Der Burn-out – Erkrankung oder Mode?

Der Burn-out – Erkrankung oder Mode?

Wir hören es seit Jahren immer wieder. Burn-out, ein aktuelles Phänomen in der westlichen Gesellschaft. Und sofort gibt es Kontra, das hätte es schon immer gegeben, man hätte es nur anders genannt, oder das sei jetzt halt die akzeptierte Umschreibung für eine Depression.

Was ist dran an der Debatte? Zunächst einmal ist der Burn-out sowohl ein körperliches, als auch psychisches Problem. Auf der körperlichen Ebene kann er mit Müdigkeit, erhöhter Infektneigung, Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder anderen, unspezifischen Symptomen auftauchen. Psychisch ist es eher ein Gefühl von Lustlosigkeit, Überforderung, Pessimismus oder Depression.

Wenn das Problem von der Warte der funktionellen Medizin betrachtet wird, sieht man, dass die Fähigkeit der Nebennierenrinde zur Ausschüttung von Stresshormonen (Cortison, Cortisol, Adrenalin) zunächst dauerhaft erhöht ist und sich dann erschöpft. Und spätestens dann ist der Burn-out sichtbar. Leider ist er dann auch nur schwer behandelbar.

Anzeichen eines Burn-outs

Erste Anzeichen eines drohenden Burn-outs ist oft eine Lustlosigkeit, auch im Angesicht von Tätigkeiten, die bisher als erfüllend oder sinnvoll eingestuft wurden. Dann kommen oft erste körperliche Anzeichen hinzu, die jedoch ignoriert werden. D.h. die bisherige Strategie der Erhöhung der Motivation wird als Gegenmaßnahme eingesetzt. Nur funktioniert mehr Druck irgendwann nicht mehr, weil das System Mensch davon genug hat. Ein Burn-out kann von Unterforderung ebenso herrühren wie von permanenter Überforderung und dem Anspruch, für alle und jeden zu jedem Zeitpunkt verfügbar zu sein. Interessanterweise trifft es oft die, die mit hoher Eigensteuerung und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung agieren.

Dabei kann sich eine Art Suchtverhalten herausbilden, die Suche nach Anerkennung von Außen und die damit verbundene Selbstakzeptanz geben dem Dasein ja auch Sinn und Inhalt.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Was kann getan werden? – Vorbeugen bedeutet, auch noch ein Leben jenseits der beruflichen Aufgaben zu führen und dieses klar getrennt zu halten. Rechtzeitig Inseln der Regeneration zu setzen und nicht die Zeit zu nehmen, die bleibt, wenn die Bedürfnisse der Umwelt erfüllt sind. Vorbeugen bedeutet, mich und meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und mich aktiv um mein Wohlergehen zu kümmern. Wenn ich es nicht tue, wer dann?! Wenn der Burn-out da ist: Sich kompetenten Rat holen und Unterstützung. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst ist essentiell. Denn ich habe einen Burn-out, aber ich bin ja mehr als nur das! Welcher Teil in mir hat sich so unter Druck setzen lassen? Und welche Teile meiner Persönlichkeit können mir da raus helfen? Welche Ressourcen habe ich, die ich jetzt nutzen kann? Das kann ein belastbarer Freundeskreis sein, eine Summe ersparten Geldes, die mir nun Freiräume verschafft, gute professionelle Begleitung, ein Haustier…..

Eine geeignete Behandlung umfasst entweder Coaching oder Psychotherapie – auch und gerade, um nach der schwierigen Phase nicht in alte Muster zu verfallen. Körperlich kann die Genesung durch vielseitige Therapien ergänzt werden: Basen- oder Vitamin C -Infusionen, pflanzliche Präparate zur Unterstützung der Nebenniere und des Vegetativums, Oxyvenierungstherapie zur Regeneration. Ich empfehle auch sehr eine Ernährungstherapie (z.B. nach metabolic balance) oder eine Ayurvedakur, jeder muss schauen, was für ihn passt!.

Ganz wichtig: Zur Behandlung kontaktien Sie unbedingt eine Person, die auf die Behandlung dieser Zustände spezialisiert ist! Z.B. Dörte Schreinert, Heilpraktikerin, Coach und Wirtschaftsfachwirtin (IHK), Tel. 030-35 10 42 08, hallo(at)naturheilpraxis-schreinert.de, www.naturheilpraxis-schreinert.de

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Dörte Schreinert

Dörte Schreinert, Coach und Wirtschaftsfachwirtin (IHK), verfügt über 19 Jahre Erfahrung als Heilpraktikerin und Therapeutin.

6 Comments

  • R.Pippir

    6. März 2013

    Hallo mir geht es schon seit Wochen schlecht und am Di dann der Zusammenbruch Nun war ich beim Arzt und die Diagnose Burn-out ich ,ich die alles auf einmal machen konnte ja nun hab ich eine Adresse einer Psychotherapeudin doch diese erreicht man nicht Vielleicht könnten sie mir jemanden im Kreis Neu-Ulm empfehlen Vielen Dank

  • Doerte

    6. März 2013

    Gut ist, dass es über die Diagnose eine Klarheit gibt! Dann kann gehandelt werden. Leider kenne ich keine Therapeuten in der Gegend…….. Die Wartezeiten speziell bei den Psychotherapeuten sind sehr lang und es gibt fast nichts, sie zu verkürzen. Also gilt es, die Zeit gut zu überbrücken, bis ein Therapeut einen Termin frei hat. Dafür empfehlt ich z.B. einen HP Psychotherapie, der mit Psychokinesiologie oder Meridianklopftechniken arbeitet. Das kann akut viel Stress aus der Situation nehmen, einige Ursachen aufarbeiten und gibt mehr Kraft, um nach vorne zu schauen. Es soll ja eine Lösung, eine Heilung geben und nicht nur ein ‚Zurück-zum-alten‘.
    Viel Glück!!

  • Marta

    20. März 2013

    Hallo! R.Pippir, wenn man nicht so sicher ist, ob man Burnout hat, kann man auch im Internet interessante und seriöse tests finden. Ich lasse hier ein Paar gute, die ich gefunden habe. Mir haben sie geholfen. ABER, sollten die Ergebnisse verdächtig sein, muss man immer gleich einen Termin mit dem Arzt vereinbaren, so machte ich.

    http://psycheplus.de/selbsttest

    http://www.lasea.de/selbsttest/?showMandatoryTexts=1