So nutzt Du als Blogger die Macht der Gewohnheit aus

Verbindest Du den Begriff Gewohnheiten auch eher mit etwas Schlechtem? Bist Du vielleicht jemand, der sich des Öfteren über seine schlechten Angewohnheiten ärgert und sie gerne ablegen würde?

Wer kennt das nicht – jedes Jahr aufs Neue zu Silvester die inbrünstigen Versprechen und Schwüre, endlich dieses oder jenes zu tun oder zu lassen.

Den schlechten Gewohnheiten an Silvester abschwören

Dabei ist die Gewohnheit an sich erst einmal weder gut noch schlecht. Ganz wertfrei gesehen sind Gewohnheiten einfach ein Teil unseres Lebens, sie gehören dazu wie Essen und Trinken. Ganz genau genommen brauchen wir Gewohnheiten, um im Leben auf Dauer überhaupt zurecht zu kommen.

Der Trick bei der ganzen Sache mit den Gewohnheiten ist nur, dass Du dir Gewohnheiten zulegen solltest, die dir wirklich helfen. Andere dagegen die dir schaden gilt es abzulegen oder durch Nützlichere zu ersetzen.

Warum Gewohnheiten so unglaublich stark sind und wie Du dir die Macht der Gewohnheit zunutze machst ist Thema dieses Blogbeitrags.

Wozu sind Gewohnheiten gut?

Gewohnheiten erleichtern uns das Leben ungemein. Hätten wir keine Gewohnheiten, müssten wir uns ständig auf all die tausend Kleinigkeiten konzentrieren, die uns sonst ganz automatisch von der Hand gehen. Stell dir nur vor, Du müsstest bei jedem deiner Schritte aufpassen, dass Du im richtigen Abstand einen Fuß vor den anderen setzt.

Dank der Gewohnheit müssen wir Dinge wie Laufen, Kaffee kochen oder einfache wiederkehrende Handgriffe bei der Arbeit nicht mehr bewusst ausführen. Alle Bewegungsabläufe sind nach dem Erlernen durch simple Wiederholung zur Gewohnheit geworden und fest abgespeichert.

Dadurch, dass unser Gehirn bei gewohnten Bewegungsabläufen nicht mehr nachdenken muss, hat es eine Menge Kapazitäten für komplexere Denkaufgaben frei.

Du kannst dir alles angewöhnen

Du magst es vielleicht nicht glauben, aber im Prinzip kannst Du dir wirklich alles angewöhnen. Nimm beispielsweise die Angewohnheiten, die dir nicht gut tun bzw. mit denen Du nicht glücklich bist.

Obwohl Du genau weißt, dass dir diese Angewohnheiten schaden und Du etwas ändern solltest, hältst Du dennoch zu oft an ihnen fest.

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen.
Man muss sie die Treppe hinunter prügeln.
Stufe für Stufe.“
Mark Twain

Dass Du dir alles angewöhnen kannst, solltest Du dir als Blogger zu Nutze machen. Auf diese Weise erledigst Du auch Arbeiten, die dir keinen Spaß machen, einfach aus dem Grund weil Du es gewohnt bist.

Die richtigen Gewohnheiten entwickeln ist nicht einfach

Aller Anfang ist schwer, die richtigen Gewohnheiten zu manifestieren, dauert seine Zeit und erfordert einiges an Geduld. Noch  schwieriger ist es, eingefahrene Gewohnheiten los zu werden.

Unser Gehirn hält eisern an seinen Gewohnheiten fest, denn wie wir wissen sind diese aus Sicht unserer grauen Zellen essenziell wichtig für unser Leben. Die Gewohnheiten sind so fest eingeprägt, dass sie nur mit erheblichem Aufwand „überschrieben“, also geändert werden können.

Dass Du eine unerwünschte Gewohnheit so schwer ändern kannst, hat seinen Sinn. Automatische Abläufe sind so wichtig, dass sie nicht einfach verloren gehen dürfen. Leider macht unser Gehirn keinerlei Unterschied zwischen guter und schlechter Gewohnheit, wobei letztere, wenn es nach uns ginge, schon gerne verloren gehen dürfte.

