Das Penguin-Update von Google

Peng Peng Penguin – Es Googelt gewaltig

In der SEO-Welt hat es mal wieder ordentlich geknallt. Google hat am 24.04.2012 sein neuesten Tierchen auf die Online-Welt losgelassen. Dabei durfte diesmal zeitgleich das komplette Web an dem neuesten Coup von Google teilhaben.

Viele Webmaster hätten sicher gerne darauf verzichtet, zwar sollen angeblich nur ca. 3% der indexierten Websites betroffen sein, die gefühlte Anzahl der betroffen User liegt jedoch um einiges höher.

Dabei scheint es einige so hart getroffen zu haben, dass Existenzen auf dem Spiel stehen. Teilweise vermelden Webmaster, dass ihr Projekt über 95% an Userschwund zu verzeichnen hat.

Was ist das Penguin-Update überhaupt

Das kleine Linux-Maskottchen, was nun von Google auf diese Art missbraucht wurde, ist in der Summe ein sehr einfaches Update gewesen. Ziel ist es, wie fast immer, den allgemeinen Webspam zu bekämpfen.

Dabei hat es Google diesmal überwiegend auf gekaufte Links, Keywordstuffing und die genutzten Linktexte abgesehen. Grundlage von vielen Projekten war der Backlinkaufbau in Kombinationen mit sogenannten harten Moneykeywords.

Die meisten unter uns werden damit sicher etwas anfangen können. Trotzdem eine kurze Erläuterung. Wenn dein Webauftritt sich mit dem Thema „Farbfernseher“ beschäftigt, lag es für viele Webmaster nahe, genau diesen Begriff als Anchortext, also als Linktext, zu verwenden.

Da diese Art des Verlinkens jedoch kaum etwas mit einer natürlichen Verlinkung zu tun hat, wurde dies für viele Webmaster zum Verhängnis.

Pinguin serviert mit ein wenig Panda

Wer damals vom Pandaupdate verschont geblieben ist und jetzt umso härter vom Penguin-Update getroffen wurde, kann jedoch nicht ausschließen, dass es sich hauptsächlich nur um ein Problem mit den Anchortexten handelt.

Vielmehr scheint es so, dass Google seine Erkenntnisse aus dem Pandaupdate und aus der Offenlegung und Abstrafung vieler Linknetzwerke mit dem Pinguin zusammen genutzt hat. Wer sich also keiner Schuld bewusst ist und seine Projekte nicht hauptsächlich mit Moneykeywords verlinkt hat, sollte schnellsten Ursachenforschung betreiben.

Weitere mögliche Quellen der Herabstufung könnten sein:

  • Backlinkkauf aus abgestraften Linknetzwerken
  • Allgemeiner Backlinkverkauf
  • Keywordstuffing, also der übermäßige Gebrauch von Schlüsselwörtern
  • Versteckter Text auf der eigenen Website
  • Doppelter oder gar geklauter Content
  • Qualitativ schlechter Inhalt
  • Hauptsächlich Inhalte mit Werbung und Affiliate-Links

Was tun sprach Zeus und warf mit Blitzen

Die Frage die sich viele Webmaster nach dem Supergau stellen, ist wie sie nun weiter verfahren sollten. In erster Linie gilt es Ruhe zu bewahren! Keine Schnellschüsse in den Webmastertools begehen oder sonstige Meldungen an Google anstreben.

Wenn es möglich ist, die eigene Backlinkstruktur überprüfen und eventuell Step by Step nachbessern. Wer die Zeit dafür hat, sollte versuchen an einer qualitativ hochwertigen Verlinkung zu arbeiten, ohne dass die die Hauptschlüsselwörter als Linktext genutzt werden.

Es gab auch schon Stimmen, dass weiterer guter Content den Pinguin gnädig gestimmt hat. Wichtig ist, dass auch hier darauf geachtet wird mit den Keywords in dem Titletag und in der Beschreibung vernünftig zu haushalten. Es spricht nichts dagegen das Mainkeyword zu nutzen aber mit Bedacht und der Text sollte vom User gut zu lesen sein.

Da Google auch nach dem Panda-Update teilweise extrem nachjustiert hat, ist die Chance sicherlich auch jetzt sehr groß, dass die Suchmaschinenergebnisse sich nochmal ändern.

Fazit:

Mit Tante Google wird es nicht langweilig und die SEO-Welt ist wie immer am rotieren. Grundsätzlich scheint die Richtung immer deutlicher vorgegeben zu sein. Guter Content mit Bezug zum Autor und eine hohe Sichtbarkeit in der Social Media Welt als Experte scheint wichtiger denn je zu sein für gute Positionen in den SERPS.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • azella

    3. Mai 2012

    Danke für den Artikel, hat mir geholfen. Aber ich finde Du hast bei den Fakten etwas zu viel Panda Update mit eingemischt. Habe auch etwas zum Thema verfasst.

    Grüße!

  • Andreas Meyhöfer

    3. Mai 2012

    Hallo Azella,

    danke für deine Rückmeldung.
    Was die Pandakritik betrifft. Das Panda-Update 3.5 ging ein paar Tage vor dem Pinguin über die Bühne. Das bedeutet das eine mögliche Abgestrafung nicht immer genau lokalisiert werden kann. Hier wurde, auch von bekannten SEOs, vermutet das Google die Updates absichtlich kurz hintereinander eingespielt hat um die Ursachenforschung zu erschweren. Weitere Thesen sind, das hier ein Mischupdate erfolgt ist. Das würde auch erklären warum viele Webmaster betroffen sind, obwohl sie kein aufälliges Backlinkprofil haben.

    Viele Grüße Andreas