Neue Berufsbezeichnungen dank dem Internet

Und was machst Du so beruflich? Neue Berufsbezeichnungen dank dem Internet

Das Internet ist für die einen Fluch, für die anderen ist es Segen. Kein Medium hat es jemals geschafft so viele neue Berufsbezeichnungen herauszubringen, wie das Internet. Dank dem Internet werden Menschen ohne Ausbildung zu Experten oder können sich beruflich komplett neu orientieren.

Die Zeiten in denen ein Studium oder eine Berufsausbildung zur Grundlage des Erfolges gehören scheint vorbei. Im folgenden Blogartikel habe ich einige Berufe zusammengetragen, die es ohne das Web nicht geben würde und als Berufsbezeichnung nicht geschützt sind.

Webdesigner(in)

Hier haben wir sicher den Klassiker der neuen Berufsbezeichnungen im Web. In den Anfängen des Webs wurde der Webdesigner noch als merkwürdige neue Gattung schief beäugt. Mittlerweile ist der Webdesigner als Berufsbild jedoch nicht mehr wegzudenken. Die Wege zum Webdesigner sind vielfältig wie auch qualitativ unterschiedlich:

  • Learning by Doing
  • Fortbildungen und Zertifizierungen
  • Die Berufsausbildung als Mediengestalter(in) / Fachinformatiker(in)
  • Das Studium im Bereich Mediendesign, Grafikdesign oder Informatik

Gerade der Bereich Webdesign sorgt für viel Diskussionsstoff im Internet. Insbesondere die Billigheimer rufen immer wieder Unmut bei den Profis hervor.

Suchmaschinenoptimierer (SEO)

Ich bin ja bis zum heutigen Tage der Meinung, dass Suchmaschinen nicht zu optimieren sind, aber so ist das halt mit den Berufsbezeichnungen. Ein SEO kann sicher mit den Begriffen: “Gehasst, verdammt, vergöttert“ am besten beschrieben werden.

Die eine Seite sieht den SEO als Spammer und Manipulierer an, die andere Seite sieht in dem SEO einen wichtigen Teil für qualitativ hochwertige Suchergebnisse. Wie wird man nun zum Suchmaschinenoptimierer? Viele SEOs haben sich ihre Kenntnisse autodidaktisch beigebracht. Beliebte Berufsgruppen sind ferner:

  • Fachinformatiker
  • Wirtschaftsinformatiker
  • Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
  • Kommunikationsdesign

Wie im Bereich Webdesign gibt es auch bei den SEOs sehr viele Quereinsteiger und Menschen ohne eine Ausbildung.

Social Media Manager(in)

Facebook, Twitter, Google+, YouTube und Co. sind an einem weiteren neuen Berufsbild schuld. Der / die Social Media Manager(in) wäre ohne diese Medien so nutzlos wie eine Nase am Ellenbogen. Doch spätestens wer sich einem Shitstorm stellen musste, wird die Arbeit eines Social Media Manager mehr als nur zu schätzen wissen.

Gerade wir Blogger wissen wie sensibel Social Media ist. Hier können kleine Unternehmen zu großem (temporären) Ruhm gelangen oder zu Fall gebracht werden. Nicht wenige Social Media Manager sind zu ihrem Job gekommen wie die Jungfrau zum Kinde.

Eine Berufsausbildung ist auch hier nicht vonnöten, kann aber in der heutigen Zeit hilfreich sein. Schließlich professionalisiert sich auch der Bereich Social Media immer stärker. Hilfreiche Studiengänge oder Ausbildungen wären u.a.

  • Studium Kommunikationsdesign
  • BWL Studium
  • Medien- und Kommunikationswissenschaften
  • Zertifikatslehrgang Social Media Manager (IHK)
  • Zertifikatskurse an Hochschulen inkl. anrechenbare Credit-Points für ein BA / MBA -Studium

Als Social Media Manager steht man vor einem vielfältigen und spannenden Aufgabenbereich.

