Überholte SEO-Maßnahmen, die Du als Blogger nicht mehr nutzen solltest - Teil 2

Überholte SEO-Maßnahmen, die Du als Blogger nicht mehr nutzen solltest – Teil 2

Letzte Woche habe ich aufgrund einer Frage in einer Facebookgruppe diese kleine SEO-Serie gestartet, die heute ihre Fortsetzung finden soll. Letzte Woche haben wir uns mit den SEO-Techniken Hidden-Text, Doorway Pages, Keywordstuffing, Backlinkspam und Linktausch beschäftigt.

Solltest Du den ersten Teil verpasst haben, ist das kein Problem. Hier ist der Link zu den veralteten SEO-Techniken Part 1. Ich wünsche dir nun viel Spaß mit dem zweiten Teil der SEO-Maßnahmen, die nicht mehr zu empfehlen sind.

Der Aufbau von Link-Netzwerken

Wie komme ich am schnellsten an Backlinks, über die ich auch noch die Kontrolle habe? Früher war die Antwort ganz einfach. Es wurden hunderte, manchmal sogar tausende von Domains registriert, automatisch Content generiert und die entsprechenden Seiten nach Wunsch verlinkt. Das Ganze ist nun vereinfacht dargestellt. Für einen größeren Einblick empfehle ich dir die folgende Präsentation aus dem Jahre 2010 von Björn Tantau.

Was im großen Stil funktionierte, lässt sich natürlich auch im Kleinen umsetzen. Google erkennt Linknetzwerke jedoch immer besser und im Grundsatz solltest Du die Finger von Linknetzwerken lassen.

Inhalte generieren mit Article Spinning

Zugegeben, diese SEO-Maßnahme ist nicht wirklich veraltet, sondern birgt schlicht Gefahren. Article Spinner werden eingesetzt, um aus einem Ausgangsartikel eine Vielzahl von weiteren Artikeln zu generieren. Gerade beim Aufbau von Linknetzwerken, dem Linkaufaufbau mit Webkatalogen, Artikelverzeichnissen oder Social Bookmarks werden immer wieder neue Texte benötigt. Doch das Schreiben von immer neuem Content ist aufwändig und kostspielig.

Mithilfe von Tools und Synonym-Datenbanken werden nun inhaltlich gleiche Artikel mit einer anderen didaktischen Darstellungsweise generiert. Schlechtes Article Spinning führt jedoch zu Duplicate Content und kann eine Abstrafung der einzelnen Websites zur Folge haben. Zudem erkennt auch Google immer besser Synonyme und artverwandte Texte. Auch hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die besten gespinnten Artikel unter die Räder geraten.

Der Einsatz von Keyword-Links

Was ist besser als ein guter Backlink? Ein guter Backlink, der mit dem gewünschten Money-Keyword ausgezeichnet wurde. Das jedenfalls war eine gängige SEO-Praxis vor dem gefürchteten Penguin Update von Tante Google. Mittlerweile ist der übermäßige Aufbau von Keyword-Links eine Garantie dafür, von Google etwas auf die Nase zu bekommen.

Wenn etwas genauer darüber nachgedacht wird, ist diese Maßnahme seitens Google auch logisch. Seien wir ehrlich, wie oft verlinken wir auf natürliche Weise ein einzelnes Money-Keyword? In der Regel werden doch eher Satzteile, Stopwörter oder Domains freiwillig verlinkt.

alte-seo-massnahmen-blog

Linkaufbau mit Footer-Links aus gratis Templates

Gerade die kreativen Köpfe unter den SEOs konnten mit Footer-Links in einem gigantischem Ausmaße punkten. Es wurden einfach kostenlose Templates bereitgestellt und mit einem Footer-Link zur gewünschten Website versehen und der Linkaufbau ging quasi automatisiert von der Hand. Das Problem in der heutigen Zeit bei dieser SEO-Maßnahme liegt jedoch auf der Hand.

Der Google-Algorithmus betrachtet bei einem gesetzten Link auch die Themenrelevanz. Diese ist jedoch bei der Verteilung von kostenlosen Templates in der Verbindung mit einem Footer-Link nicht mehr zu steuern. Wenn der Footer-Link dann noch mit einem Money-Keyword ausgestattet wird, ist die Abstrafung seitens Google nicht mehr weit entfernt.

Veraltete SEO-Maßnahmen Teil 2 – Das Fazit

Wie wir heute wieder gesehen haben, ist die Grenze zwischen SEO und Black Hat SEO nicht immer klar definiert. Was Früher als legitim eingestuft wurde, gilt mittlerweile als Manipulation und wird von Google abgewatscht. Grundsätzlich gilt, dass von allen SEO-Maßnahmen, die nicht explizit von Google als positiv bewertet werden, Abstand genommen werden sollte.

Was heute noch funktioniert, kann deinen Blog morgen in das Suchmaschinen-Nirvana schicken.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Brigitte

    6. Mai 2014

    In letzter Zeit lese ich immer vermehrter, was man alles nicht soll und was man alles am Besten unterlassen sollte. Finde ich aber ziemlich gut, weil ich glaube bei mir hat sich auch noch einiges an alten Methoden… festgebrannt.

    Bringt es denn überhaupt noch etwas Backlinks zu setzen? Sind Deeplinks da denn nicht sogar besser? Aber wie kommt man an denen denn heran? Was ist mit Do-/No-Follow? Momentan alles Fragen, die mich echt ein wenig beschäftigen.

  • Andreas Meyhöfer

    7. Mai 2014

    Hallo Britta,

    Backlinks sind immer noch wichtig, das bestätigt auch Matt Cutts persönlich. Das wird sich auch über die nächsten Jahre sicher nicht ändern. Auch Deeplinks gehören zu einem guten Linkmix dazu. Wie man an entsprechende Links herankommt, werde ich in einem Blog-Artikel erklären, ebenso ist das Thema DoFollow / NoFollow auf meiner Agenda.

    LG Andy