So wählst Du als Blogger das richtige Thema für deinen Blog aus

Bevor du einen Blog erstellst ist es ratsam, dass Du genau planst, welches Blogthema Du in Zukunft als Blogger bearbeiten und recherchieren möchtest. Die Gründe dafür habe ich dir im Blogartikel  „Vorsicht Blog-Falle!“ vorgestellt.

Ich empfehle dir den Blogartikel im Vorfeld durchzulesen damit dir die Bedeutung dieses Leitgedankens bewusst wird. Solltest Du den Artikel schon kennen, oder einfach kein Interesse daran haben (das wäre jedoch Skandalös! ;)), dann kannst Du natürlich auch gleich hier mit dem Lesen loslegen. Ich wünsche dir viel Spaß und neue Erkenntnisse.

Gut geplant ist halb gebloggt

Wenn Du aus privaten Gründen einen Blog erstellst, ist eine strategische Planung natürlich entbehrlich. Anders sieht es aus, wenn Du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest oder deinen Blog als unterstützendes Marketinginstrument einsetzen willst.

Für einen fachgerechten Blog sieht die Ausgangssituation also ganz anders aus, hier ist eine gute Planung die halbe Miete. Die folgenden Punkte solltest Du  bei der Vorbereitung und Planung deines Blogs mit einbeziehen.

Die (un-)gebliebte Zielgruppenanalyse

Bevor Du einen Blog mit deinem gewählten Thema aufsetzt, hat der liebe Blogger-Gott die Zielgruppenanalyse gesetzt. Wenn Du nicht weißt wie deine potentielle Zielgruppe denkt und agiert, brauchst Du gar nicht erst anzufangen deinen Blog zu erstellen.

Eine Zielgruppenanalyse ist wichtig für dein Blog

Es gibt vielfältige Leitfragen die dir dabei helfen können deine Zielgruppe zu analysieren. Auf infoquelle.de findest Du eine umfangreiche Liste mit entsprechenden Fragen. Extrahiere für deinen Blog die wichtigsten Fragen heraus und beantworte diese sorgfältig.

Die unausweichliche Konkurrenzanalyse

Blogthemen gibt es fast so viele wie Du Sterne am Himmel sehen kannst. Doch besonders die lukrativen Themen sind meist stark überlaufen und seit Jahren von Probloggern besetzt. Meist handelt es sich um Themen rund um Technik, Business, Geld verdienen und ähnlichen Bereichen. Hier solltest Du entweder die einzelnen Themen als Nische noch weiter aufspalten, oder die Kompetenz deiner Mitbewerber genauer unter die Lupe nehmen.

  • Wie stark ist die Lobby deiner Mitbewerber
  • Wie gut ist die äußere Verlinkung
  • Wie hoch ist die Artikelfrequenz
  • Wie schaut es mit der Suchmaschinenoptimierung aus

sind nur einige Fragen die bei deiner Konkurrenzanalyse einen hohen Stellenwert einnehmen sollten. Ich persönlich nutze für die Konkurrenzanalyse unter anderem die Online Marketing Suite von Xovi*, die Du kostenlos testen kannst.

Lasse deine Idee ein wenig ruhen

Eine gute Idee kannst Du mit einem guten Teig vergleichen. Beides sollte einige Zeit ruhen um ein gutes Volumen zu erreichen. Es nützt selten etwas eine Idee vorschnell umzusetzen um dann an allen Ecken und Enden Baustellen zu haben oder Zeit zu verplempern. Schlafe ein paar Nächte darüber oder unterhalte dich mit einer Person deines Vertrauen über deine Idee. Nicht selten haben Außenstehende einen ganz anderen Blick für die Sache.

Ideen brauchen Ruhe um zu reifen

Sondiere potentielle Einnahmequellen

Insbesondere wenn dein Blog Einnahmen generieren soll, ist es sinnvoll, dass Du dich mit möglichen Partnerprogrammen und weiteren potentiellen Einnahmequellen auseinandersetzt. Nicht jedes Thema lässt sich sinnvoll monetarisieren. Gründe dafür könnten sein:

  • Es gibt keine Partnerprogramme
  • Die Werbepreise sind zu niedrig
  • Die Abhängigkeit von einzelnen Werbepartnern ist zu hoch
  • Die Kaufkraft der Zielgruppe ist zu gering
  • Die Käufergruppe informiert sich online, kauft aber offline
  • Das Thema behandelt nur einen kurzfristigen Hype
  • usw.

