Selbständigkeit und Rauchen passen nicht zusammen

Selbständigkeit und Rauchen passen nicht zusammen

Dieser Artikel hätte zwar am besten zum Weltnichtrauchertag gepasst, der erst kürzlich gewesen ist, aber das Rauchen bzw. das Nichtrauchen ist genau genommen immer aktuell.

Ganz davon abgesehen, dass Rauchen grundsätzlich wegen seiner gesundheitsschädlichen Wirkung ein großes Problem darstellt, hat Rauchen für einen Selbständigen noch weitere Auswirkungen, über die eine Privatperson nicht nachdenken muss.

Selbständig mit eigenem Büro: Rauchen kein Problem!?

Stell dir vor Du bist selbständig und rauchst täglich einige Zigaretten, ungefähr eine Schachtel. Du hast dein eigenes Büro, in dem Du natürlich auch hin und wieder Kunden oder Geschäftspartner empfängst. Wenn Du keine Mitarbeiter oder Angestellte hast, dann brauchst Du dir um den Nichtraucherschutz weniger Gedanken zu machen.

Da Du als Einzelunternehmer ganz alleine in deinem Büro sitzt gibt es auch niemanden, der sich über den Qualm beschweren könnte. Aber was machst Du, wenn sich ein Geschäftspartner angekündigt hat oder ein potenzieller Kunde dein Büro betritt? Fenster aufreißen und lüften? Leider bringt das nicht viel, schon gar nicht bei Windstille und wenn es draußen warm ist. Die Luft steht im Raum und es dauert ewig, bis ein gewisser Luftaustausch stattgefunden hat.

Und auch wenn das Lüften einigermaßen gelingt, so riecht man dennoch den kalten Zigarettenrauch. Stell dir vor, wie dieser Geruch auf den Besucher wirkt. Auf jeden Fall abstoßend. Außerdem sieht man meistens schon an den gelblichen Wänden eines Büros, dass hier ein Raucher arbeitet und das ist auch nicht besonders einladend.

Ich kenne beide Seiten. Ich war selbst jahrelang Raucher und bin nun seit 7 Jahren nikotinfrei. Ich bin damals oft in Büros und Handwerksbetriebe geraten, in denen geraucht wurde und obwohl ich zu der Zeit selbst noch geraucht habe, empfand ich es trotzdem als unangenehm, von draußen aus der frischern Luft in so einen Raum zu kommen. Gerade wenn das Büro nicht sehr groß war und ein sehr starker Raucher dort saß.

Wenn ich heutzutage in einem Raucherbüro aushalten muss, dann ist mein einziger Gedanke diesen Raum baldmöglichst wieder verlassen zu dürfen. Ich bin überzeugt davon, dass es nicht nur mir so geht, es ist also in keinster Weise erstrebenswert, dass die eigenen Kunden oder Geschäftspartner so empfinden. Das bedeutet, Du solltest dein Büro rauchfrei halten.

Auch Düfte machen Leute

Damit kommen wir zu einem zweiten Problem. Auch wenn Du immer dein Büro verlässt um zu rauchen, so nimmt deine Kleidung doch den Nikotingeruch an, auch Du selbst riechst danach. Menschen, die selbst rauchen, mag das nicht auffallen, aber ein Gegenüber ohne dieses Laster, bemerkt das in den allermeisten Fällen. Viele sind aufgrund dessen negativ auf dich eingestellt, das ist natürlich auch nicht förderlich für die Geschäftsbeziehung.

Viel wertvolle Zeit verraucht

Abgesehen von dem Eindruck auf andere ist ein weiterer zu bedenkender Faktor die Zeit, die man mit Rauchen verbringt oder mit Gedanken an das Rauchen. Rechne einfach mal die Minuten zusammen, die Du damit verbringst „eine rauchen zu gehen“. Auch wenn Du direkt an deinem Arbeitsplatz rauchst, so lenkt das Rauchen trotzdem von der Arbeit ab. Zum Beispiel, wenn Du am PC arbeitest und einen Text schreibst, Du musst immer kurz mit dem Tippen aufhören um an der Zigarette zu ziehen. Da kommt über den ganzen Tag Sekunde zu Sekunde.

Die Konzentration leidet ebenso, denn Raucher denken des Öfteren nicht mehr an ihre Aufgabe sondern an ihre nächste Zigarette und wann sie endlich wieder am Glimmstängel ziehen können. Der sogenannte „Schmacht“ auf eine Zigarette beansprucht mehr Ressourcen als Du zuerst denken magst.

Ich kann auch hier aus eigener Erfahrung sprechen, es ist überraschend, wie viel Zeit man plötzlich zur Verfügung hat, wenn man nicht mehr von der Zigarette abhängig ist. Auch mein Mitblogger und Lebensgefährte Andreas kann das nur bestätigen. Es ist erstaunlich festzustellen, wie viel Zeit wir zusammen allein mit Rauchen verbracht haben, zumal man zu zweit noch mehr diesem Laster verfallen ist als wenn man alleine wäre, denn einer fragt den anderen immer, ob er mitkommt eine Zigarette rauchen.

Aus oben genannten Gründen werden auch rauchende Mitarbeiter ungerne eingestellt, da sie einfach unkonzentrierter und somit weniger produktiv sind. Da hilft es auch nichts, wenn diese Mitarbeiter ausschließlich in den vorgegebenen Pausen rauche. Ganz im Gegenteil, durch den abfallenden Nikotinspiegel zwischen den Pausen sind sie nur noch unruhiger.

Fazit:

Rauchen gefährdet die Gesundheit, allein deswegen ist es ratsam dem blauen Dunst ein Ende zu setzen. Für Selbständige kommt noch hinzu, dass das Rauchen einfach einen schlechten Eindruck auf Kunden und Geschäftspartner macht und obendrein viel mehr Zeit kostet, was einem zuerst vielleicht gar nicht so bewusst ist.

Ich weiß, ich schreibe hier so schön daher und dabei ist es doch so schwer endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Ich kenne das und habe auch einiges an gescheiterten Versuchen hinter mir. Ich kann nur sagen: Nicht aufgeben!

Ich habe übrigens von heute auf morgen aufgehört, meine bessere Hälfte hat es mit dem Nikorette Inhaler geschafft. Er brauchte noch nicht einmal die vollen drei Monate und die gesamte Anzahl an Kapseln pro Tag, so wie es auf der Packungsbeilage stand, sondern war nach vier Wochen schon rauchfrei.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

Comments are closed.