Das Storyboard einer Wedsite

Das Storyboard – Bestandteil der Planung eines Webauftritts

Nach dem Ihr euer Brainstorming abgeschlossen habt, alle Ideen gefunden wurden und bevor Ihr euch dem eigentlichen Design, also Farbgebung oder grafische Gestaltung, eurer Website widmet solltet Ihr euch an die strukturelle Planung eurer Website setzen.

In dieser Planung werden alle Elemente, die auf eurer Website vorkommen sollen, platziert und die Aufteilung der einzelnen Unterseiten bis ins kleinste Detail vorgenommen.

Im Storyboard können und sollen eure Ideen und alle Inhalte berücksichtigt werden. Wenn Ihr an alles gedacht habt, so dass bei der Umsetzung keine Fragen mehr offen bleiben, dann ist euch das Storyboard für den Webauftritt perfekt gelungen.

Durch ein gutes Storyboard könnt Ihr euer Projekt viel besser visualisieren, das erleichtert euch die weitere Designarbeit und erspart euch meistens unerwartete Probleme, die gerne mal kurz vor Projektabschluss auftauchen.

Im Folgenden gebe ich euch Anregungen, wie Ihr euer Storyboard aufbauen könnt.Vieles in diesen Punkten läuft parallel, bzw. die einzelnen Arbeitsschritte bedingen sich gegenseitig.

Demnach kann keine strikte Reihenfolge festgelegt werden, Ihr werdet im Laufe eurer Arbeit sicherlich ab und an springen müssen und hier und da euer Storyboard ändern und immer weiter vervollständigen.

Die globale Strukturierung der Website

Die Navigationshierarchie / Menüstruktur: Wie viele Seiten hat die Website, in welcher Reihenfolge sind die einzelnen Seiten angelegt und wie sind sie untereinander verknüpft.

Entwerft eine Sitemap. So habt Ihr einen Überblick und euch kann es nicht passieren, dass zum Beispiel, nachdem Ihr endlich in stundenlanger, liebevoller Kleinarbeit eure Webseite grafisch gestaltet habt, die Menüpunkte gar nicht alle in die Navigationsleiste passen.

Stellt Euch nur einmal vor, Ihr wisst nicht, wohin mit den überzähligen, aber dringend benötigten Menüpunkten.

Die Zuordnung der Seitentypen: Wie viele unterschiedliche Seitentypen werden gebraucht und welche Seite hat welchen Seitentyp. Ein Seitentyp ist der Aufbau/das Schema einer einzelnen Webseite.

Die Strukturierung der Seiten

Alle Seitentypen: Der Aufbau des jeweiligen Seitentyps wird erarbeitet, das Layout wird im Detail festgelegt. Platzhalter bestimmen Größe, Lage und Art aller Inhalte und Elemente.

Die Startseite oder Indexseite: Eure Startseite ist wie das Cover eines Buches, sie macht neugierig und lädt den Besucher zum Bleiben ein. Der erste Eindruck zählt, Ihr solltet der Startseite eures Internetauftritts extra viel Sorgfalt zukommen lassen. Wo platziert Ihr, wenn vorhanden, euer Logo oder euren Slogan. Mit welchen Inhalten begrüßt Ihr eure Besucher, wo sollen Bilder sein und wo Texte, wieviel Platz sollen diese einnehmen, usw.

Auch die Lage und die Abmessungen für die Navigationsleiste(n) und für das Breadcrumb gehören dazu.

Ebenso den Header und den Footer nicht vergessen. Es sollen wirklich alle Elemente berücksichtigt werden, das gilt für den Einbau auf der Seite, genauso, wie für das bewusste Weglassen einzelner Elemente. Ihr müsst natürlich, als Beispiel, keinen Footer auf eurer Website haben, aber Ihr solltet ihn nicht einfach vergessen, sondern geplant und begründet weglassen.

Alles andere wäre Flickschusterei, wenn man im nachhinein etwas ändern muss, weil man nicht daran gedacht hat, kann es einem das ganze Seitenkonzept durcheinander bringen und dann ist der Frust nicht weit.

Die Unterseiten: Eine denkbare Vorgehensweise um weitere Seitentypen neben der Startseite skizzieren zu können wäre Folgende:

Zuerst solltet Ihr euch darüber klar sein, welche Inhalte eure Unterseiten haben werden und welchen Zweck sie erfüllen sollen. Dann könnt Ihr die einzelnen Unterseiten aufteilen und inhaltsähnliche Seiten in einer Gruppe zusammenfassen.

Zum Beispiel können die Seiten mit einem Formular eine Gruppe bilden, eine andere Gruppe kann aus den Seiten mit Bildern oder einer Galerie bestehen, in der nächsten Gruppe sind alle Seiten mit einer Tabelle.

Die Anzahl der weiteren Seitentypen richtet sich dann nach der Anzahl der Gruppen. Da die Seiten in jeder einzelnen Gruppe sich sehr ähnlich sind, könnt ihr nun ein passendes Seitenlayout für jede  Gruppe erarbeiten.

Fazit:

Diese kleine Anleitung für ein Website-Storyboard soll vor allem als Anregung dienen, Euch Anhaltspunkte und Ideen liefern, wie Ihr einen Internetauftritt strukturiert planen könnt. Eine solide Planung ist das Fundament eines Projektes und erspart Euch viel, viel Zeit und Nerven 😉

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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