Aber leider musst Du einiges an Ausdauer an den Tag legen, wenn Du neue Gewohnheiten etablieren oder gar alte Gewohnheiten ändern möchtest.

Wie Du es schaffst schlechte Gewohnheiten zu ändern und erfolgreich die Richtigen zu entwickeln habe ich ganz ausführlich in diesem Blogbeitrag erklärt.

Mache dir den Erfolg zur Gewohnheit

Zugegeben, die Überschrift klingt im ersten Moment ziemlich reißerisch. Gemeint ist damit aber folgendes Prinzip: Mache dir die Arbeitsabläufe zur Gewohnheiten, die am besten funktionieren und dir bei deiner Arbeit am nützlichsten sind.

Die Macht der Gewohnheit

Ein gut strukturierter Tagesablauf ist das A und O eines erfolgreichen Bloggers. Es gibt wichtige Arbeitsschritte, die sich jeden Tag wiederholen bzw. die sich täglich wiederholen sollten.

Aber es gibt sicherlich nicht wenig Blogger oder Selbständige, die  gerne bestimmte Arbeiten auslassen und sie immer wieder auf später verschieben, einfach weil sie unangenehm sind.

Nur hilft es natürlich nichts, auch diese Arbeiten müssen gemacht werden. Häufig handelt es sich sogar um besonders wichtige Arbeiten, wie die Buchhaltung.

Der Trick gegen diese elende Verschieberitis deiner lästigen Arbeiten ist ganz einfach – mache sie dir zur Gewohnheit.

Sicher, es kostet einiges an Überwindungskraft und Disziplin. Aber fange mit einer dieser Arbeiten an. Konzentriere dich darauf, diese ungeliebten Handgriffe immer zu einem festgelegten Zeitpunkt für einen bestimmten Zeitraum zu machen.

Um gute Gewohnheiten zu etablieren gehört Disziplin

Ein ganz simples Beispiel: Du hattest bisher wenig Lust, deine Dokumente ordentlich abzuheften. Die Papiere liegen in Stapeln auf deinem Schreibtisch und Du sortierst sie immer erst weg, wenn einfach kein Platz mehr ist.

Deine neue Gewohnheit sieht nun so aus: Jeden Tag um 12 Uhr nachdem die Post da war, sortierst Du für 5 Minuten die Papiere weg. 5 Minuten sind nicht viel Zeit, es sollte dir also gelingen diese 5 Minuten durchzuhalten.

Auch wenn 5 Minuten nicht für die komplette Aufgabe ausreichen sollte, trotze diese lästigen Arbeiten wirst Du irgendwann einfach automatisch machen, ohne bewusst darüber nachzudenken. Dein Arbeitstag läuft automatisiert ab, wichtige Arbeiten werden nicht vergessen, sondern werden zur Routine.

Wie Du als Blogger die Macht der Gewohnheit ausnutzt – das Fazit

Natürlich kannst Du dir nicht jeden Arbeitsablauf zur Gewohnheit machen. Schließlich sind Projekte eine einmalige Angelegenheit und unterscheiden sich in der Regel voneinander.

Doch auch bei unterschiedlichen Aufgaben wirst Du sicherlich bestimmte Vorgehensmodelle und Rahmenbedingen haben, die Du dir zur Gewohnheit machen kannst. Ebenso zu welchem Zeitpunkt und auf welche Art und Weise Du deine Tätigkeiten ausführst, kannst Du ein Stück weit automatisieren.

Selbstverständlich solltest Du dir nur die Arbeitsweisen zur Gewohnheit machen, die für dich wichtig sind und dir einen entsprechenden Erfolg einbringen.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Laura Geisbuesch

    4. Dezember 2013

    Was mir gerade in der Anfangszeit sehr geholfen hat: Ich habe alle wiederkehrenden Aufgaben in meinen Google Kalender übertragen. sobald diese Aufgaben abgeschlossen sind, lösche ich diese und gehe über zur nächsten Aufgabe. So erhält man ganz leicht die tägliche Routine und macht es sich zur Gewohnheit.

  • Andreas Meyhöfer

    4. Dezember 2013

    Hallo Laura,

    stimmt, der Google Kalender ist sehr hilfreich. Ich persönlich nutze ihn regelmäßig 🙂

    LG Andy