahinter halten sich an die genannten Regeln. Das wichtigste für mich ist immer, dass der Blogger ehrlich zu sich selbst und seinen Lesern ist.

  • Ben

    1. Februar 2014

    Starker Artikel!

    Authentizität, Ehrlichkeit und Transparenz sind wirklich mega wichtig. Das nicht zu vergessen ist manchmal gar nicht so einfach.

    Direkt geteilt! =)

  • Sonja Schuhmacher

    16. Februar 2014

    Hallo Andreas, danke für Deinen informativen Artikel, der mir als relativem Neuling Einblicke in die Abgründe der Blogosphäre bietet.
    Herzliche Grüße
    Sonja

  • Harry

    9. März 2014

    Zu Gebot 4 hätte ich noch eine Bemerkung:
    Lange „Web-Karrieren“ können auch im nicht öffentlichen Bereich entstehen, z.B. in Netzen großer Firmen (Intranet, Extranet). Dort ist die Zielrichtung zwar ein wenig anders. Die Projekte sind aber teils deutlich anspruchsvoller als im Internet.

  • Christiane

    25. März 2014

    Guten Tag,

    herzlichen Dank für diesen guten Artikel! Bedauerlich ist, wie sehr auch unter Bloggern immer wieder deutlich darauf hingewiesen werden muss, dass ehrlich letztendlich am Längsten währt, und dass die aktive Anerkenntnis der Qualitäten anderer Blogger nicht nur nicht weh tut und keine Lobhudelei ist, sondern Spaß macht und hilfreich ist.

    Liebe Grüße

    Christiane

  • Kartin Eberhard

    8. August 2014

    Sehr Interessanter Artikel, viele nützliche Informationen die man dadurch sammeln kann und werde sie einsetzten!

  • Andreas Meyhöfer

    9. August 2014

    Hallo Katrin,

    ich wünsche Dir viel Erfolg beim umsetzen der Tipps. 🙂

    LG Andy