Warum Perfektionismus nicht vonnöten ist

Warum Perfektionismus nicht vonnöten ist

Egal wo wir in der heutigen Zeit hinschauen, es scheint als wenn Mittelmaß eine der größten Katastrophen darstellt. Der Leistungsdruck fängt bereits in der Grundschule an und findet sich sowohl im Berufsleben als auch im Privaten täglich wieder.

Schönheitswahn, Statussymbole, Ausbildung und Beruf, all das verleitet viele Menschen dazu immer 100% zu geben. Doch wer den Zwang hat nach Perfektion zu streben, schadet auf Dauer nur sich selbst. Im folgenden Blogartikel gibt es 5 Gründe warum es nicht nötig ist, perfekt zu sein.

Perfektionismus kann krank machen

Wenn Du immer nach dem perfekten Ergebnis strebst, setzt Du dich unnötig unter Druck. Dieser Druck muss nicht grundsätzlich falsch sein. Wenn Du dir hohe, aber erreichbare Ziele setzt, kann diese Art des Perfektionismus sogar förderlich sein. Dies wird auch funktionaler Perfektionismus genannt.

Schlimm wird es jedoch, wenn Du deine Maßstäbe so hoch ansetzt, dass Du diese nicht mehr erfüllen kannst und regelmäßig scheiterst. Das Selbstwertgefühl kann sinken, Du fühlst dich ständig überfordert und das Ende vom Lied ist ein psychisches Leiden, welches dich komplett außer Gefecht setzt. In der Wissenschaft spricht man von dysfunktionalem Perfektionismus.

Perfektionismus kann krank machen

Perfektion wird nicht erkannt

Gerade  Blogger sollten nicht zu sehr auf Perfektion setzen. Das bedeutet nicht, dass ein Blogartikel schlecht recherchiert werden sollte oder falsch sein darf. Trotzdem kann das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen bei übertriebener Perfektion einfach suboptimal sein.

Ich lese viele Blogs und stelle auch oder gerade bei den Alphabloggern erschreckend oft sachliche und inhaltliche Fehler fest. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es auch unausweichlich, dass sich Fehler einschleichen, wenn ein Blogartikel mit 800+ Wörtern in 2 Stunden herunter geschrieben wird.

Doch diese Problogger wären nicht so weit gekommen, wenn sie sich darüber Gedanken gemacht hätten. Ganz im Gegenteil, denn sie wissen, dass die meisten Leser ihre Blogartikel nur querlesen und Fehler oftmals unerkannt bleiben. Sollte es doch einen aufmerksamen Leser geben, wird sich brav bedankt und der Fehler behoben.

Perfektionismus kostet Zeit und Ressourcen

Es ist nicht einfach ein perfektes Ergebnis zu erhalten und je mehr Du den Wunsch zu einem perfekten Ergebnis hast, desto mehr Zeit musst Du investieren. Es gab StartUps die so lange an dem Feinschliff eines Projekts gearbeitet haben, dass sie von Mitbewerber überflügelt wurden und ihre eigene Idee zu Grabe tragen mussten.

Bevor Du dich in Perfektion verläufst, ist es ratsam nach dem Pareto-Prinzip zu arbeiten. Das Pareto-Prinzip haben wir bereits in dem Artikel „Pareto Prinzip – Effizienter Arbeiten dank dem Ökonom Vilfredo Pareto“ vorgestellt.

Perfektionismus ist eine Illusion

Es gibt immer wieder Menschen die nach Perfektion streben. Doch eines ist gewiss, so gut Du auch bist, es wird früher oder später immer eine Person geben die besser ist. Es könnte sogar behauptet werden, dass ein perfektes Ergebnis gar nicht möglich ist.

Denn Perfektion ist in der Regel ein subjektives Empfinden. Ein optimales Ergebnis liegt immer im Auge des Betrachters. Es ist vielleicht möglich das Wunschbild der Perfektion zu erreichten, doch es wird immer einen geben der dieses Bild zerstören kann und eventuell auch wird.

Perfektion schreckt ab und macht einsam

Es gibt sicher viele Beispiele um diese These zu untermauern, eine der bekanntesten ist das Traumfrau bzw. Traummann-Syndrom. Es gibt Menschen die scheinen nach außen hin einfach perfekt zu sein. Aussehen, Status, Intelligenz, alles scheint zu passen.

Doch gerade diese Menschen sind oft einsamer als gedacht wird. Denn die Erwartungshaltung aus dem Umfeld ist an den augenscheinlich perfekten Menschen immens hoch.

Warum Perfektion nicht vonnöten ist – das Fazit

Wer immer nach Perfektion strebt, kann den Blick für das Wesentliche verlieren. Der Ehrgeiz besser zu sein als andere, ist sicher ein Schlüssel zum Erfolg. Doch man sollte sich dabei nicht selber im Wege stehen. Der übertriebene Hang zum Perfektionismus kann einen auch zurückwerfen und am Ende stehst Du mit leeren Händen da.

Was ist deine Meinung zum Thema Perfektionismus? Nur eine Illusion oder zwingend erstrebenswert?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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