Valider Quellcode und Webstandards

Valider Quellcode beim Webseiten erstellen

Was ist sogenannter valider Quellcode überhaupt?

In den ersten beiden Abschnitten des Tutorials „Webseiten erstellen“ habe ich Dir schon vom W3C, HTML-Validatoren und validem Quellcode erzählt. Die Frage ist natürlich, was ist valider Quellcode überhaupt?

Valider Quellcode ist nichts weiter als die Erstellung seines HTML, CSS oder Javascript-Quellcodes nach den aktuellen Richtlinien verschiedener Organisationen – eine der wohl bekanntestens ist das W3C.

Sinn und Zweck von validem Quellcode ist ganz simpel zu erklären. Es ist egal, ob Du ein Notebook, eine Waschmaschine oder einen Mixer in Deutschland kaufst, die Stecker passen alle in die gleiche Steckdose.

So wie in der Industrie Produkte nach einem bestimmten Standard bzw. Norm (hier: DIN) entwickelt werden, um eine große Reichweite und Kompatibilität zu erreichen, so kannst Du Dir die Sache auch bei der Erstellung von Webseiten vorstellen.

Es gibt User, die benutzen den Opera als Brwoser, der nächste den Internet Explorer, Chrome, Safari, Firefox oder einen anderen der über 798.201 verschiedenen Browserarten auf der Welt.

Wenn jeder Browserhersteller seine eigenen Standards definiert, gäbe es ein heilloses durcheinander. Jede erstellte Website würde die verschiedensten Formen in den unterschiedlichsten Browsern annehmen.

Die Kosten bei der Entwicklung von Websites wären astronomisch, schließlich müsste man für jeden Browser die Website neu entwickeln.

User die den „falschen“ Browser verwenden, könnten Deinen Webauftritt eventuell nicht einmal ansehen, weil der Browser den Quellcode anders interpretiert. Was das für Dich bedeutet, wenn Du mit Deiner Website Geld verdienen willst, muss nicht weiter erläutert werden.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt von validem Quellcode ist, dass Suchmaschinen valide Websites besser bewerten. Das liegt daran, dass fehlerfreie Seiten nicht nur schneller geladen werden sondern Suchmaschinen Inhalte von Websites besser interpretieren („lesen“) können.

Bitte beachten: Valider Quellcode allein ist kein Rankingkriterium

Leider ist dieser Effekt, im Gegensatz zu anderen Suchmaschinenoptimierungs-Maßnahmen, (noch) als eher gering zu bewerten.

Viele Webdesigner kennen noch die Probleme mit dem Internet Explorer (IE) 6 + 7 von Microsoft. Da Microsoft einst den Markt beherrschte mit seinen Browserversionen, hatten diese Biester ihren eigenen Willen HTML anzuzeigen.

Hier konnte man valide arbeiten wie man wollte – es gab immer wieder Kleinigkeiten, die man extra für den IE 6 + 7 anpassen durfte.

Durch die starke Anzahl an Mitbewerbern, unter anderem durch den Mozilla Firefox, fand bei Microsoft jedoch ein Umdenken statt und seit dem Internet Explorer 8 gibt es (fast) keine Darstellungsprobleme mehr, wenn man seine Websites nach den aktuellen Richtlinen und damit nach den aktuellen Webstandards erstellt.

Entsprechende Tools, um Deinen Quellcode zu überprüfen, solltest Du seit dem zweiten Teil dieses Tutorials installiert haben.

Weitere Empfehlungen für die Entwicklung von Websites nach aktuellen Webstandards:

  • Das (X)HTML-Dokument enthält einen nach W3C-Spezifikationen gültigen DOCTYPE
  • Die Website sollte nach gültigem (X)HTML erstellt werden
  • Design, Formatierung (CSS) und Inhalte/Strukturierung (HTML) werden getrennt erstellt
  • Tabellen werden dort genutzt, wo sie sinnvoll sind und nicht zum Layouten
  • Semantisches Markup wird eingesetzt
  • Frames werden nicht eingesetzt

Im nächsten Artikel werden wir gemeinsam einzelne Begrifflichkeiten näher unter die Lupe nehmen.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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