Billiges Webdesign ist für Blogger einfach zu teuer

Billiges Webdesign ist für Blogger einfach zu teuer [Update]

Beim Lesen der Überschrift hast Du vielleicht erst einmal gestutzt, genauso wie sicherlich viele Leser. Hast Du dir die Frage gestellt: „Wie jetzt? Warum teuer, wenn es nicht viel kostet?“.

Oder gehörst Du zur Spezies der qualifizierten Blogger, Selbständigen im Internet und Webdesigner? Dann wirst Du wahrscheinlich unwillkürlich genickt haben, oder Du hast vermutlich zumindest eine Ahnung, auf was der Artikel Billiges Webdesign ist für Blogger einfach zu teuer” hinaus will.

Die Gefahren beim billigen Webdesign

Jeder X-beliebige, sei er Schüler, Hobby-Bastler, Onlinezocker, Hausfrau oder -mann, der heutzutage einen halbwegs vernünftigen PC zuhause stehen hat, kann eine Webseite online bringen und bezeichnet sich oft mit stolzgeschwellter Brust als Webmaster.

Auch wenn dieser Webmaster nicht die professionellen Grafikprogramme besitzt, die immerhin eine ordentliche Stange Geld kosten, gibt es ausreichend opensource Produkte, die (fast) genauso leistungsfähig sind wie die Profiprogramme.

Oder die Grafik wird einfach weggelassen, bzw. nicht selbst erstellt – das Internet ist schließlich in der Beziehung ein Schlaraffenland: Fotos und Grafiken so viel das Herz begehrt. Noch fix einen Editor heruntergeladen und schon kann es losgehen und der selbsternannte Webdesigner kann billig für seine Kunden ein Webdesign herstellen.

Die Beratung beim billigen Webdesign

Stell dir vor, Du bist Unternehmer und beschäftigst dich nicht wirklich tiefgreifend mit dem ‚Welt-Weiten-Wust’. Deine Erfahrung mit dem Internet beschränkt sich auf das Nötigste, wie beispielsweise E-Mails zu verschicken und hin und wieder die Websites deiner Mitbewerber zu betrachten. Wie viele andere mit dem Internet unerfahrene Unternehmer, entscheidest Du schließlich spontan: wir brauchen auch so eine Seite für unsere Firma.

Du hast jedoch keinen Einblick, welchen Aufwand es tatsächlich bedeutet eine Website zu entwickeln. Du kannst kaum erahnen was überhaupt alles hinter einer Website steckt, da das meiste für den Laien nicht ersichtlich ist, sondern Du siehst nur das Offensichtliche, nämlich die grafische Oberfläche.

Webdesign soll immer billig sein

Du bist hauptsächlich bestrebt mehr Umsatz durch eine Website zu generieren und machst dir weniger Gedanken darum, dass bei einer Website etwas schief gehen könnte. Du denkst, eine Website ist nichts Kompliziertes, im Handumdrehen online gebracht und funktioniert einfach. Du als ein solcher Webdesign-Kunde kannst deshalb zu leicht an einen Hobby-Webdesigner geraten.

Es ist ja auch nicht verwunderlich, denn nach welchen Kriterien wird jemand, der sich mit der Materie nicht auskennt, wohl seinen zukünftigen Webseitenentwickler aussuchen? Ganz genau: Nach dem Preis.

Leider ist es mit dem Preis als Kriterium aber auch nicht so einfach. Falls Du im Internet versuchst eine Preisvorstellung zu bekommen, wirst Du durch die immensen Preisunterschiede wahrscheinlich eher verwirrt werden, als dass Du dir Klarheit verschaffen kannst.

Die Preisunterschiede der Webdesigner

Die großen Agenturen liegen da leicht bei 5000 Euro aufwärts und unsere Ich-stell-mein-Angebot-mal-bei-My-Hammer-ein-Nebenbei-Webmaster starten nicht selten bei 100 Euro oder weniger. Nachvollziehbar, dass jemand der noch nie das Wort „valide“ oder „responsive“ in Zusammenhang mit Website gehört hat, sich in Bezug auf den stolzen Preis einer Agentur denkt: „Ich will doch nicht den ganzen Laden kaufen, ich will doch bloß eine normale Seite wie alle anderen auch, das kann doch nicht so teuer sein!“

Wenn Du dich in einer solchen Situation befändest, würdest Du nicht auch dazu neigen, ausschließlich nach dem Preis zu urteilen? Denn der Preis ist in so einem Falle das einzig Greifbare.

