Der perfekte Artikel

Der perfekte Blogartikel – Mythos oder Wahrheit?

Jeder Blogger ist auf der Suche nach ihm – er ist das goldene Vlies des Internetzeitalters, der heilige Gral des Königreichs World Wide Web oder der Messias der Religion Bloggen – der perfekte Blogartikel.

Doch wie schreibst Du als Blogger den perfekte Blogartikel erstellt und gibt es diesen überhaupt.

Es gibt viele Optimierungstipps und Legenden im Internet, doch wie es mit Legenden oft so ist, nicht alles entspricht der Wahrheit.

Betrachten wir uns gemeinsam im Folgenden die einzelnen Bestandteile eines Blogartikels.

Der Titel eines Blogartikels

Jeder Blogartikel benötigt eine Überschrift, die dem potentiellen Leser einen Eindruck darüber gibt was ihn erwartet.

Wenn es optimal läuft, wird der Leser sofort neugierig und hat das Gefühl am Ende seiner Suche angekommen zu sein.

Je nach Zielgruppe kann überlegt werden, ob der Titel mit einer reißerischen Meldung garniert, als Fragestellung gestaltet oder direkt eine Lösungsmitteilung implementiert wird. Natürlich sind auch Mischformen möglich.

Die Einleitung des Blogartikels

Die ersten Sätze im Artikel sind mit die wichtigsten. Hier muss dafür gesorgt werden, dass der Leser den Artikel nicht sofort wieder schließt, sondern er muss zum weiterlesen bewogen werden.

An der Stelle ist es sinnvoll den Inhalt des Titels nochmal aufzugreifen und zu definieren. Wenn der Leser das Gefühl hat, er hat das Thema gefunden nach dem er gesucht hat, ist die erste Schlacht gewonnen.

Die Struktur eines Blogartikels

Wenn du einen Blogartikel schreibst solltest du darauf achten, dass der Gegenüber diesen auch flüssig lesen kann. Gerade das Lesen am Monitor unterscheidet sich extrem von den klassischen Printmedien.

Der Leser scannt die einzelnen Absätze anders und auch die Augen ermüden schneller. Es gilt Sätze nicht zu verschachteln, sinnvoll Überschriften zu setzen, wenn möglich mit Aufzählungen zu arbeiten und gegebenenfalls wichtige Stellen durch Textformatierungen hervorzuheben.

Bei aller Moral zur Strukturierung des Textes solltest du immer darauf achten, es mit den einzelnen Methoden und Werkzeugen nicht zu übertreiben.

Im Idealfall ist der Blogartikel so strukturiert, dass der Leser an die Hand genommen und geführt wird, ohne dass er es bemerkt.

Mehrwerte im Blogartikel

Ein Blogartikel soll unterhalten, muss dem Leser aber auch die berühmten Mehrwerte liefern. Wenn du  deine Texte ausschließlich mit inhaltslosen Floskeln füllst, wirst du deine Leser schneller vergraulen als dir lieb ist.

Natürlich darfst du einzelne Punkte eines Blogartikels auch ausführlicher ausgestalten und dem Leser eventuell mit Grafiken anschaulich aufbereiten.

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt wie du Mehrwerte deinen Lesern und Lesrerinnen präsentieren kannst.

Ein Blogartikel muss einzigartig sein

Damit ist nicht gemeint, dass das Thema noch nicht im Internet zu finden ist. Solche Inhalte sind zwar ideal, jedoch wirst du es schwer haben regelmäßig entsprechende Themen zu finden.

Natürlich können vorhandene Inhalte und Artikel neu aufgegriffen, modifiziert und erweitert werden. Doch gilt es darauf zu achten, dass der Inhalt am Ende einzigartig ist.

Texte 1:1 zu kopieren ist ein absolutes Tabu aber einfach nur ein paar Wörter ändern ist auch nicht akzeptabel.

Bereite das gewählte Thema aus Deiner Sicht der Dinge auf, gehe eventuell tiefer in das Thema hinein und erweitere das Thema um Punkte die nach deiner Meinung noch fehlen.

Aufgrund der Individualität der Menschen kann ein Artikel schon einhundertmal vorhanden sein und trotzdem gibt es viele Menschen die erst beim hundertersten Artikel Zugang zur Materie finden – eben weil dieser genau den richtigen Punkt beim Gegenüber getroffen hat.

