Blogparade "Zur Sache Chef" – was ein guter Chef braucht

Blogparade „Zur Sache Chef“ – Was ist ein guter Chef?

Heike Lorenz hat eine Blogparade zum Thema Chef ins Leben gerufen. Was macht einen guten Chef bzw. einen guten Vorgesetzten aus?

Zum Thema Chef und Vorgesetzter habe ich bereits einige Blogbeiträge verfasst und nehme meinen Beitrag zu dieser Blogparade nun als passende Gelegenheit für ein „Best of“.

Zuallererst ist zum Chef sein zu sagen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und ich denke, jeder fängt klein an, auch die Chefs. Das Gute ist aber, jeder kann lernen ein Team optimal zu leiten.

Chef sein kannst Du lernen

Naturtalente, die aus dem Stehgreif hervorragende Führungspersönlichkeiten abgeben sind selten. In den meisten Fällen müssen sich die frischgebackenen Chefs und Vorgesetzten die nötigen Fertigkeiten und Kompetenzen zwar hart erarbeiten, aber mit der nötigen Motivation ist das Ziel ein guter Chef zu sein durchaus erreichbar. Folgende Führungskompetenzen sollte ein guter Chef besitzen:

  • Soziale Kompetenz
    Unter der sozialen Kompetenz verstehe ich ein gutes Einfühlungsvermögen gegenüber seinen Mitarbeitern, Kommunikationsbereitschaft und zuhören können.
  • Business-Fähigkeiten
    Ein guter Chef sollte natürlich auch gut analysieren können, um Lösungsansätze für Probleme zu finden und ein organisatorisches Talent besitzen, um sein Unternehmen am Laufen zu halten.
  • Persönliches Verhalten
    Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung sind meines Erachtens besonders wichtig und machen einen guten Chef aus. Hinzu kommt noch Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Wenn der Vorgesetzte zum Schluss noch nicht nur sich selbst gut motivieren kann, sondern es bei Bedarf auch schafft Begeisterung bei seinen Mitarbeitern zu wecken, dann haben wir den perfekten Chef.

Führungskompetenzen eines guten Chefs

Auch Chefs machen hin und wieder Fehler

Im Übereifer des Gefechts machen auch die normalerweise guten Vorgesetzten manchmal Fehler. Wenn es zum Beispiel um die Motivation der Mitarbeiter geht, schlägt mancher Chef den falschen Weg ein und versucht mehr Leistung durch Prämien herauszukitzeln. Doch der motivierende Effekt von Prämien und Geldwerten hält selten lange an.

Chefs sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihre Mitarbeiter im Zusammenhang mit ihrem Arbeitsplatz Grundbedürfnisse haben, deren Befriedigung ein viel besserer Hebel zur Motivierung ist als ein paar Euro mehr am Ende des Monats.

Was sich Mitarbeiter von ihrem Job oft wünschen:

  • Menschen wollen dazugehören, ein wichtiger Teil des Unternehmens und des Teams sein.
  • Menschen wollen akzeptiert werden und wünschen sich Bestätigung in dem was sie tun.
  • Mitarbeiter wollen sich weiter entwickeln, fachlich sowie auch persönlich. Die persönliche Entwicklung kann großen Einfluss auf die Arbeit haben, sowie die Arbeit natürlich auch die persönliche Entwicklung des Einzelnen immens fördern kann.

Wenn der Chef oder andere Führungspersonen darauf achten, was ihre Mitarbeiter wirklich brauchen und diese fördern, dann muss sich normalerweise kein Vorgesetzter Sorgen um mangelnde Motivation machen. Menschen wollen nämlich grundsätzlich arbeiten und Leistung bringen. Stimmt die Förderung und Anerkennung ihrer Arbeit und ihrer Person, dann läuft es in der Regel von ganz alleine.

Es gibt Fehler, die ein Chef unbedingt vermeiden sollte

Es gibt natürlich noch weitere Fehler, die mancher Chef gedankenlos begeht. Grundsätzlich sind Vorgesetzte natürlich Menschen und Menschen machen nunmal Fehler, aber gerade Führungspersönlichkeiten sollten mit gutem Beispiel vorangehen und Fehler sollten hier die Ausnahme sein.

Das Vorbild beginnt beim guten Benehmen, das heißt, ein Chef sollte seine Gefühle im Griff haben. Laut werden oder gar cholerisch oder ausfallend steht einem Chef nicht gut und bewirkt bei den betroffenen Mitarbeitern eher nur, dass diese sich verschließen. Die 10 größten Fehler der Chefs habe ich bereits in einem Blogbeitrag zusammengefasst.

Brüllen ist keine Lösung Chef

Was einen guten Chef ausmacht

Eine Führungspersönlichkeit ist in seinen Aussagen präzise. Er formuliert Arbeitsanweisungen so, dass möglichst keine Missverständnisse aufkommen. Er hält sich an das was er sagt und schwenkt nicht unvermittelt und wiederholt in eine andere Richtung.

Er kann zuhören und ist selbstkritisch. Er nimmt seine Mitarbeiter ernst. Kritik und Vorschläge sind für ihn wichtig und wertvoll. Er kann eigene Fehler einsehen und muss nicht immer Recht haben.

Er lässt jedem einzelnen Mitarbeiter in seinem jeweiligen Fachgebiet die größtmögliche Freiheit und Verantwortung für seine Arbeit. Er bringt dem Mitarbeiter Vertrauen entgegen und im optimalen Falle steht die konstruktive Zusammenarbeit im Vordergrund und weniger die Kontrolle.

Ein guter Chef kennt seine Rolle

Eine gute Führungskraft weiß genau, wie er seine Rolle optimal ausfüllt und konzentriert sich auf die eigentliche Aufgabe eines Vorgesetzten – die Koordination und Organisation des großen Ganzen. Ein Chef macht nämlich nicht die Arbeit seiner Angestellten, sondern sorgt dafür, dass diese ihre Arbeit gut machen können.

Genau das ist leider ein Schwachpunkt manch eines Chefs – er kann, oder will nicht delegieren, sondern macht lieber alles selbst. Dafür gibt es vielfältige Gründe, wie beispielsweise mangelndes Vertrauen in sein Team oder schlicht Unsicherheit seinerseits. Welche Ausreden Chefs noch haben, um nicht zu delegieren, habe ich hier zusammengetragen.

Die Krux an der ganzen Sache ist einfach, wenn ein Chef nicht führen will oder kann, dann läuft auch die Arbeit im Team in der Regel schlecht. Häufig machen die betroffenen Mitarbeiter in so einer Situation dann irgendetwas mit einem letztendlich unbefriedigenden Ergebnis.

Zur Sache Chef – das Fazit

Die wichtigsten Eigenschaften eines guten Chefs sind für mich Kommunikationsbereitschaft, das Bestreben sein Team gut zu führen und die Fähigkeit zur Selbstreflektion. Ein Chef sollte einerseits an der richtigen Stelle Verantwortung übernehmen und andererseits seinen Mitarbeitern vertrauensvoll Verantwortung übernehmen lassen.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Heike Lorenz

    15. Oktober 2013

    Hallo, das nenne ich eine wirklich gelungene Chef-Liste! Danke & Gruß, Heike Lorenz