Die 216 Farben der Web-Palette

Websichere Farben – die Web-Palette

In den Anfängen des Internets und zu der Zeit als Computer, bzw. Grafikkarten nur 256 Farben darstellen konnten, war es notwendig eine Farbpalette für das Web festzulegen.

Diese Web-Palette basiert auf den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Die Farben sollten gleichmäßig über das Farbspektrum verteilt sein.

Wie kommt man aber bei 256 möglichen Farben auf nur 216 Webfarben?

Man ziehe die dritte Wurzel (weil drei Grundfarben) aus der Anzahl der möglichen Farben, das sind 256, runde das Ergebnis nach unten ab und man erhält die Zahl 6. So hat man die Anzahl der Farbabstufungen pro Grundfarbe.

Bei drei Grundfarben mit je 6 Farbabstufungen rechnet man 6 x 6 x 6 und das ergibt insgesamt 216 Farben. Die restlichen 40 Farben sind Systemfarben.

Diese Web-Farbpalette wurde ungefähr um 1995 entwickelt.
Die Webfarben haben keinen Namen, sie werden durch Hexadezimalcode beschrieben.

Mit nur 216 Farben kann man allerdings nicht viel anfangen. Allein die Darstellung von natürlichen Dingen ist erheblich eingeschränkt, denkt nur an Gesichter, „Hautfarben“ sind in den websicheren Farben nicht dabei.

Es geht aber noch eingeschränkter. Bei einer 16 Bit Farbtiefe können nur 22 der 216 Webfarben wirklich korrekt dargestellt werden ohne diese neu zu berechnen. Diese Farben werden als wirklich websichere Farbpalette bezeichnet.

Heutzutage können Computer in der Regel erheblich mehr Farben darstellen, bis zu etwa 16,7 Millionen Farben (True Color).
Wenn wir nach der aktuellen Technik gehen, erscheint der ausschließliche Gebrauch von websicheren Farben keinen Sinn mehr zu haben.

Das ist nur bedingt richtig. Zum einen können Farben, die nicht zu den 216 Webfarben gehören, auf verschiedenen Systemen aufgrund unterschiedlicher Farbprofile anders aussehen und zum anderen gibt es TFT-Bildschirme, die keine 24 Bit Farbtiefe darstellen können sondern nur 16 Bit.

Daraus folgt, dass 24 Bit Farben gedithert werden, aus verfügbaren Farben werden durch eine bestimmte Anordnung der Pixel die fehlenden Farben simuliert. Das Dithering ist in der Regel kaum wahrnehmbar.

Bei Bildern ist es natürlich nicht möglich sich auf die Webpalette zu beschränken. Damals, als die Web-Farbpalette entwickelt wurde, war die Darstellung von Bildern im Internet auch gar nicht geplant.

Heute ist das Web angefüllt mit Bildern, Grafiken, Animationen und Filmen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, seine Website neben den Bildern mit websicheren Farben zu gestalten.

So ist mehr Sicherheit gegeben, dass keine Farben verwendet wurden, die beim User nicht dargestellt werden können.

Davon abgesehen ist es immer von Vorteil, wenn der Webauftritt hinsichtlich der Farbwirkung auf verschiedenen Systemen getestet werden kann.

Auf diesem Wege lassen sich viele Abweichungen korrigieren und die Site so optimieren, dass sie überall möglichst gleich aussieht.

Letztendlich aber kann man das kleine Rädchen User nicht beeinflussen, der sich seinen Bildschirm so einstellt, wie es ihm gefällt. Da ist es völlig egal, ob es für die mühsam designte und optimierte Website vielleicht zu dunkel, zu hell oder zu wenig kontrastreich ist.

Fazit:

Wie immer lässt sich wieder feststellen: Die perfekte Website gibt es nicht.

Also lasst euch nicht entmutigen, wenn eure Website nicht überall hundertprozentig gleich aussieht, den meisten fällt so etwas noch nicht einmal auf. Es gibt sehr viel wichtigere Dinge, wie z.B. ein interessanter Inhalt.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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