Logo-Design für Existenzgründer – Was muss beachtet werden?

Logo-Design für Existenzgründer – Was muss beachtet werden?

Aushängeschild einer Firma ist das Logo. Der Entwicklung eines wirkungsvollen Logos sollte man daher von Anfang an große Aufmerksamkeit schenken. Gerade für Existenzgründer ist es wichtig, schnell in den Köpfen der potenziellen Kunden verankert zu werden. Doch was muss genau beachtet werden, um ein erfolgversprechendes Logo zu gestalten?

Kriterien, die ein gelungenes Logo erfüllen muss

Ein Logo muss auf jeden Fall einzigartig sein und sich deutlich von den Logos der Konkurrenten abheben. Um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, muss es besonders einprägsam sein. Dies gelingt durch einfache Formen und den Einsatz von möglichst wenigen Farben. Werden in einem Logo zu viele Farben verwendet, schadet dies der Wiedererkennung und wirkt zudem schnell unseriös. Im Gegenzug verbinden Kunden eine Firma schnell mit einer bestimmten Farbe, was wiederum förderlich für die Wiedererkennung ist. Ein zu detailliertes Logo ist nicht einprägsam. Außerdem gibt es bei solchen Logos häufig Schwierigkeiten, diese auch bei einer kleinen Abbildung, wie z. B. auf einer Visitenkarte, noch gut zu erkennen. Hier gilt der Grundsatz „Weniger ist mehr!“.

Wichtig ist, dass ein Logo – egal ob bei einer kleinen oder großen Abbildung – immer gut zu erkennen ist. Es muss also skalierbar sein und deshalb als Vektorgraphik-Datei wie z. B. als EPS vorliegen. Im Zusammenhang mit der Skalierbarkeit steht auch die Reproduzierbarkeit. Ein Logo muss sich sowohl auf Visitenkarten und Briefpapier, als auch auf Autos und Plakaten gut erkennbar abbilden lassen. Beachtet werden muss auch, dass ein Logo optisch nicht zu stark von einem aktuellen Trend geprägt ist. Logos sollten zeitlos sein, denn sie begleiten eine Firma ein ganzes Firmenleben lang. Kleinere Modifikationen sind im Laufe der Jahre allerdings üblich.

Logo Design Beispiele

Beispiele von Logo Designs. © Elena Andreeva, fotolia.com

Das Firmenlogo dient nicht nur der Wiedererkennung, es vermittelt auch eine Botschaft. Hilfreich ist hier zunächst die Definition der Zielgruppe – Wer soll angesprochen werden? Ebenso sollte durch das Logo klar werden, was die Firma macht – Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet die Firma an? An dieser Stelle kommt die Frage auf, ob man lediglich eine Wortmarke oder Wort- und Bildmarke verwendet.

Einige bereits lange bestehende und etablierte Firmen haben es geschafft eine so bekannte Marke aufzubauen, dass allein der Umriss des Logos genügt, um die dazugehörige Firma zu erkennen. Die Schaffung einer derart bekannten Marke erfordert allerdings Zeit und auch hohe Investitionen in Marketingmaßnahmen. Als Existenzgründer hat man diese Ressourcen nicht zur Verfügung und muss daher den potenziellen Kunden möglichst schnell klar machen, wofür die Firma steht. Den Kunden muss auf den ersten Blick verständlich vermittelt werden, welche Dienstleistung bzw. welche Produkte die Firma anbietet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt – das Logo ist immer auch die Grundlage für das Corporate Design. Alle weiteren Werbemittel wie Visitenkarten, Briefpapier, Türschild, Plakate oder auch Autoaufkleber werden sich vom Design am Grundkonzept des Logos orientieren. Sogar die Gestaltung der Geschäftsräume richten sich sehr häufig nach dem Stil und der Farbe des Logos.

Die Suche nach dem richtigen Designer

Es stellt sich nun die Frage, ob man ein Logo selbst gestaltet oder diese Arbeit lieber an einen Profi übergibt. Grundsätzlich hat man mit Hilfe spezieller Software die Möglichkeit, unter Beachtung der oben genannten Kriterien, sein Logo selbst zu designen. Der Vorteil liegt auf der Hand – Kostenersparnis. Die Berücksichtigung aller oben genannten Kriterien ist jedoch für den Laien nicht realisierbar. Daher ist es aufgrund der Wichtigkeit des Logos ratsam, in ein professionelles Logo zu investieren und das gleich bei Firmengründung.

Einen Grafikdesigner zu finden ist nicht schwer. Jedoch genau den zu finden, der am besten zum Unternehmen passt und den gewünschten Stil liefern kann, ist nicht immer einfach. Es gibt viele Wege, den richtigen Grafikdesigner zu finden. Einerseits sind Empfehlungen von Bekannten oder anderen Startups eine Möglichkeit. Im Falle einer Empfehlung sollte man sich aber immer die Referenzen des Designers genau ansehen und überlegen, ob der Stil des Designers wirklich auch zum eigenen Unternehmen passt.

Eine weitere interessante Möglichkeit sind Design-Plattformen wie zum Beispiel http://www.designenlassen.de. Hier kann man als Kunde einen Design-Wettbewerb starten, an dem sich gleich mehrere Designer beteiligen und Vorschläge einreichen. In einem kurzen Briefing können die Höhe des Budgets festgelegt, Angaben zum gewünschten Stil gemacht und sogar eigene Skizzen hochgeladen werden. Bereits mit einem kleinen Budget von ca. 250,-€ bekommt man in kurzer Zeit viele individuelle Entwürfe von verschiedenen Grafikdesignern präsentiert und kann sich sein Wunschlogo aussuchen. Findet man trotz der vielen verschiedenen Vorschläge nicht seinen Favoriten, so bekommt man sein Geld wieder zurück. Hier findet man Beispiel-Projekte zum Thema Logo Design.

Fazit zum Logo-Design

Für ein professionelles Logo gibt es viele Kriterien, die es unbedingt zu beachten gilt. Es ist empfehlenswert bei dessen Gestaltung nicht zu sparen, denn diese Investition wird sich auszahlen. Welche Möglichkeit der professionellen Logogestaltung man nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Doch wie einst schon Friedrich Schiller sagte „prüfe, wer sich ewig bindet“, denn ein Firmenlogo irgendwann völlig neu zu gestalten kostet nicht nur Geld, sondern schadet auch dem Wiedererkennungswert und dem Vertrauen der Kunden.


Michael Michael ist Media System Designer und hat 2008 zusammen mit Eugen Sobolewski designenlassen.de gegründet. Er beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Design für Gründer und Kleinunternehmer. Du findest Michael auch bei Google+

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