Der / die Online-Marketer(in)

Der Online-Marketer ist in einigen Ecken des Webs eher verschrien als geachtet. In vielen Teilen wird der Online-Marketer mit unseren geliebten Quick Rich Gurus gleichgesetzt und mit jenen Bloggern, die sich hauptsächlich um den Bereich Geld verdienen im Internet kümmern.

Hier wurde leider über die Jahre sehr viel verbrannte Erde hinterlassen. Ich selber gehöre zu der Gruppe, die dem Begriff eher skeptisch gegenüberstehen. Sehr viele Dinge die im Online Marketing als neu und innovativ verkauft werden, sind schlichte Adaptionen aus dem Offline Marketing.

Oftmals wird die Außenwelt gerne für dumm verkauft. Andererseits ist es auch nicht von der Hand zu weisen, dass es viele Bereiche im Internet gibt, die ihre eigenen Regeln haben wie z.B. das Suchmaschinenmarketing (SEM). Um eine Arbeitsstelle als Online-Marketer zu ergattern, können folgende Ausbildungen hilfreich sein:

  • Betriebswirtschaftliches Studium mit Marketingschwerpunkt
  • Wirtschaftswissenschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit
  • Studium der Kommunikationswissenschaften
  • Alle äquivalenten Berufsausbildungen

Doch auch als Online-Marketer kann die Learning by Doing Methode zu großem Erfolg führen.

Der / die Blogger(in)

Wer hätte jemals daran geglaubt, dass das Internet eine unüberschaubare Anzahl einer neuen Sorte Autoren hervorbringt? Nun, ein paar besonders kluge Köpfe bestimmt. Als ich 1998 das erste Mal mit dem WWW in Berührung kam, hatte ich diese Vision jedenfalls nicht.

Zu teuer, zu kompliziert und zu wenig Reichweite war damals die einhellige Meinung von vielen Marketingabteilungen. Zum Glück habe ich mich nie von diesen Meinungen beirren lassen. 😉 Als ich meine ersten Tipps und Tricks ins Web stellte, war ich mir noch gar nicht bewusst, dass ich nun blogge.

To blog or not to blog

Bloggen war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich populär bzw. als Begriff massentauglich. Mittlerweile ist Bloggen so beliebt, dass Blogger mit Journalisten verglichen werden, zur Meinungsbildung beitragen und in einigen Fällen jährlich sogar sechsstellige Einnahmen verzeichnen können.

Bloggen ist als Berufsbild so allgemein, dass jede Personengruppe in ihrem Expertenbereich erfolgreich sein kann. Tipps zum Bloggen findest Du in unserem Blogartikel „Blog erstellen leicht gemacht“.

Neue Berufsbezeichnungen dank dem Internet – das Fazit

Berufe kommen und gehen, das ist der Lauf der Zeit. Dank dem Internet sind einige neue und interessante Berufsbilder hinzugekommen. Die Bereiche Webdesign, Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Online Marketing und das Bloggen sind nur die Spitze des Eisbergs. Ich bin mir sicher, dass das Internet auch in Zukunft noch einige neue Berufsbezeichnungen für uns parat haben wird.

Was ist deine Meinung zu den neuen Berufen im Internet? Notwendig oder nur ein Marketinggag? Wie werden sich die Berufsbilder in Zukunft entwickeln? Ich freue mich auf deine Meinung.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

1 Comment

  • Marco

    20. Februar 2014

    Ich denke das Internet wird in Zukunft noch so manche Berufsbezeichnung hervorbringen, mit der man heutzutage noch garnicht rechnet. Es gibt ja auch heute schon Bereiche im Internet wo Menschen tätig sind, die keine eigene Bezeichnung haben. Beispielsweise befassen sich einige sehr erfolgreich mit Youtube Videos, wie nennt man so jemanden, vielleicht sind das zukünftig Online-Regisseure oder Netz-Moderatoren. Wer weiß was noch kommt 🙂