Marktsegmentierung

Marktsegmentierung um eine Marktnische zu finden

Wie im ersten Teil der Artikelserie „Nischen finden leicht gemacht“, beschäftigen wir uns in diesem Teil mit den Segmentierungskriterien, die dazu dienen einen Markt zu unterteilen.

Dabei ist es wichtig zwischen den klassischen Segmentierungskriterien und Kriterien für die Marktnische im Internet zu unterscheiden.

Hier sollte jedoch, bei allem Unterschied, genau darauf geachtet werden, beide Segmentierungskriterien für sich zu nutzen um die optimale Marktnische zu finden und zu besetzen.

Was sind die Voraussetzungen für eine Marktsegmentierung?

Nicht jedes Marktsegment ist betriebswirtschaftlich sinnvoll oder bietet die Möglichkeit einer erfolgreichen Segmentierung. Dabei gibt es verschiedene Anhaltspunkte bzw. Voraussetzungen, die gegeben sein sollten um eine Marktsegmentierung durchzuführen.

  1. Das Marktsegment sollte eine ausreichende Größe haben, damit sich eventuelle Marketingmaßnahmen lohnen.
  2. Das gewählte Marktsegment existiert schon über einen längeren Zeitraum.
  3. Die verschiedenen Kriterien der Marktsegmentierung müssen über einen größeren Zeitraum Bestand haben.
  4. Zwischen den verschiedenen Marktsegmenten gibt es nachfragerelevante Unterschiede. (Bestimmte Vorlieben, Kaufkraft usw.)

Welche Kriterien gibt es für eine erfolgreiche Marktsegmentierung?

Um den gewählten Markt in unterschiedliche Marktsegmente aufzuteilen, muss man sich verschiedener Kriterien bedienen um eine sinnvolle Abgrenzung zu erreichen bzw. die vergleichbaren Elemente herauszuarbeiten.

Ein Auszug an Segmentierungskriterien, die je nach Bedarf genutzt werden sollten, nun im Folgenden.

Geographische Segmentierungskriterien

Bei den geographischen Segmentierungskriterien werden bestimmte Muster in verschiedenen Regionen untersucht. Hierzu zählen unter anderem Länder, Städte, Gemeinden, Regionen usw.

Beispiele: Deutschland ist ein Land der Biertrinker, in Frankreich wird gerne Wein getrunken

Demographische Segmentierungskriterien

Zu den (Sozio-)Demographischen Segmentierungskriterien gehört unter anderem Alter, Geschlecht, Ausbildung, Nationalität, Einkommen, Beruf oder der Familienstand.

Beispiele: Singles geben mehr Geld für Fast Food aus, Besserverdiener fahren häufiger in Urlaub.

Sozialpsychologische Segmentierungskriterien

Bei den sozialpsychologische Segmentierungskriterien oder auch psychografische Segmentierungskriterien wird die allgemeine Persönlichkeit der potentiellen Zielgruppe betrachtet.
Gerade die psychografische Segmentierung dient in der Werbung dazu, die Produktbotschaft an die entsprechende Zielgruppe anzupassen (Coca Cola Zero – männlich, draufgängerisch vs. Coca Cola Light- weiblich, selbstbewusst).
Beispiel: Gesellige Menschen gehen mehr aus, ehrgeizige Menschen bilden sich oft weiter.

Verhaltensbezogene Segmentierungskriterien

Je nach Vorlieben und Charakter ist das Verhalten von potentiellen Kunden unterschiedlich. Die einen Kunden sind besonders markentreu, andere Kunden informieren sich aus bestimmten Quellen und andere haben eine besondere Einstellung zur Werbung.

Beispiele sind an dieser Stelle sicher entbehrlich.

Weitere Segmentierungskriterien für die Internetnische

Neben den oben genannten klassischen Segmentierungskriterien, gilt es für die Nischensuche im Internet noch weitere Kriterien zu Rate zu ziehen.

Insbesondere wenn in der gewünschten Nische Geld über Affiliateprogramme verdient werden will.

Mit den Segmentierungskriterien die für eine erfolgreiche Nischenfindung im Internet vonnöten sind, beschäftigen wir uns im dritten Teil unserer Artikelserie „Nischen finden leicht gemacht“.

Fazit:

Um eine Marktnische zu finden gilt es sich vorab genau bewusst zu sein, nach welchen Kriterien die Zielgruppe und auch das Produkt ausgesucht werden soll. Dabei sollten, bei aller verbreiteter Euphorie der Nischen-finden-Gurus, die Grundlagen der Absatzwirtschaft nicht außer Acht gelassen werden.

Zwar mag der erste Arbeitsaufwand etwas höher sein, als bei den vielen Nischen-finden-Tutorials die es im Internet gibt, das Endergebnis ist dann jedoch ausgereifter und weniger anfällig für Fehler.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments