Warum Blogs die nur aus bezahlten Artikeln bestehen Murks sind

Warum Blogs die nur aus bezahlten Artikeln bestehen Murks sind

Ich lese gerne und viel die Beiträge anderer Blogger. Nicht nur um Futter für den Blogsheet Blog Blick zu haben, sondern auch um eventuell von anderen Blogs zu lernen und mich zu verbessern. Doch in den letzten Monaten treffe ich vermehrt auf Blogs, die kein echtes eigenes Thema haben.

Es werden wild Artikel veröffentlicht für die der Blogger bezahlt wurde ohne Rücksicht auf Verluste. Doch wer sich nur auf bezahlte Artikel konzentriert, wird sich über kurz oder lang keinen Gefallen tun. Heute gebe ich meine Sicht der Dinge zum Besten, warum ich von Blogs nichts halte, die nur mit bezahlten Artikeln geführt werden.

Dem Blog fehlt der rote Faden

Wie Eingangs schon erwähnt, werden Artikel auf Teufel komm raus veröffentlicht. Egal ob die Themen zueinander passen oder nicht. Es gilt einzig und alleine das Einkommen zu maximieren.

Doch wer als Blogger auf seinem Blog keinen Schwerpunkt verzeichnen kann, wird es schwer haben eine treue Lesergemeinde aufzubauen. In der heutigen Zeit haben sogenannte Mischblogs einen schweren Stand und das nicht nur bei potentiellen Lesern, sondern auch bei Tante Google.

Bezahlartikel Blogs sind Betrug am Leser

Die meisten Blogs, welche ihren Schwerpunkt in bezahlten Artikeln haben, kennzeichnen diese Artikel nicht als sogenannte „sponsored Posts“. Meist ist diese mangelnde Kennzeichnung eine Voraussetzung entsprechender Anbieter bzw. Auftraggeber.

Zudem sollen die bezahlten Artikel natürlich positiv und wohlwollend verfasst werden. Doch der Leser vertraut auf eine ehrliche Rezension des Bloggers und gibt eventuell sogar viel Geld aufgrund der gelesenen Empfehlung aus. Bereits 2011 haben 25% der potentiellen Kunden auf Blogs nach Produktempfehlungen gesucht. Diese Leser vertrauen natürlich auf einen ehrlichen Bericht.

Blogs als Meinungsbilder

Bezahlte Artikel beeinflussen die Meinung des Bloggers

Selbst wenn der bezahlte Artikel als solcher gekennzeichnet wird, ist es unglaublich schwer sich nicht zu einer positiven Rezension hinreißen zu lassen. Schließlich möchte man seinen Auftraggeber nicht verärgern und auch in Zukunft weitere Aufträge erhalten.

Kein Klient hat Interesse daran, dass sein Produkt oder seine Dienstleistung verrissen wird, insbesondere wenn er dafür auch noch bezahlt. Zwar gibt es immer wieder Blogger, die ihre Neutralität zum Schluss eines Beitrags versichern, ein schaler Beigeschmack verbleibt dennoch.

Experten erkennen Blogs mit bezahlten Artikeln

Nicht nur Blogger, die sich in den Bereichen Affiliate-Marketing und Geld verdienen im Internet auskennen, erkennen einen bezahlten Artikel von Weitem. Der bezahlte Artikel muss dazu nicht einmal als solcher kenntlich gemacht sein.

Artikelkäufer sind oftmals bekannt und die Blogartikel an sich folgen immer dem gleichen Muster. Doch gerade Experten im eigenen Bereich sind wichtig um die eigene Reichweite des Blogs zu erhöhen. Das Problem ist nur – solche Blogartikel werden gar nicht bis selten geteilt und empfohlen.

Das rechtliche Problem mit der mangelnden Kennzeichnung

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ist an der Stelle unnachgiebig und bietet eine Menge Potential für Abmahnungen von Mitbewerbern. Grundsätzlich gilt, dass eine klare Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten vorhanden sein muss.

Eine Abmahnung kommt oft unerwartet

Ferner sind die werblichen Inhalte vom Blogger klar zu kennzeichnen, ansonsten kann es sich um Schleichwerbung handeln. Die mangelnde Kennzeichnung von bezahlten Blogposts kann also sehr teuer werden. Weitere Informationen findest Du auf e-recht.24.de in dem Artikel „Gekaufte Fans und bezahlte Blogposts: Was Sie über Werbung in Blogs, Facebook und Twitter wissen müssen“.

Blogs mit bezahlten Artikeln – das Fazit

Habe ich grundsätzlich ein Problem mit bezahlten Blogposts? Nein, sicherlich nicht, ich bin der Meinung, dass sponsored Posts eine gute Möglichkeit sind sein Einkommen zu erhöhen. Jedoch solltest Du eine positive Rezension generell nur dann verfassen, wenn Du wirklich 100% hinter dem Produkt stehst.

Weiterhin gilt es, Blogartikel für die Du bezahlt wirst, auch als solche zu kennzeichnen. Blogs die jedoch zu einem Großteil nur aus bezahlten Artikeln bestehen, fliegen bei mir ganz schnell aus dem Feedreader. Die Artikel bieten selten echten Mehrwert oder Tiefgang und auch der Blogger sinkt bei mir ganz schnell in seiner Glaubwürdigkeit.

Was ist deine Meinung zu Blogs, die hauptsächlich aus bezahlten Artikeln bestehen? Sind sponsored Posts ohne Kennzeichnung ein legitimes Mittel oder Betrug am Leser? Ich freue mich auf deine Meinung.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

3 Comments

  • Roland Engert

    20. September 2013

    Ich zum Beispiel habe neben mehreren Themanblogs auch Mischblogs. Mein stärkster behandelt mein regionales Umfeld und das was mir so passiert.

    Das kann von „wie koche ich Marmelade“ bis hin zu „ich benutze ein Dieseladditiv um das ruckeln weg zu bekommen“ gehen. Mit dabei sind auch WordPress- Software- und Computertipps.

    Wenn nun Google meint ich dürfe hier mein Leben im Internet nicht mehr spiegeln – na gut, ist deren Problem. Dann muß man halt mehr in soziale Plaudernetzwerke gehen und dort die Artikel verbreiten. Bringt ebenso Links und Leser.

    Google alleine kann nicht mein Maßstab für mein Bloggerleben sein. Internet ist ursprünglich eine freie Kultur. Google hat das in eine Zwangsjacke gesteckt. Jeder rennt Google hinterher weil er Geld verdienen möchte.

    Wenn man sagt, Mischblogs sind schlecht für Google und somit dem Geld verdienen, dann dürfte es doch auch so sein, dass sich kaum Auftraggeber für diese Blogs finden.

    Das kann ich aber nicht behaupten. Dieser erwähnte Hobbyblog hat Nebeneinnahmen in der Höhe eines Nebenjobs. Also nicht die Welt, aber immerhin.

    Dass man einen Auftrag nicht mit einem geplanten Thema verknüpfen kann stimmt auch nicht ganz.
    Wieso sollte ich keine kleine Story über eine Regenwanderung schreiben die ich gemacht habe mit dem Fazit „ich sehe mir regenfeste Wanderschuhe von xy an“? Das ist alles möglich.

    Klar weiß ich was mit dem Artikel gemeint ist, es gibt genug Beispiele die oben geschriebenes belegen. Aber es gilt nicht pauschal.

    Ich habe die Erfahrung gemacht dass Themenblogs ebenfalls nicht objektiv in ihrer Meinung sind. Das auf alle zu beziehen wäre grundverkehrt. Aber diese Themenblogs die dann ein überteuertes Template als das beste anpreisen gibt es eben auch.

  • Andreas Meyhöfer

    20. September 2013

    Hallo Roland,

    vielen Dank für deinen umfangreichen Kommentar. Selbstverständlich ist das Leben nicht nur in die Kategorien schwarz und weiß einzuteilen.

    Das betrifft ebenso den möglichen Erfolg von Mischblogs bis hin zu Hobbyblogs oder die Objektivität von Themenblogs. Die (Internet-)Welt hat viele verschiedene Farbabstufungen.

    Auch ich verbinde Erfahrungsberichte mit der Bewerbung von Produkten. Der Produktlink wird dann aber von mir als Werbung gekennzeichnet und der Artikel bietet dem Leser einen entsprechenden Mehrwert.

    Das ist bei vielen Blogs die ausschließlich aus bezahlten Artikeln jedoch nicht gegeben. Die Produkte wurden meist nicht getestet, es wird dem Leser durch das berühmte Storytelling etwas vorgekaukelt und der Mehrwert tendiert gegen null.

    Mir persönlich gehen solche Blogs gegen den Strich und aus meiner Erfahrung heraus haben die meisten dieser Blogs keine lange Überlebensdauer. Egal ob der Inhaber das Interesse verliert oder der Blog bei den Lesern auf eine schwarze Liste kommt.

    Viele Grüße

    Andy

  • Roland Engert

    20. September 2013

    Hallo Andy,
    ich muß sagen, dass ich nach absenden meines Kommentars etwas aufgewühlt war, ein sicheres Zeichen dass ich zuviel Emotion hinein gelegt habe.

    Dass es viele schlechte Artikel gibt, dass es falsche und irreführende Erfahrungsberichte und Bewertungen gibt, das ist mir klar und da gebe ich dir zu 100% Recht.

    Es ist wie im richtigen Leben, jeder hat einen Tipp für dich. Es gibt nur wenige denen ich ohne weiteres Nachdenken glaube.

    Was mich zu starker Emotion hingerissen hat ist die Verbindung zu Google. Google ist einfach ein Korsett das uns Bloggern und Webmastern bald mehr Zeit kostet als die Bloggerei selbst.

    Das mit Google bedeutet doch bloß dass derjenige der Geld hat oder clever ist, von mir aus auch kriminell genug ist, Google für sich benutzen kann.

    Damit ändert sich nicht die Qualität der Bloginhalte sondern die Motivation trotz Google zu bestehen ist die Triebfeder (ich hoffe ich habe das verständlich ausgedrückt).

    Mich würde interessieren wie das Internet aussähe wenn es eine parallele Suchmaschine gibt, die einen völlig anderen Algorithmus hat als Google. Kann von mir aus auch Google-1 sein.

    So, und jetzt lese ich deinen neuen Artikel „Wie mit kritschen Kommentaren umgehen“

    Beste Grüße
    Roland