Crowdfunding – Eine Lösung zur Finanzierung auch für Blogger?

Ich weiß nicht wie Dir es geht, aber wenn ich im Rahmen meiner Recherchen im Internet unterwegs bin, habe ich des öfteren interessante Geschäftsideen. Gerade als Blogger kommen wir immer wieder mit unterschiedlichen Problemen, Sorgen und Nöten von eigenen und fremden Bloglesern in Kontakt.

Ich habe schon oft gedacht: „Mensch Andy genau da herrscht gerade ein Mangel“, doch in der Regel fehlt mir schlicht die Zeit und die Manpower mich mit neuen Geschäftsideen auseinander zu setzen. Denn Zeit und Arbeitskräfte bedeuten in der Regel auch einen finanziellen Aufwand – denn meine Kerngeschäfte dürfen während dieser Zeit nicht zum Stillstand kommen.

Im Rahmen eines Projekts bin ich nun mit Crowdfunding in Berührung gekommen und stelle Dir diese Finanzierungsmöglichkeit vor.

Was ist Crowdfunding überhaupt?

Crowdfunding ist ein Kunstbegriff, der sich aus den Begriffen Crowd (Menge) und Funding (Finanzierung) gebildet hat. Es werden also Projekte von einer Vielzahl an Personen, Firmen oder Organisationen finanziert.

Im Deutschen wird auch der Begriff Schwarmfinanzierung genutzt. Ob nun jeder Begriff zwingend einer Übersetzung bedarf, halte ich persönlich für fragwürdig und bleibe auch weiterhin bei dem Begriff Crowdfunding.

Beim Crowdfunding könnten die unterschiedlichsten Ideen und Projekte gefördert werden. Egal ob Künstler, Autoren oder sonstige Kreative, jeder kann seine Idee der breiten Masse vorstellen und auf eine finanzielle Zuwendung hoffen.

Crowdfunding Infografik

Achtung Crowdfunding ist nicht Crowdinvesting

Immer wieder lese ich, dass Crowdfunding mit Crowdinvesting gleichgesetzt, vermischt oder verwechselt wird. Selbst in verschiedenen Online-Lexika oder Portalen für Gründer werden die beiden Begriffe falsch definiert.

Beim Crowdfunding werden potentielle Investoren in der Regel nicht am Unternehmen beteiligt, oder erhalten eine finanzielle Entlohnung. Beim Crowdfunding bekommen Kapitalgeber in der Regel eine symbolische Vergütung in Form von Produkten oder die Nennung als Sponsor.

Beim Crowdfunding steht also eher der Idealismus bei der finanziellen Förderung im Vordergrund.

Crowdinvesting – Das Geschäft steht im Mittelpunkt

Während also beim Crowdfunding eher Idealisten angesprochen werden, geht es beim Crowdinvesting schon härter zur Sache. Beim Crowdinvesting erwerben die Kapitalgeber entweder Anteile am Unternehmen, oder werden anderweitig am Erfolg finanziell beteiligt.

Sollte das Unternehmen im Laufe der Zeit an Wert gewinnen, gibt es auch hier eine entsprechende Entlohnung für die Investoren. Du siehst, auch wenn der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting sehr klein sein mag, so ist er doch wesentlich.

Crowdinvesting vs. Crowdfunding Infografik

Bekannte Portale für Crowdfunding

Eines der bekanntesten Portale weltweit ist sicher kickstarter.com aus den USA. Kickstarter wurde im Jahr 2008 gegründet und konnte schon vielen Startups zu einer ordentlichen Geldspritze verhelfen.

Da das Modell Crowdfunding in den USA mehr als vielversprechend ist, haben sich in Deutschland mittlerweile einige Copycats gebildet. Hier ist sicherlich startnext.de mit das geläufigste Portal im Bereich Crowdfunding.

Wie kann dir Crowdfunding als Blogger helfen?

Wie ich schon erwähnte, ist bei der Realisierung von Ideen oftmals das Thema Ressourcen ein großes Problem. Entweder fehlt einem die Zeit, oder in Teilen das Wissen – auf neudeutsch das entsprechende Know-How. Viele gute Ideen verschwinden dadurch auf Nimmerwiedersehen in der Schublade und werden nie umgesetzt.

Vielleicht hast Du ja durch deine Tätigkeit als Blogger auch schon eine ultimative Idee für ein Plugin, ein Portal oder eine Dienstleistung gehabt, die Du jedoch aufgrund mangelnder Ressourcen respektive Kapital nicht umsetzen konntest. Hier könnte Crowdfunding eine Initialzündung für dein Geschäftsmodell sein.

Du musst dich selbstverständlich trauen deine Idee der Öffentlichkeit preiszugeben und eventuell riskieren abgelehnt zu werden. Doch sind wir ehrlich, wer nicht wagt, kann auch nichts gewinnen.

Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit für Blogger – das Fazit

Es gibt die wahnwitzigsten und skurillsten Ideen, die nicht nur ihren Weg in ein Crowdfunding Portal gefunden haben, sondern auch noch erfolgreich finanziert wurden. Warum also sollte nicht auch deine Idee Förderer finden.

Wie ist deine Meinung zum Crowdfunding? Kannst Du dir vorstellen deine Geschäftsidee darüber finanzieren zu lassen, oder verwirfst Du deine Ideen lieber?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

3 Comments

  • Gregor

    7. November 2013

    Dank Social Media sind solche Tools erst richtig interessant geworden. Schade nur, dass diese Wege in Deutschland noch zu wenig genützt werden und z.B. von Existenzgründungszentren nicht beleuchtet werden.

  • T. Looschelders

    21. November 2013

    Ich kann mir schon vorstellen, dass sich das Thema für Blogger in Zukunft noch weiterentwickelt. In den üblichen Plattformen wie kickstarter oder startnext gibt es ja auch immer wieder crowdfunding-finanzierte Bücher.

    Ein großer Vorteil ist m.E. die Tatsache, dass es hier deutlich differenzierter zugeht als beispielsweise bei flattr. Wenn ich speziellen Content haben will, muss ich dafür zahlen. Hat Potential!

  • Melanie Selber

    13. Februar 2014

    Das System kann auf so Vieles angewendet werden und ist echte Klasse! Man sieht dementsprechend auch die Nachfrage und vor allem wenn es für einen selbst ein bereits gestecktes Ziel ist.

    Super erklärter Beitrag!
    Grüße
    Mel.Sel. 🙂