5 Gründe warum ich lieber Blogs von unbekannten Bloggern lese

Wenn Du einen eigenen Blog betreibst, wirst Du nicht darum herumkommen auch andere Blogs zu lesen. Wenn ich jetzt raten müsste, welche Art von Blogs Du meistens liest und verlinkst, werden es sicher die Influencer in deinem Bereich sein.

Jene Blogger die schon seit Jahren am Markt sind und sich einen gewissen Ruf aufbauen konnten. Eventuell wirst Du auch durch Bücher über das Bloggen oder andere Blogs den Hinweis bekommen haben, dass es wichtig ist sich mit den Platzhirschen zu vernetzen.

Ich durchforste das Web jedoch lieber nach unbekannten Blogs. Die Gründe dafür gibt es im heutigen Blogartikel. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen.

Grund 1 – Ich werde mit weniger Werbung gegeißelt

Das Haupteinkommen vieler Pro-Blogger ist die gute alte Werbung. Weitere Einkommensquellen werden selten erschlossen, in Betracht gezogen oder sind lohnenswert. Gerade die Direktvermarktung macht bei vielen großen Blogs neben dem Affiliate Marketing den Löwenanteil am Werbeeinkommen aus.

Da ich zu den Deppen gehöre, die auch in der heutigen Zeit aus Prinzip ohne Werbeblocker im Netz unterwegs sind, muss ich mich teilweise mit einer Anzahl an Werbebannern herumärgern die im zweistelligen Bereich liegt und Google AdSense ist nicht einmal eingerechnet.

Es blinkt und glitzert auf dem Blog wie eine Bordelltür und die Konzentration auf den eigentlichen Inhalt geht dadurch verloren. Bei kleinen und unbekannten Blogs hält sich die Werbung in vielen Fällen noch in Grenzen, auch wenn es hier sicher Ausnahmen gibt.

Viel Werbung auf dem Blog ist nervig

Grund 2 – Klasse wechselt über die Jahre zur Masse

Es gibt einige bekannte Blogs, die ich schon seit einigen Jahren mehr oder weniger unregelmäßig verfolge. Darunter gab es Blogger, die mich wirklich positiv überrascht und beeinflusst haben. Über die Jahre hinweg wurde die Qualität der Inhalte jedoch immer schlechter.

Einige der Blogger fingen an immer mehr Blogs zu erstellen und an verschiedenen Fronten zu kämpfen, oft sogar mit ähnlichen Inhalten. Durch den selbstgemachten Zeitdruck wurden immer mehr belanglose Artikel veröffentlicht, die Rechtschreibung sowie die Grammatik litten deutlich und manchmal versuchten sich diese Blogger in Bereichen, in denen sie einfach keine Ahnung hatten.

Die allgemeine Qualität der Blogs war für mich als langjähriger Begleiter einfach dahin. Natürlich fällt es nicht auf, wenn diese Blogs trotzdem die Masse bedienen können. Die Bild ist auch nicht gerade das Paradebeispiel für Qualitätsjounalismus, trotzdem erreicht sie die nicht hinterfragende Masse und ist dadurch erfolgreich.

Dieses Konzept geht offline wie online auf und so kann ich Blogger, die irgendwann auf Masse setzen, natürlich nicht verurteilen. Schade finde ich es trotzdem.

Grund 3 – Unbekannte Blogger verlinken häufiger auf kleinere Blogs

Im Rahmen einer Studie über Blogs habe ich aktuell über 500 Blogs abonniert. In ein paar Monaten werde ich hier sicher noch genauer darauf eingehen. Eine Erkenntnis konnte ich jedoch schon gewinnen.

Blogger die eher aus Spaß bloggen, erst am Anfang ihrer Bloggerkarriere sind, oder noch keine große Sichtbarkeit in der Blogsphäre haben, verlinken häufiger auf kleinere Blogs als unsere Influencer, die die gegenseitige Verlinkung immer predigen.

Pro-Blogger bleiben häufig unter sich, verlinken auf andere Influencer oder auf unsere US-Kollegen. Hier spürt und sieht man ganz deutlich, dass Pro-Blogger mit mehr Kalkül verlinken und nicht aufgrund des Mehrwertes für ihre Blogleser.

Da die großen Blogs in der Regel jedoch bekannt sind, bringen mir diese Empfehlungen nicht viel. Schließlich möcht ich als Blogger eine Vielzahl anderer Blogs und Sichtweisen kennenlernen und mich nicht immer im Kreis bewegen.

Unbekannte Blogger verlinken oft häufiger auf unbekannte Blogs

Grund 4 – Unbekannte Blogger behandeln auch unspektakuläre Themen

Auch oder gerade als professioneller Blogger gilt es darauf zu achten wirtschaftlich zu handeln. Wenn ein Pro-Blogger 4 Stunden in einen Blogartikel investieren muss, der nur eine Nachfrage von 200 Lesern im Monat hat, wird er diesen Artikel wohl eher nicht schreiben.

Blogger die nicht unbedingt ihr Haupteinkommen mit Bloggen bestreiten müssen, achten in der Regel nicht auf das Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Es wird genauer recherchiert, mit mehr Herzblut geschrieben und mehr Zeit in den Blogartikel investiert. Das spiegelt sich häufig auch in der allgemeinen Qualität wieder.

Da besteht die Recherche nicht aus den ersten 10 Suchergebnissen bei Google um schnell einen Artikel in 60 Minuten herunterzuschreiben, in dem die Inhalte von anderen Blogs einfach nur zusammengefasst und in eigenen Worten wiedergegeben werden.

Ja diese Vorgehensweise habe ich als „Tipp“ nicht erst einmal gelesen und wenn ich einige Blogs beobachte, wird diese Vorgehensweise sehr gerne umgesetzt.

Grund 5 – Unbekannte Blogger sind meist kritikfähiger

Eines habe ich mir schon lange abgewöhnt, Pro-Blogger auf Fehler aufmerksam oder Verbesserungsvorschläge zu machen. Da wird gnadenlos das eigene Ding durchgezogen und negative Kritik entweder weggewischt oder gar nicht erst freigeschaltet.

Schließlich muss die eigene Unfehlbarkeit nach außen hin gewahrt bleiben. Aus der Erfahrung heraus ist das aber eher ein Problem im deutschsprachigen Raum, denn die US-Blogger saugen Kritik regelrecht auf und es entwickeln sich dabei sogar tolle sachliche Diskusionen und Fachgespräche.

Heimische Pro-Blogger sehen Kritik oftmals als Königsmord an und suchen nach den fadenscheinigsten Ausreden um mangelnde Qualität oder Fehler zu begründen.

Warum ich lieber Blogs von unbekannten Bloggern lese – Das Fazit

Das waren nur 5 Gründe, warum ich den großen Blogs immer mehr den Rücken zuwende und mich lieber auf die feine Basis der Blogger konzentriere. Es gibt noch einige andere Gründe die ich hier aufzählen könnte, aber ich wollte den Blogartikel nicht sprengen.

Was sind deine liebsten Blogger? Konzentrierst Du dich eher auf die Influencer, oder schaust Du auch eher über den Tellerand? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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