7 wichtige Verhaltensregeln für Social Media

7 wichtige Verhaltensregeln für Social Media

Social Media Marketing ist so wichtig wie nie zuvor und immer mehr Unternehmer nehmen sich diesem Bereich an. Doch nicht jeder beherzigt bestimmte Grundregeln die es einfach zu beachten gibt. Dabei gelten im Internet fast die gleichen Regeln wie in der „realen Welt“.

Dabei gibt es jedoch einen gewaltigen Unterschied. Während das eigene Fehlverhalten in einem Ladengeschäft meist nur einen Kunden betrifft und die Gefahr einer deutschlandweiten negativen Berichterstattung gegen Null tendiert, können Fehler die im World Wide Web begangen werden, dauerhaften Schaden anrichten. Sogenannte Shitstorms sind dann nur mit viel Ausdauer und Gelassenheit zu überstehen.

Regel 1 – Schreibe mit Bedacht

Wer viel im Internet unterwegs ist, nimmt unweigerlich an den verschiedensten Diskussionen teil. Wie es in der Natur bei der Kommunikation mit verschiedenen Menschentypen liegt, müssen Meinungen nicht immer identisch sein. Dabei gilt es jedoch niemals seine gute Kinderstube zu vergessen, egal ob man der Meinung ist der Gegenüber schreibt Blödsinn. Beleidigungen, egal ob direkt oder durch die Blume, gehören nicht in die Geschäftswelt.

Regel 2 – Folge nicht alles und jedem

Es gibt Menschen die sammeln Follower auf Twitter, Freunde bei Facebook und Circles bei Google+ wie andere Leute kleine Nippesfiguren. Das mag in der Vitrine gut aussehen, in einem Userprofil schreckt das in der heutigen Zeit viele potentielle Follower ab.

Suche dir nur jene Profile heraus, die dir einen echten Mehrwert bieten und eventuell zu deiner eigenen Branche passen. Damit zeigst du nicht nur Interesse, sondern kannst dir damit über die Zeit ein echtes und hochwertiges Netzwerk aufbauen. Bedenke immer – viel hilft eben nicht viel.  Grundsätzlich geht Qualität auch hier immer über Quantität.

Regel 3 – Spamme nicht

Ich habe schon Follower von meinen Listen gestrichen, weil sie 5 mal am Tag die gleiche Meldung gepostet haben, nur damit auch der Letzte eventuell davon gelesen hat. Dabei ist das völlig unnötig. User die echtes Interesse an deinen Beiträgen oder Tweets haben, lesen sich diese sowieso durch. Stell Dir vor jemand rennt den ganzen Tag mit einem Megaphon hinter dir her und erzählt dir was von seinen neuesten Angeboten. Lästig oder? So wirkt es auch im Bereich Social Media.

Poste auch nicht jede noch so unwichtige Nachricht. Ab und an eine kleine Anekdote oder eine private Gegebenheit mag die Sache noch auflockern, den ganzen lieben Tag belangloses Zeug zu posten nervt im Businessbereich und gehört in den Privataccount.

Regel 4 – Sei Du selbst und lüge nicht

Es gibt immer wieder Menschen die der Meinung sind ihre Reputation zu schönen nur um einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Ich lese zum Beispiel immer öfter von sogenannten Internet-Marketern, die angeblich schon 10-15 Jahre im Internetmarketing tätig sind. Nutzt man dann Google um mehr von diesen Leuten in Erfahrung zu bringen, findet man meistens – nichts.

Zwar funktioniert diese Masche sehr gut, insbesondere wenn Affiliateprogramme angeboten werden mit denen die Websitebetreiber Geld verdienen können, für ein solides Business ist das aber nichts. Es ist nicht schlimm wenn du ein Anfänger in deinem Bereich bist oder keinen geraden Lebensweg hattest mit dutzenden von Ausbildungen oder Studiengängen, es zählt einzig und alleine die Qualität deiner Produkte. Eine bessere Sprache gibt es nicht um zu überzeugen.

Regel 5 – Social Media ist wie ein Boxkampf. Geben ist seliger denn nehmen!

Wer der Meinung ist Social Media ist eine One-Man (Woman)-Show der sollte seine Einstellung schnell ändern. Die Vorstellung der eigenen Produkte ist bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken nur eine positive Nebenerscheinung.

Biete deinen Lesern und Followern auch andere Artikel, Produkte und Berichte an. Erwähne andere Betreiber, teile gute Tweets und schlage auch mal vor einem anderen zu folgen. Zwar wird es dir nicht jeder danken aber du wirst sehen auch hier wird das Fundament deiner sozialen Netzwerke stärker sein als wenn du Social Media als Selbstbedienungsladen betrachtest.

Regel 6 – Gekaufte Fans, Follower und Google+ sind für die Tonne

Mittlerweile hat auch der letzte Selbständige mitbekommen wie wichtig Social Media ist. Da ist die Versuchung natürlich groß sein eigenes Profil künstlich aufzuwerten. Der Kauf bei EBay ist schnell getan und das eigene Social Media Profil sieht gleich bewohnter aus.  Mit einem nachhaltigen und dauerhaften Aufbau deiner Netzwerke hat das aber nichts zu tun. Die Profile sind zu 99.99999999999 % (Mir gehen die Neunen aus!) Fakeprofile ohne Mehrwert.

Selbst wenn die ganze Sache kurzfristig funktioniert, langfristig schießt man sich damit ins eigene Knie. Ganz davon ab sind solche Methoden laut den verschiedenen Richtlinien der Seitenbetreiber sowieso nicht erlaubt und wenn man ganz viel Pech hat ist der Account plötzlich dicht und das investierte Geld dahin. Der mögliche Imageschaden der entstehen kann wenn bekannt wird, dass die Accounts künstlich gepimpt wurden, sollte einen grundsätzlich von solchen Methoden abhalten.

Regel 7 –  Kopiere keine fremden Beiträge

Auch Blogs gehören zum Bereich Social Media und leider macht sich hier immer mehr die Bereitschaft zum kopieren bereit. Eine bekannte Masche ist zum Beispiel komplette Artikel aus den USA 1:1  zu kopieren. Zwar lebt es sich gänzlich ungeniert, wenn der Ruf erst ruiniert aber wer möchte seinen guten Namen wirklich auf diese Art aufs Spiel setzen.

Andere nennen das Ganze einfach Inspiration und schreiben die Artikel ein wenig um, ohne die Struktur wirklich zu verändern. Die Leute mögen sich vielleicht damit selber und Teile ihrer Leser belügen können aber wer ehrlich zu sich selbst ist, wird feststellen, dass auch solche Artikel nicht ganz sauber sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du bestehende Artikel nicht als Inspiration nutzen sollst. Doch es sollte schon etwas komplett Eigenes entstehen. Wenn Du dann noch einen Verweis auf deine Inspirationsquelle setzt, hast Du einen weiteren Schritt gemacht in Richtung gutes Social Media und Netzwerken.

Fazit:

Für eine vernünftige Verhaltensweise im Social Media Bereich gehört im Grunde nur ein wenig gesunder Menschenverstand. Leider schaltet dieser immer wieder aus, weil etwas schnell erreicht werden möchte oder das große Geld lockt.

Es sollte jedoch bedacht werden, dass der „Autorfaktor“ immer wichtiger wird im Internet. Ich behaupte sogar ganz kess, dass in ein paar Jahren der soziale Faktor und der Bezug zu der Person so stark sein wird dank Twitter, Facebook, Google+ und Co, dass ein einmal ruinierter Name einen mit viel Pech auf lange Zeit aus dem Internetgeschäft drängt.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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