Es gibt auch tausende von Mathematikbüchern obwohl die Grundregeln immer gleich bleiben – aber die Aufbereitung ist immer eine andere.

Blogartikel für den Leser und nicht für SEO

Natürlich ist es wichtig, dass geschriebene Artikel gefunden werden und in den Suchmaschinen auf den vordersten Plätzen stehen.

Doch bei aller Suchmaschinenoptimerung sollte darauf geachtet werden, dass der Artikel lesbar bleibt. Zudem kann hier auch die allgemeine Betriebsblindheit zuschlagen.

Es ist gut möglich, dass der Artikel mit einer intuitiv gestaltet Suchphrase eher gefunden wird als ein Artikel, der bewusst auf ein oder mehrere Keywords optimiert wurde.

Schreiben soll Spaß machen und nicht in einer mathematischen Herausforderung enden ob das Verhältnis der Schlüsselwörter zum allgemeinen Text stimmt.

Die optimale Länge eines Blogartikels

Gleich vorweg, die optimale Länge eines Artikels gibt es meiner Auffassung nach nicht. Selbstverständlich ist ein Artikel mit einem Satz zu wenig, dafür gibt es Dienste wie Twitter.

Jedoch kann ein Text mit 200 Wörtern mehr Inhalt und Mehrwerte bieten als ein Text mit 3000 Wörtern.

Zwar heißt es immer Content ist King und tatsächlich steht Google und Co auf Inhalt aber wenn die Leser den Artikel als mangelhaft empfinden, wird sich das auch über kurz oder lang im Ranking bei den Suchmaschinen auswirken.

Der Schluss eines Blogartikels

Am Ende eines Artikels sollte das Thema nochmal kurz zusammengefasst und mit einem Fazit, das nicht extra ausgewiesen werden muss, beendet werden.

Wenn man noch einen Bogen zur Einleitung schlagen kann, ist der Text optimal gestaltet. Damit kommen wir nun zum….

…Fazit eines perfekten Blogartikels

Der perfekte Blogartikel ist ein Gebilde aus vielen Faktoren und ist genau dann geschrieben, wenn der Autor und die Leser mit dem Inhalt zufrieden sind und für sich die berühmten Mehrwerte entnehmen konnten.

Wer schreiben möchte, sollte sich weniger damit beschäftigen ob der Blogartikel perfekt ist, sondern einfach seiner Kreativität freien Lauf lassen. Der Rest kommt mit der Zeit von ganz alleine.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Waelti

    20. Januar 2012

    Starker Artikel.

    Statt Keywords zählen mache ich neuerdings den blablameter.de Test.
    Die 0.22 von dem Artikel hier schaffe ich nicht immer. Den Wert finde ich –
    für dieses Thema – ganz hervorragend.

    Bei dem Teil: „Bereite das gewählte Thema aus Deiner Sicht der Dinge auf, gehe tiefer in das Thema hinein und erweitere das Thema um Punkte die nach deiner Meinung noch fehlen.“ gehe ich häufig anders vor. Nicht tiefer sondern, ganz im Gegenteil, straffer. Kürzer.
    Mache ich nicht immer, jedoch eben häufig.

    Ist ja im unteren Teil, bei den „200 Wörtern“ auch so gemeint?

    Bisschen Trost ist manchmal auch nötig, auch das habe ich gefunden:
    „Der Rest kommt mit der Zeit von ganz alleine.“

    Wie war das mit „Gottes Ohr“? 🙂

    Jedenfalls thx für die Lektüre!

    LG

  • Andreas Meyhöfer

    20. Januar 2012

    Hallo Waelti,

    danke für Dein Lob. 🙂

    Den blablameter habe ich auch mal vor gefühlten Ewigkeiten getestet. Ein lustiges Tool.

    Manchmal ist es für Schreiber und auch den Leser besser, wenn nur die Quintessenz eines Themas herausgearbeitet wurde. Hier kommt es sicher auch darauf an für wen man den Artikel ausarbeiten möchte.

    Beides, den Artikel straffen oder tiefer bearbeiten, sollte eher als Möglichkeiten und Beispiele dienen. Ich denke da sollte noch ein „eventuell“ in den Satz hinein, dann wird das deutlicher. 🙂

    Meiner Meinung nach wird sich guter Inhalt auf Dauer durchsetzen und auch Gottes Ohr erreichen. Man muss nur mit Spaß und Ausdauer am Ball bleiben.

    Viele Grüße Arcon