Das Rechnungsprogramm Lexoffice - Der 30 Tage Praxistest für dich im Review

Das Buchhaltungsprogramm Lexoffice – Der 30 Tage Praxistest für dich im Review

Ich habe dir im letzten Blogbeitrag zum Rechnungsprogramm Lexoffice versprochen meine Erfahrungen zu Lexoffice von Lexware nach meinem 30 Tage Praxis-Test in einem weiteren Blogartikel zusammenzufassen. Unser Testaccount läuft mit heutigem Datum aus. Und hier ist der versprochene Artikel, jedoch muss er kürzer ausfallen als gedacht. Ich konnte nämlich gleich zu Anfang einiges nicht in Angriff nehmen, was mir wichtig gewesen wäre.

Das Buchhaltungsprogramm Lexoffice als 30 Tage Testversion

Wenn Du dir selbst einen Eindruck von Lexoffice von Lexware machen willst, dann teste das Buchhaltungsprogramm kostenlos 30 Tage lang. Solltest Du dich dann für Lexoffice entscheiden würde dich das kleinere Paket im Abo nur 4,90 € netto pro Monat kosten. Das Lexoffice-Abo im erweiterten Paket kostet 9,90 € netto pro Monat.

Wenn Du Lexoffice später doch nicht mehr nutzen möchtest, kannst Du dein Abo jederzeit zum Ende des laufenden Monats kündigen.

lexoffice-testphase-beenden

Bestehende Rechnungen im Buchhaltungsprogramm Lexoffice erfassen?

Im ersten Schritt zur Intensiv-Testphase wollte ich alle bis jetzt angefallenen Rechnungen und Belege in Lexoffice einpflegen, damit ich endlich alles schön in einem Programm beisammen und übersichtlich habe. Gerade auf die Gesamtübersicht, wie sie mir das Dashboard liefern sollte, war ich gespannt.

Es ist zwar überhaupt kein Problem ältere Eingangs-Belege zu erfassen, jedoch scheiterte mein Vorhaben an unseren bereits gestellten Rechnungen. Es gibt keine Möglichkeit diese Ausgangs-Rechnungen, so wie die anderen Belege in Lexoffice, zu erfassen. Das einzige, was mir in diesem Fall eventuell übrig geblieben wäre, ist jede Rechnung neu zu schreiben, um sie in das System zu bekommen.

Was aber einerseits ein unverhältnismäßiger Aufwand bedeutet hätte und andererseits wäre es sicherlich nicht gelungen, diese Rechnungen zu 100% so wie die originalen ausgedruckten Rechnungen aussehen zu lassen, so dass sie als Ersatz für Scanns hätten dienen können. Das heißt, es hätte von jeder bestehenden Rechnung zwei Versionen gegeben und das kann natürlich nicht funktionieren.

Unten siehst Du einen Screenshot einer Beispielrechnung im Buchhaltungsprogramm Lexoffice. Für deine Rechnungen stehen dir 4 vorgefertigte Designs zur Verfügung, die Du in einem gewissen Rahmen für dich anpassen kannst.

lexoffice-rechnung-layout-beispiel

Stolperstein Nummernkreise im Buchhaltungsprogramm Lexoffice

Ein weiterer Punkt, der in unserem Falle der Erstellung von Rechnungen im Wege steht, sind die vorgegebenen Nummernkreise. Für die Rechnungsnummern können in Lexoffice nur Zahlen verwendet werden. Zumindest ist einstellbar, ob die Rechnungsnummer 3-stellig bis 6-stellig sein soll.

Für Unternehmen, deren Rechnungsnummer mehr als 6 Stellen hat, oder andere Zeichen als Zahlen enthält, ist die Rechnungsstellung auf diese individuelle Art also nicht möglich.

Auch die Nummernkreise für die Angebotsnummern, Rechnungskorrekturnummern, Lieferscheinnummern und Auftragsnummern ist auf die gleiche Weise eingeschränkt.

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Bleiben wir noch etwas bei den Nummernkreisen. Die letzten beiden Kreise die noch fehlen, sind die Kundennummern und die Lieferantennummern. Auch hier tauchte für mich das gleiche Problem auf – auch diese Nummernkreise konnte ich nicht auf unsere gewohnten Formate einstellen.

Die Kundennummern müssen zwischen 10000 und 69999 und die Lieferantennummern müssen zwischen 70000 und 99999 liegen. Das bedeutete, bestehende Kunden oder Lieferanten mit abweichenden Nummernformaten konnte ich nicht anlegen.

Lexoffice passt nicht für jeden Selbständigen als Buchhaltungsprogramm

Allein aufgrund der Einschränkung der Nummernkreise können wir also Lexoffice nicht nutzen. Außerdem ist es mir persönlich ein großes Anliegen auch alle bereits vorhandenen Dokumente in ein System einpflegen zu können. Ich möchte nicht die eine Hälfte in meinem gewohnten System lokal auf dem Rechner haben und nur die zweite Hälfte online in einem Buchhaltungsprogramm.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich durch die genannten Einschränkungen leider gleich zu Anfang ausgebremst wurde. Außerdem hatte ich dadurch gar nicht erst die Gelegenheit das Buchhaltungsprogramm in unserem realen und alltäglichen Geschäftsbetrieb mit unseren tatsächlichen Daten intensiv zu testen. Deshalb ist dieser Testbericht, wie Eingangs erwähnt, etwas kürzer geraten.

Aber alle Unternehmer und Selbständige, die frisch starten, sind sicher so flexibel, dass sie das vorgegebene System von Lexoffice problemlos übernehmen und nutzen können. Außerdem haben Unternehmungsstarter noch keine älteren Rechnungen, die sie einpflegen wollen würden.

Ein ungewohnter Weg im Buchhaltungsprogramm Lexoffice sein Passwort zu ändern

Kommen wir zum letzten Punkt, der mir aufgefallen ist: Es ist in Lexoffice nicht möglich sein Passwort aktiv im Account zu ändern, das geht nur über die Passwort-Vergessen-Funktion auf der Login-Seite. Ich finde das etwas sehr umständlich und es war in keinster Weise offensichtlich, dass die Passwort-Vergessen-Funktion auch zur Änderung des Passwortes genutzt werden kann/soll.

lexware-passwort-aendern

Ich impliziere bei „Passwort vergessen“, dass mir ein neues Passwort zugesendet wird, das ich verwenden muss um mich erst einmal einzuloggen. Also insgesammt sehr verwirrend, aber andererseits auch wieder gut, dass Du überhaupt dein Passwort ändern kannst.

Für Gründer ist Lexoffice nichtsdestotrotz ein hervorragendes Buchhaltungsprogramm. Auch Selbständige oder Unternehmen, bei denen die vorhandenen Nummernkreise mit denen von Lexoffice harmonieren, können das Programm sehr gut nutzen.

Mein Fazit zum Buchhaltungsprogramm Lexoffice

Ich finde es sehr Schade, dass Lexoffice für uns aufgrund von eigentlich Kleinigkeiten nicht passend ist. Ich würde Lexoffice sonst sehr gerne verwenden, denn es ist grundsätzlich ein einfach zu bedienendes und übersichtliches Buchhaltungsprogramm mit allen benötigten Funktionen.

Solltest Du darüber nachgedacht haben, dir Lexoffice vielleicht zuzulegen, so kann ich dir sagen, dass ich das Buchhaltungsprogramm Lexoffice* von Lexware all denjenigen weiter empfehlen kann, für die die angemerkten Punkte keine Einschränkung bedeuten.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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