Grundlagen für die Usability die Du als Blogger kennen solltest

Grundlagen der Usability die Du als Blogger kennen solltest [Update]

Usability, oder anders gesagt Benutzerfreundlichkeit, Bedienbarkeit, Gebrauchstauglichkeit, Nutzungsqualität, Verwendbarkeit, begegnet dir überall in deinem täglichen Leben.

Ist es dir vielleicht schon einmal passiert, dass Du die falsche Herdplatte angeschaltet hast, oder dass Du deine neue mit allerlei Technik ausgerüstete Mikrowelle nur hungrig und hilflos betrachten konntest?

Standest Du möglicherweise verwundert in der nagelneuen, hochmodernen Küche von Freunden und konntest dir einfach nicht erklären, wie Du auch nur eine einzige Schranktür oder Schublade aufbekommen sollst – so ganz ohne Griffe? Dann willkommen in der Welt der schlechten Usability 😉

In diesem Blogartikel erfährst Du, was Usability bedeutet und wie einfach die Grundlagen für eine gute Usability eigentlich zu befolgen sind, wenn Du sie dir erst einmal bewusst gemacht hast.

Was haben die Beispiele nun mit Blog- oder Website-Usability zu tun?

Mit Blog- bzw. Website-Usability weniger, aber mit den Grundsätzen der Usability ausgesprochen viel. Die Herdplatte zum Beispiel: Sind die Schalter bzw. die Symbole neben den Schaltern so unbedacht gestaltet, dass Du sie zwangsläufig falsch zuordnest, kommt natürlich auch die falsche Platte zum Einsatz.

Oder kannst Du die Symbole überhaupt nicht interpretieren, kommst Du als Nutzer nur durch Ausprobieren weiter. Oder die neue Mikrowelle: Hast Du etwa die Geduld mit knurrendem Magen die Gebrauchsanleitung zu lesen? So ein Gerät des alltäglichen Gebrauchs soll gefälligst selbsterklärend sein!

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Und was ist mit der ultramodernen Hochglanzküche? Die hat motorisierte Fronten, die irgendwie von selbst aufgehen – vorausgesetzt Du weißt, wie es geht. Manch einer steht dann da und denkt sich: „Schranktüren und Schubladen hatten schon immer Griffe – manche links, andere rechts – aber sie hatten Griffe – zum Aufmachen – logisch“.

In allen drei Fällen wurden Grundsätze der Usability vernachlässigt. Usability ist kein hochkompliziertes Geheimrezept und ich bin mir recht sicher, nach dem Lesen dieses Blogartikels wirst Du sagen: „Das war schon alles? Das ist doch eigentlich ganz selbstverständlich.“

Leider ist Usability nicht immer so selbstverständlich. Usability fällt nicht auf, über Usability muß der Nutzer nicht nachdenken, sie wird erst bemerkt wenn sie fehlt.

Einige Grundsätze zur Blog- und Website-Usability

Eine Website oder ein Blog sollte selbsterklärend und intuitv zu bedienen sein. Es wäre undenkbar, wenn Du für die Nutzung eines Blogs eine Gebrauchsanweisung bräuchtest. Auch eine Hilfeseite dient nicht der Usability. Hand aufs Herz – in wievielen Fällen hast Du dich wirklich für die Hilfe interressiert, geschweige denn lange etwas nachgelesen?

Im besten Fall macht sich ein User noch die Mühe und scannt ungeduldig die Hilfeseite, findet er aber die gesuchte Information nicht schnell, verlässt er einfach frustriert den Blog oder die Website. Diese sogenannten Absprünge kannst Du für deinen Blog durch eine gute Usability minimieren.

