Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?

Arbeitsgestaltung in der Zukunft, Chancen für Selbständige

Der Arbeitsmarkt und vor allem die Arbeitsplätze werden sich in Zukunft immer mehr wandeln. Wo heute noch Arbeitsplätze fehlen, werden in einigen Jahren die Arbeitskräfte knapp.

Schon seit einiger Zeit kann der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften nicht genügend gedeckt werden.

Dieser Mangel wird nicht auf Wissenschaftler und Ingenieure beschränkt bleiben, sondern sich zunehmend auch auf handwerkliche Berufe ausweiten.

Ursache dafür ist vor allem der demographische Wandel. Laut des statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung der Bundesrepublik bis zum Jahre 2050 um rund 7 Millionen Menschen schrumpfen.

Durch die kontinuierlich zurückgehenden Geburtenraten wird früher oder später in allen wirtschaftlichen Bereichen der Nachwuchs fehlen.

Spätestens in 8 bis 10 Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen, wird eine spürbare Lücke entstehen, die manchem Unternehmen enorme Schwierigkeiten bereiten kann.

Um diesem Mangel zu begegnen gibt es verschiedene Ansätze.

Ältere Arbeitnehmer

Schon heute haben erfolgreiche Unternehmen die Qualitäten ihrer älteren Mitarbeiter erkannt, bzw. wiederentdeckt.

Nicht unbedingt der fehlende Nachwuchs hat bedachte Führungskräfte und Chefetagen dazu bewogen, ältere Mitarbeiter nicht mehr als ineffektiv, weniger belastbar und somit als unnötiges Beiwerk zu betrachten.

Das in einem langen Arbeitsleben angesammelte Wissen und die umfangreiche Erfahrung der älteren Mitarbeiter ist oftmals eine wichtige Grundlage für einen anhaltenden Firmenerfolg. Gerade der Erfahrungsschatz ist unbezahlbar und eine Ressource, die kein Jüngerer zur Verfügung stellen kann.

Intelligente Unternehmer entwickeln zukunftsweisende Modelle um ältere Mitarbeiter länger im Betrieb zu halten und fördern die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Generationen in ihrer Firma.

Frauen

Viel Potenzial für den Arbeitsmarkt liegt in der weiblichen Bevölkerung.

Wenn Frauen mehr und flexiblere Möglichkeiten geboten würden, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen, könnten zusätzliche Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt freigesetzt werden und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen.

Ein Großteil der Frauen kann momentan nur halbtags arbeiten oder nimmt gar nicht am Arbeitsleben teil.

Auch liegt in der weiblichen Bevölkerung Talente, Können und Fachwissen brach, welches für höhere Positionen  dringend gebraucht wird und in Zukunft wohl immer weniger gedeckt werden kann. Immer wieder zeigen sich Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil im Top-Management erfolgreich.

Natürlich gilt auch für Männer, die aufgrund der Familie zuhause bleiben oder nur Teilzeit arbeiten, diese Arbeitskraft durch flexiblere und innovative Arbeitsplatzgestaltung für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Arbeitskräfte aus dem Ausland

uwanderer stützen unsere Sozialsysteme und tragen zum Wachstum bei.

Nicht nur die unbeliebten Arbeitsplätze, für die sich hierzulande kaum ein Arbeitnehmer finden lässt, werden von Migranten ausgefüllt, sondern auch den viel beklagten Fachkräftemangel versuchen Unternehmen durch Anwerbung von Mitarbeitern aus dem Ausland zu decken.

Die Arbeitswelt in Deutschland wird in Zukunft immer multikultureller. Das bedeutet aber auch für die Wirtschaft eine schnellere Entwicklung, denn neue Kulturen bringen neue, andersartige Ideen ein, es werden neue innovative Anreize gesetzt und das Wachstum voran getrieben. Die Globalisierung schreitet unaufhaltsam weiter voran.

Arbeit wird neu strukturiert

Das bisher weit verbreitete starre Korsett des festen Arbeitsplatzes und der festen Arbeitszeit wird den Bedürfnissen vieler Arbeitnehmer und Unternehmen längst nicht mehr gerecht.

Ein Umdenken findet statt, Orts- und zeitgebundene Arbeitsplätze werden immer mehr umgewandelt in flexible Arbeitsplatzkonzepte. Im Zeitalter der Kommunikation wird die direkte körperliche Anwesenheit immer weniger wichtig, Erreichbarkeit und Flexibilität ist gefragt.

Für viele Arbeiten reicht ein Laptop und die Verbindung zum Unternehmen aus. Schon heute arbeiten viele Unternehmensmitarbeiter von zuhause aus, von unterwegs, direkt beim Kunden, oder auch an verschiedenen Orten im Unternehmen selbst – dort, wo sie gerade mit Kollegen zusammentreffen und sich beraten können.

Das Arbeitsmodell der Zukunft sieht vor, die Arbeitnehmer nach Leistung zu bezahlen, nicht mehr nach Anwesenheit im Betrieb. Vorher festgelegte Ziele sollen erreicht werden, dabei spielt es keine Rolle, wo der Arbeitnehmer an diesen Zielen arbeitet.

Mehr Verantwortung und mehr Freiheiten sollen die Kreativität und Zufriedenheit der Mitarbeiter fördern.

Die klassischen Arbeitsplätze in der Produktion werden weiter abnehmen, die Arbeit wandelt sich insgesamt noch mehr zur Dienstleistungsgesellschaft. Auch soziale Dienste wie die Pflege und die Erziehung nehmen zu.

Die Jobs von morgen liegen zum Beispiel in der Forschung und Gesundheit, der Logistik und natürlich in der Kommunikationsindustrie. Bereiche, die mehr Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitsplatzgestaltung offen lassen.

Einerseits werden Unternehmen mehr daran arbeiten, gute Mitarbeiter im Betrieb zu halten, die Löhne für Fachkräfte steigen und Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sollen Arbeitnehmer mehr an die Firma binden.

Andererseits werden durch das generelle Bedürfnis der Unternehmen nach mehr Flexibilität auch die Leiharbeit, die Teilzeit und die befristete Beschäftigung steigen.

Dies bietet enorme Chancen für die Selbständigkeit. Einzelunternehmer und Selbständige haben hier sehr gute Möglichkeiten Firmenkunden zu gewinnen und damit den zunehmenden Bedarf an flexiblen Arbeitskräften, kreativen Köpfen und Spezialisten mit zu decken.

Fazit:

Als Selbständiger kann man recht optimistisch in die Zukunft blicken. Mit Fleiß, Durchhaltevermögen und dem nötigen Know-How stehen einem sehr gute Verdienstmöglichkeiten offen.

Nicht nur als Dienstleister für Firmenkunden, denn die Nachfrage der Unternehmen nach qualifizierten und flexiblen Dienstleistern wird stetig steigen, auch der demographische Wandel eröffnet neue Marktchancen in der Seniorenwirtschaft.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

Comments are closed.