So triffst Du die richtige Entscheidung mit der 10/10/10 Methode

So triffst Du die richtige Entscheidung mit der 10/10/10 Methode

Gestern fand in Berlin der World Usability Day (WUD) statt unter dem Motto „Designing for Health“. Da ich Kunden aus dem Bereich Medizin betreue und ein Blick über den Tellerrand nie schaden kann, habe ich es mir nicht nehmen lassen den WUD zu besuchen.

In einem der Vorträge kam die 10/10/10 Methode für die Entscheidungsfindung zur Sprache. Da diese Methode auch für Blogger interessant sein kann dachte ich mir, dass es meine erste Bloggerpflicht ist, einen kurzen Blogartikel darüber zu verfassen. Gesagt getan, hier ist der Artikel – viel Spaß beim Lesen.

Wir müssen täglich Entscheidungen treffen

Es ist schon ein Graus mit den Entscheidungen, sie prasseln auf uns ein und manchmal bleibt uns kaum Zeit unsere Entscheidungen genau zu prüfen. Wer hat sich nicht schon nachträglich am liebsten auf die Zunge gebissen, nachdem einem eine unbedachte Entscheidung über die Lippen gekommen ist. Eine schnelle Möglichkeit zum Prüfen sollte also zur Hand sein.

Falsche Entscheidungen werden oft unter Druck getroffen

Es gibt unzählige Möglichkeiten falsche Entscheidungen zu treffen. Ein schlechter Ratgeber bei Entscheidungen ist zum Beispiel Stress. Wer unter Stress handelt, versucht eine schnelle Lösung zu erzwingen, die bei genauerem Hinschauen und mehr Ruhe eventuell anders getroffen würde.

Drei Fragen die bei der Entscheidungsfindung helfen

Bevor Du dich zu einer wichtigen Entscheidung hinreißen lässt, stelle dir folgende drei Fragen.

  • Wie denke ich in 10 Minuten über meine Entscheidung?
  • Wie denke ich in 10 Monaten über meine Entscheidung?
  • Wie denke ich in 10 Jahren über meine Entscheidung?

Entscheidungsfindung mit der 10/10/10 Methode

Entscheidungen können die unterschiedlichsten Konsequenzen nach sich ziehen. Stell Dir einfach vor Du möchtest gerne studieren. Doch deine aktuelle Situation oder dein Umfeld lässt dich zweifeln und Du entscheidest dich gegen das Studium. Würdest Du nach der 10/10/10 Methode deine Entscheidung vielleicht nochmal überdenken?

  1. Nach 10 Minuten: Hier hättet die Entscheidung noch keine Einfluss auf dein Leben gehabt
  2. Nach 10 Monaten: Hier wird es schon kritisch. 2 Semester könnten schon vorbei sein, das erste Jahr fast geschafft. Aber gut, auch hier könntest Du noch abwinken
  3. Nach 10 Jahren. Wie könnte dein Leben aussehen? Wäre die Wahl auf ein Studium gefallen, könntest Du den akademischen Grad eines Masters besitzen oder gar einen Doktortitel.

Eventuell wäre deine finanzielle Situation besser, Du könntest in einem Job arbeiten der dir gefällt usw. Wie gehst Du mit diesen Gedanken in 10 Jahren um? „Hätte ich doch nur…“ ist eine der häufigsten Aussagen von Menschen, die falsche Entscheidungen trafen.

Du kannst Die 10/10/10 Methode variieren

Um Entscheidungen zu treffen kannst Du die Zeitspanne der Methode auch anpassen. Was ist in 10 Minuten, 10 Tagen und 10 Wochen? Auch als Blogger kann Du dieses Vorgehen wunderbar verwenden. Egal ob Du vor der Entscheidung stehst einen Artikel zu schreiben, ein Plugin zu kaufen oder einfach neues Produkt entwickeln möchtest.

Hinterfrage deine Entscheidung mit Hilfe verschiedener Zeitspannen und versuche nicht nur das Hier und Jetzt zu betrachten, sondern auch die möglichen Konsequenzen in der Zukunft. Verbessert sich deine Situation? Könntest Du deine Entscheidung doch bereuen?

Die 10/10/10 Methode – das Fazit

Spontane Entscheidungen werden schneller bereut als einem lieb ist. Wenn Du es schaffst mögliche Entscheidungen aus verschiedenen Perspektiven und Zeitspannen zu betrachten, kannst Du vielleicht negative Konsequenzen verhindern. Sicher ist die 10/10/10 Methode kein Allheilmittel, aber sie kann dir helfen im Zweifelsfall doch die richtige Entscheidung zu treffen.

Hast Du auch schon Entscheidungen getroffen, die Du erst nach Jahren bereut hast? Oder schaust Du immer nach vorne und nie zurück? Ich freue mich auf deine Meinung.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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