Oder Du hast ganz unerwartet das zweifelhafte Glück und bekommst eine Empfehlung von einem deiner Mitarbeiter / Bekannten / Freunde, dass der Sohn der Nachbarin / Stammtischkumpel des Schwippschwagers / der Freund der Freundin eines Freundes da in kurzer Zeit was Tolles zaubern kann.

Prima, besser kann es nicht gehen, das passt ja! (Das Thema Schwarzarbeit im Internet lassen wir hier mal außen vor).

Die Probleme beim billigen Webdesign

Das böse Erwachen kommt dann leider zwangsläufig früher oder später. Du wartest bereits zwei Wochen, aber noch keine Webseite in Sicht. Die ersten Zweifel kommen auf: ist der besagte pfiffige und kompetente Webdesigner doch nicht so zuverlässig, bzw. in der Lage, alle Wünsche zu erfüllen?

Nach langem Hin und Her, Diskussionen, Warten und Enttäuschungen wird sich das Ganze schließlich im Sande verlaufen. Viel Zeit und eventuelle Vorauszahlungen sind weg. Eine gute, funktionierende Website hätte bereits neue Kunden gewinnen können und Du hättest vielleicht auch schon erste Umsatzsteigerungen verzeichnet.

Billiges Webdesign ist meist unausgereift

Auch wenn der Hobby-Webdesigner es dann doch noch geschafft hat deine Website irgendwie online zu bringen, ist der Ärger meist trotzdem noch nicht vorbei. Denn hat diese Site Fehler, ist unübersichtlich, bzw. nicht durchdacht und chaotisch, können deine potenziellen neuen Kunden verschreckt werden.

Denn für den Kunden liegt in diesem Fall besonders eines Nahe: ist der Webauftritt nicht gut, kann das dazugehörige Unternehmen auch nicht besser sein!

Billiges Webdesign kostet Geld und Nerven

So oder so gehen dir Kunden verloren und mit den Kunden verlierst Du viel Geld. Oder Du verschwendest ungeahnte Möglichkeiten und wertvolle Zeit – und Zeit ist nun mal Geld. Einmal an der falschen Stelle gespart kann somit für dich ganz schön teuer werden. Das billige Webdesign ist letztenendes also alles andere als preisgünstig.

Um Missverständnissen vorzubeugen: es gibt auch nebenberufliche Webdesigner und Freelancer, die ihr Handwerk verstehen und ausgezeichnete, solide Arbeit leisten. Diese Webdesigner sind mit diesem Artikel selbstverständlich nicht gemeint.

Auch soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass es nicht möglich ist mit Fleiß und Einsatz eine gute bis hervorragende Webseite zu erstellen. Jedoch ist gute Arbeit in diesem nebenberuflichen Bereich leider nicht immer die Regel und dieser Blogbeitrag soll dich sensibilisieren.

Wenn dein Budget nur für billiges Webdesign reicht

Bevor Du dir einen Webdesigner für 300 Euro leistest und die Gefahr in Kauf nimmst enttäuscht zu werden, weiche lieber auf Premium Themes aus. Premium Themes wirken professionell und das Angebot ist so groß und vielfältig, dass Du sicherlich für jeden Zweck das passende Webdesign findest.

Gerade wenn Du dich für das zurzeit beliebteste Blog-System WordPress entscheidest, stehen dir unzählige Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten offen.

In der folgenden Linkliste findest Du alle nötigen Blogartikel um dir das Grundwissen über WordPress und dazu passenden Premium Themes anzueignen.

  • WordPress Grundlagen
    Hier findest Du das Inhaltsverzeichnis zu unserer Tutorial-Serie WordPress Grundlagen. In dieser Tutorial-Serie erfährst Du alles Wichtige und unter anderem auch, wie Du unter WordPress Themes installierst.

Billiges Webdesign – das Fazit:

Bevor Du dich also auf das Abenteuer billiges Webdesign einlässt, solltest Du genau überlegen, ob es nicht sinnvoller ist auf WordPress und ein Premium Theme zurückzugreifen oder ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen um dich vernünftig von einem Profi beraten zu lassen.

Denn wie heißt es so schön: “Wer billig kauft, kauft zweimal”.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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