Warum dein nächster Arbeitstag als Blogger schon heute beginnt

Warum dein nächster Arbeitstag als Blogger schon heute beginnt

Eventuell warst Du auch schon in der Situation. Du hast einen Blog erstellt und sprühst nur so über vor Ideen, oder Du bist schon lange dabei und die Arbeit als Blogger überwältigt dich regelmäßig. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass es nicht immer leicht ist Kontrolle über die gewaltige Schaffenswut und Informationsflut zu erlangen. Doch auch Bedenken, die jeder Mensch irgendwann haben kann, können einem schwer zu schaffen machen.

  • Welche Probleme kommen morgen auf mich zu?
  • Welches Thema gehe ich an?
  • Welche Arbeiten neben meinem Blog müssen erledigt werden?
  • Habe ich auch wirklich nichts vergessen?
  • Sind alle Rechnungen gestellt?

sind nur einige Fragen, die einem als Blogger durch den Kopf gehen können. Mein Gehirn hatte dabei die wundervolle Eigenschaft mich mit diesen Fragen immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten zu traktieren – nämlich dann, wenn ich schlafen wollte. Die Folge war ein unruhiger Schlaf, eine schlimme Morgenmüdigkeit und mangelnde Konzentration.

Der Teufelskreis der mangelnden Planung

All das hat sich am Anfang meiner Selbständigkeit nicht nur auf meine Arbeit, sondern auch auf mein Freizeitverhalten ausgewirkt. Denn was ich tagsüber nicht schaffte, schleppte ich teilweise bis in den späten Abend mit hinein. Du merkst sicher, dass wir hier nicht weit von einem Teufelskreis entfernt sind.

Schnell merkte ich – Stop, so geht das nicht

Obwohl ich teilweise bis spät in die Nacht arbeitete, schaffte ich immer weniger. Nebenbei war ich unausgeglichen und auch meine Freizeit litt immer mehr. Auch meine Frau beschwerte sich schon ob meiner Launen und teilweisen geistigen Abwesenheit. Von mir unbemerkt bin ich in eine typische Falle der Selbständigkeit getappt, obwohl ich es aufgrund meiner Erfahrung besser hätte wissen müssen. Ich habe die Dinge auf mich zukommen lassen und arbeitete in den Tag hinein und nahm die Aufgaben wie sie anfielen.

Back to the roots – Planung ist das A und O

Ich begann meine Aufgaben wie einst im Angestelltenverhältnis genau zu planen. Ich fing klein an und plante kurz vor Feierabend meinen nächsten Arbeitstag. Um meine Planungen einzuhalten, unterteilte ich anliegende Arbeiten in verschiedene Kategorien nach dem Eisenhower-Prinzip:

  • Wichtige Arbeiten
  • Dringliche Arbeiten
  • Wichtige und dringliche Arbeiten
  • Weder wichtige noch dringliche Arbeiten

Der Erfolg stellte sich dadurch schnell wieder ein. Ich konnte mich auf das Wesentliche konzentrieren und mein Arbeitspensum verbesserte sich deutlich.

Eisenhower Prinzip

So sehen meine Planungsabläufe heute aus

Während ich zum Start meiner Selbständigkeit noch in den Arbeitsalltag hineinlebte, habe ich mittlerweile für die nächsten Wochen immer ein Grobkonzept, welches ich vom Großen zum Kleinen hin verfeinere. Vielleicht ist dir diese Vorgehensweise bereits als Top-down Methode bekannt.

  1. Was möchte ich im aktuellen Monat erreichen
  2. Welche Kalenderwoche nutze ich für das entsprechende Projekt
  3. Wie gestalte ich die einzelnen Arbeitstage

Top-down Methode

Doch auch hier gilt es, lieber etwas weniger zu planen und die Arbeiten zu schaffen, als sich zu übernehmen. Denn so gut deine Planung auch sein mag, es wird immer wieder äußere Einflüsse geben, die spontan deine Zeit in Anspruch nehmen werden. Du solltest dir immer Pufferzeiten einplanen um auf unvorhergesehene Ereignisse adäquat reagieren zu können.

Welche Tools sind für eine gute Planung geeignet?

Wie Du deine Arbeitszeiten planst, ist natürlich deinen Vorlieben geschuldet. Es gibt Blogger, die stehen trotz aller IT-Fortschritte noch auf das gute alte Papier. Andere nutzen Outlook oder den Google-Kalender um ihre Termine zu planen. Ich nutze mittlerweile die kostenlose Variante der Projektmanagment-Software asana.com und bin damit sehr zufrieden. Wichtig ist schlussendlich nicht das Tool, sondern wie effektiv Du deine Planungen durchführen kannst. Dazu reicht schon ein einfaches Din A4 Blatt und ein Bleistift.

Der nächste Arbeitstag als Blogger – das Fazit

Auch als Blogger solltest Du deine Projekte und Arbeitsabläufe planen. Wenn auch nicht bis ins kleinste Detail, so ist doch ein Grobkonzept immens wichtig um sich nicht in der täglichen Arbeit zu verlaufen.

Wie sieht dein Arbeitstag als Blogger aus? Planst Du deine Arbeiten im Voraus, oder lebst Du in den Arbeitsalltag hinein?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

1 Comment

  • Holger

    10. Oktober 2013

    Also ich mach das so, das wenn mir etwas in den Sinn kommt und ich gerade nicht am PC Bloggen möchte, dann mache ich mir eine kleine Notiz auf meinem Handy.
    So sammeln sich viel Notizen, bis ich wieder entspannt meinen Beitrag im Blog schreibe und so auch immer genug Ideen habe.
    Viel Stress mache ich mir damit nicht, denn man hat ja so schon genug Stress und man sollte sich auch mal locker machen 🙂

    Grüße Holger