Usability-Grundlage #1: Beantworte Fragen sofort, präzise und einfach

Wenn etwas erläutert werden muss, dann direkt dort, wo Fragen aufkommen könnten. Und zwar präzise, unmißverständlich und kurz! Warum? Der Websitenutzer will eine Antwort auf seine Frage – sofort, da wo er sich gerade befindet und nicht danach suchen müssen. Er will eine verständliche Antwort und keine neuen Fragen. Und er hat keine Zeit für ellenlange Erklärungen!

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Usability-Grundlage #2: Der User bestimmt selbst

Der User muss das Gefühl haben selber bestimmen zu können, wenn er auf einem Blog oder einer Website unterwegs ist. Das heißt, jede Interaktion mit dem Blog in Geschwindigkeit und Richtung unterliegt ganz allein seiner Entscheidung.

Eine Bevormundung des Nutzers durch z. B. selbständig abspielende Videos o. ä. solltest Du besser vermeiden. Gerade Videos, die augenblicklich losdudeln wenn Du auf einen Blog kommst, nerven viele Besucher.

Usability-Grundlage #3: Erfülle die Erwartungen des Users

Der Besucher erwartet bei bestimmten Handlungen eine bestimmte Reaktion der Website bzw. Blogs. Klickt er z. B. auf einen, mit einem Link unterlegten Begriff im Text, erwartet er weiterführende Informationen zu diesem Begriff.

Aber was ist, wenn stattdessen irgendetwas anderes aufplöppt? Oder wenn er auf eine Seite weitergeleitet wird, die im Grunde nichts mit dem Begriff oder dem Inhalt des Textes zu tun hat? Er fühlt sich wahrscheinlich verunsichert, im schlimmsten Fall „veräppelt“. Die Konsequenz könnte auch hier sein, dass dein Besucher verärgert deinen Blog verlässt.

Usability-Grundlage #4: Der User soll unproblematisch Fehler korrigieren können

Es kommt öfter vor, dass User fehlerhafte Eingaben machen. Das System muss so aufgebaut sein, dass diese Eingaben ohne großen Aufwand und unkompliziert korrigiert werden können.

Auf keinen Fall sollte es so sein, dass der Benutzer wieder ganz von vorne mit dem Ausfüllen des Formulars beginnen muss. Auch kommt hier wieder die Usability-Grundlage #1 zum Tragen: Dem User muss sofort, unmissverständlich, präzise und kurz erläutert werden, was wo falsch ist und was eine richtige Eingabe wäre.

Usability-Grundlage #5: Möglichst einfache Aufgabenerfüllung für den User

Der Blog- bzw. Websitebesucher sollte möglichst effektiv die Seiten nutzen können. Das heißt, je schneller die Seiten laden, umso besser. Der Besucher sollte nicht durch PopUps oder Unleserlichkeiten behindert werden. Es ist äußerst wichtig, dass sich der Text angenehm lesen lässt. Also sorge auf deinem Blog für eine ausreichende Schriftgröße und eine geeignete Schriftart. Solche Scherze wie rote Schrift auf blauen Grund solltest Du tunlichst vermeiden 😉

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Weitere Funktionen solltest Du so einfach wie möglich halten. Nehmen wir einmal als einfaches Beispiel ein Kontaktformular: Es ist in der Regel unnötig, unzählige Pflichtfelder in das Formular einzubinden. Müssen es wirklich alle denkbaren Kontaktdaten sein, oder sind Name, E-Mail-Adresse und der Nachrichtentext nicht doch genug?

Fazit zu Grundlagen der Usability die Du als Blogger kennen solltest

Wenn Du dich bewusst im Alltag umschaust und beim Surfen im Internet aufmerksam darauf achtest, was dich auf der einen Seite stört oder behindert und auf der anderen Seite gefällt und deine Arbeit unterstützt, wirst Du sehr schnell ein Gefühl für Usability bekommen.

Dieses Gefühl ist eine gute Grundlage für die Verbesserung der Usability deines Blogs oder deiner Website. Auf diese Weise kannst Du eine höhere Zufriedenheit deiner Besucher erreichen.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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