Powernapping – der gesunde Büroschlaf

Powernapping – der gesunde Büroschlaf

Um ein kleines Klischee zu bedienen – das Büroschlaf der gesündeste ist, wissen unsere Beamten schon lange. Was in den guten alten Zeiten der Mittagsschlaf war, wer erinnert sich noch an die „echten“ Mittagspausen, wird in der Moderne mit dem coolen Namen Powernapping bedacht.

Doch leider ist der Büroschlaf für viele Selbständige und Arbeitgeber in Deutschland noch verpönt. Schließlich werden die Angestellten bezahlt um zu arbeiten und nicht um zu faulenzen. Der Chef geht meistens mit gutem Beispiel voran und Sätze wie: „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin!“ sind dabei keine Seltenheit.

Doch wer wenig schläft und ständig müde ist, arbeitet auf Dauer einfach nur ineffektiv. Die Konzentration lässt nach und Fehler während der Arbeit können sich häufen. Statt also mehr zu schaffen aufgrund des Schlafverzichts, wird das Gegenteil erreicht. Je mehr Fehler entstehen, desto mehr muss nachgearbeitet werden.

Wenn gegen Mittag der Akku leer ist

Viele Arbeitnehmer und Selbständige stellen fest, dass sie zur Mittagszeit einen Knick in ihrer Leistungsfähigkeit haben. Anstatt nun seiner biologischen Uhr zu folgen und der Müdigkeit mit einem Powernapping zu begegnen, wird lieber versucht mit allen Mitteln wach zu bleiben und diese Phase mit viel Kaffee zu überstehen.

Doch es spricht nichts dagegen auf seinen Körper zu hören und ein kurzes Nickerchen einzulegen. Wer sich eine kurze Auszeit gönnt arbeitet danach nachweislich effektiver und beugt nebenbei auch noch Herz-Kreislauferkranken vor.

30 Minuten für den Stressabbau

Wer sich für den kurzen Büroschlaf entscheidet sollte jedoch darauf achten nicht länger als 30 Minuten zu dösen. Wer diese Zeit überschreitet, läuft Gefahr in die Tiefschlafphase zu fallen und danach noch müder zu sein als zuvor.

Wer sich nicht zutraut von selber aus der Powernappingphase zu erwachen, kann den einfachen Schlüsselbundtrick anwenden. Wenn die geeignete Ruheposition gefunden wurde nimmt man einfach einen Schlüssel in die Hand und lässt sich ins Reich der Träume gleiten. Wenn der Körper die Entspannungsphase erreicht, lockert sich die Muskulatur und der Schlüssel sollte als Wecker dienen, wenn er auf den Boden fällt.

Diese kurze Entspannung kann wahre Wunder bewirken. Anschließend noch ein wenig Bewegung mit frischer Luft und der Arbeitstag kann weiter gehen. Der Körper dankt es einem mit einer besseren Konzentrationsfähigkeit, erhöhter Reaktionsfähigkeit und einer allgemeinen Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Je nach Biorythmus unterschiedlich „Nappen“

Leider sind wir in unserem Arbeitsrhythmus oft unserer Umwelt in Form von Kunden, Partnern oder Lieferanten angepasst. Wissenschaftler haben zwar schon lange belegt, dass jeder Mensch einen eigenen Biorhythmus hat und damit auch Unterschiede in der Leistungsfähigkeit zu bestimmten Uhrzeiten, doch nicht jeder nutzt diese Erkenntnis für sich.

Während der eine zur Mittagszeit in ein tiefes Schaffensloch fällt, lässt bei dem anderen gegen 16 Uhr die Leistungsfähigkeit nach. Auch hier sollte grundsätzlich individuell auf seinen Körper gehört werden.

Fazit:

Ich gehöre zur Kategorie Mittagschläfer und nutze diese Möglichkeit auch bewusst und regelmäßig. Die Vorteile eines kurzen Büroschlafes überwiegen bei weitem die angeblichen Nachteile des Zeitverlustes.

Auch seinen Angestellten sollte der Büroschlaf gegönnt werden. Die kurze Auszeit bedeutet auf lange Sicht produktivere, ausgeglichenere sowie gesündere  Mitarbeiter und damit schlussendlich ein besseres Arbeitsklima und mehr Geld im eigenen Portemonnaie.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

Comments are closed.