Gerade die Monetarisierung hat schon so manchen Blogger aufgeben lassen. Keiner arbeitet gerne 40 Stunden in der Woche und mehr um nachher nur Peanuts übrig zu haben. Geld ist zwar kein dauerhafter Motivator um langfristig zu bloggen, die unterstützende Fähigkeit eines soliden Einkommens für die Moral sollte jedoch keinesfalls unterschätzt werden.

Dein erstes intensives Blogartikel-Brainstorming

Wenn Du dich mit deinem neuen Blog-Thema beschäftigst, wie viele potentielle Artikel fallen dir dazu ein? Sind es weniger als 10? Mehr als 100? Setze dich hin und erstelle unbedingt eine erste Liste mit Ideen für Artikel. In den ersten 15 – 20 Minuten solltest Du schon auf ca. 30 – 50 Ideen für deinen neuen Blog kommen ohne noch großartig zu recherchieren.

An dieser Stelle gilt, je mehr Ideen desto besser!  Nachdem Du deine Liste mit Ideen für deine Blogartikel vorliegen hast, beginnt Du zu schreiben, noch bevor dein Blog online ist. 15 – 20 vorgeschriebene Blogartikel sind als Basis ein guter Anfang. Davon veröffentlichst Du bei deinem Blogstart 10 Blogartikel und die restlichen Artikel behältst Du als Puffer in der Hinterhand.

Kontrolliere deinen Aufwand für die ersten Blogartikel genau

Vertrau mir an dieser Stelle wenn ich dir sage, dass die Kontrolle deiner Arbeitszeit für die verschiedenen Artikel immens wichtig ist. Setze dich in Ruhe hin und verfasse deine Artikel in Ruhe, ohne Ablenkung und in einem vernünftigen Arbeitstempo ohne dutzende Pausen zwischendrin.

Du musst genau wissen, was Du im Durchschnitt an Arbeitszeit für deine Artikel investieren musst. Die wenigstens Blogger denken am Anfang wirtschaftlich, was ist einer der größten Fehler überhaupt ist. Die Aufwands – und Erfolgskontrolle gehört für einen professionellen Blogger von Anfang an dazu.

Lese Dir zu diesem Thema auch unbedingt unseren Blogartikel „Weißt Du wie erfolgreich Dein Blog wirklich ist?“ durch.

Was ist, wenn der Blog trotzdem erfolglos bleibt?

Jetzt hast Du dir viele kluge Ratschläge geholt, alles genau geplant und mit Kalkül deinen neuen Blog erstellst und es passiert … nichts! Keine Einnahme, kein Erfolg, keine Sau interessiert sich für dich. Dann sei willkommen in der Welt von Selbständigen die gescheitert sind und trotzdem irgendwann Erfolg hatten.

Egal wie gut Du planst und versuchst Risiken zu minimieren, die Garantie für einen erfolgreichen Blog kann dir keiner geben. Wozu dann dieser ganze Aufwand? Um dein Risiko zu minimieren! Aber auch ein auf den ersten Blick gescheiterter Blog muss nicht unbedingt das Ende bedeuten.

Manchmal musst Du für deinen Blog-Erfolg nur ein paar Schrauben drehen

Manchmal musst Du nur an ein paar kleinen Schrauben drehen um deinen Blog auf Erfolgskurs zu bringen. Erfahrungen und Tipps gibt es im Artikel „Was tun wenn der Blog kein Erfolg hat?“ .

Das richtige Blogthema wählen – das Fazit

Genau wie für andere Selbständige gibt es auch für dich als Blogger einige wichtige Dinge die Du vor einem Blogstart beachten solltest. Das gewählte Blogthema ist dabei eine der wichtigsten Grundlagen. Wenn Du mit deinem Blog Geld verdienen willst, musst Du deinen Blog als echtes Business betrachten und entsprechend handeln. Neben der genauen Planung und Ausarbeitung des Blogthemas,  ist sowohl eine Kontrolle des täglichen Aufwands als auch die Erfolgskontrolle unabdingbar.

Wie gehst Du an die Wahl eines neuen Blogthemas heran? Triffst Du deine Entscheidungen aus dem Bauch heraus oder planst Du akribisch?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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