20 Dinge die Du als selbständiger Webentwickler beherrschen solltest - Teil 1

20 Dinge die Du als selbständiger Webentwickler beherrschen solltest – Teil 1

Viele angehende Selbständige träumen von einer erfolgreichen Karriere im Internet als Webentwickler. Doch vor dem Erfolg und Reichtum hat der liebe Gott den puren Schweiß gesetzt. Die Arbeit als selbständiger Webentwickler ist umfangreich und eventuell noch einen Tick anspruchsvoller als wenn du dein Geld als reiner Webdesigner verdienen willst.

In der heutigen Liste der Woche habe ich Dir verschiedene Tipps und Literatur aufbereitet damit Du dich als Webentwickler optimal vorbereiten kannst. Einige der Bücher die im Artikel aufgelistet sind habe ich selbst während und auch nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker (AE) für Weiterbildungen genutzt und ziehe diese auch heute noch als Nachschlagewerk zu Rate. Die Links in diesem Artikel sind Partnerlinks von Amazon. Solltest Du über einen der Links etwas bestellen erhalte ich eine kleine Provision. Heute beginnen wir mit den ersten fünf Tipps und nächste Woche geht es dann in die nächste Runde.

HTML und CSS – die Basics

html-cssAls angehender Webentwickler sind grundlegende Kenntnisse im Bereich HTML und CSS essentiell. Noch bevor Du dich an eine Programmiersprache machst, solltest Du dich mit der Auszeichnungsprache HTML und den Stylesheet zur Gestaltung vertraut machen.

Gerade für Einsteiger, die auch HTML5 lernen möchten, kann ich die Neuauflage von HTML & CSS von Kopf bis Fuß empfehlen. Ich bin ein echter Fan von dieser Reihe. Der Lernstoff ist spannend und flüssig aufbereitet und nicht so trocken wie man es aus vielen anderen Fachbüchern kennt. Das Buch ist auch als Kindle Edition erhältlich.

PHP und MySQL – Websites zur Dynamik verhelfen

php-mysqlHTML und CSS sind toll um statische Websites zu erstellen, zu strukturieren und Farbe ins Spiel zu bringen. Wenn es aber darum geht Daten zu speichern oder Programme für das Web zu entwickeln kommst Du mit HTML und CSS nicht weit.

Hier kommt die Skriptsprache PHP und das relationale Datenbankverwaltungssystem MySQL ins Spiel.Sowohl PHP als auch MySQL sind im Web für die Entwicklung von dynamischen Webanwendungen am populärsten und damit auch am weitesten verbreitet. Wenn Du als Webentwickler tätig sein möchtest, kommst du um PHP in Verbindung mit MySQL nicht herum.Für Einsteiger aber auch für leicht Fortgeschrittene kann ich „Einstieg in PHP 5.5 und MySQL 5.6“ empfehlen, welches mittlerweile in der 9. Auflage zur Verfügung steht.

Responsive Webdesign – Denn die Welt ist mobil

responsive-webdesignSelbständige Webentwickler die behaupten responsive Webdesign ist in der heutigen Zeit nicht nötig sollten ihren Beruf wechseln. Mittlerweile wird das Internet mehr über mobile Endgeräte genutzt als über den guten alten Desktop. Ein reaktionsfähiges Webdesign ist in der heutigen Zeit schlicht Pflicht um seinen Kunden und Lesern ein optimales Besuchserlebnis zu ermöglichen.

Zwar gibt es immer sehr viele Websites mit starrem Layout, trotzdem sollte sich kein moderner Webentwickler daran ein Beispiel nehmen. Auch als selbständiger Webentwickler gilt, Stillstand ist Rückschritt. Selbst Google empfiehlt die Nutzung von responsiven Design und wenn Google etwas empfiehlt sollte jeder hellhörig werden. Ich hatte mich für das Buch „Responsive Webdesign: Reaktionsfähige Websites gestalten und umsetzen“ entschieden und den Kauf nicht bereut und kann es als Grundlagenbuch definitiv weiterempfehlen.

JavaScript und Ajax – Erhöhe die Nutzerfreundlichkeit deiner Webanwendungen

javascript-ajaxWährend PHP und MySQL als das Fundament für eine dynamische Webanwendung angesehen werden kann, ist JavaScript und Ajax der Farbanstrich. Mit JavaScript und Ajax kannst du die Benutzerfreundlichkeit deiner Webanwendungen deutlich erhöhen und damit das Benutzererlebnis für deine Besucher.

Egal ob Du Objekte dynamisch Positionieren, aufregende Menüs erstellen oder bestimmte Seitenelemente nur auf Wunsch des Users anzeigen lassen willst. Mit JavaScript und Ajax hast du Werkzeuge an der Hand die eine Webanwendung erst richtig aufblühen lassen. Mein Buch zum Einstieg war „JavaScript und Ajax: Das Praxisbuch für Web Entwickler“. Das Buch steht anscheinend nur noch als Kindle Edition für 4,99 € zur Verfügung. Bei dem Preis solltest Du zuschlagen.

Sprachen lernen – Ohne Englisch geht gar nichts im Web

englisch-lernenImmer wieder lese ich in Communitys und Gruppen, das Selbständige die im Web tätig sind Schwierigkeiten mit der englischen Sprache haben. Gerade bei älteren Semester scheint dieses Phänomen vermehrt aufzutreten. Teilweise gibt es sogar Menschen die lehnen Englisch von Grund auf ab und wollen alles eindeutschen.

So leid es mir tut aber wer so denkt ist nicht mehr Zeitgemäß. Gerade der junge aufstrebende Nachwuchs beschäftigt sich verstärkt mit der englischen Sprache und sieht das auch als selbstverständlich an. Die besten Tipps und Trends wirst du in englischer Sprache erhalten, da beißt die Maus kein Faden ab. Wer sich dem Englischen verwehrt kann nicht nur lukrative Aufträge verlieren, sondern im Allgemeinen den Anschluss verlieren.

Englisch lernen ist nicht hipp sondern eine grundlegende Notwendigkeit für selbständige Webentwickler. Wer Schwächen in der englischen Sprache hat, sollte sich unbedingt mit einem Sprachkurs beschäftigen.

Dinge die Du als selbständiger Webentwickler beherrschen solltest – das Fazit

Dies war der erste Teil in unserem Überblick was ein selbständiger Webentwickler an Fähigkeiten mitbringen sollte. Doch wenn Du glaubst das ist schon alles, muss ich Dich enttäuschen. Nächste Woche geht es mit dem zweiten Teil der Mini-Serie weiter und es kommt noch einiges auf dich zu.

Bist Du bereits erfolgreich als Webentwickler unterwegs oder planst du die Selbständigkeit? Was muss deiner Meinung nach ein selbständiger Webentwickler beherrschen um am Markt bestehen zu können?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

5 Comments

  • Havana

    17. September 2013

    Wieder ein Artikel, in dem die Begriffe „Webdesigner“ und „Webentwickler“ als Synonyme gebraucht werden. Dabei liegt genau hier ein sehr großer Unterschied.

    Für Webdesigner sind grundlegende Front-end Technologien wie HTML, CSS, JavaScript von Bedeutung, sowie Bildbearbeitung mit Photoshop. Mit Themen wie Usability, Barrierefreiheit, Responsive Design muss sich der Webdesigner intensiv auseinandersetzen. Wie die Berufsbezeichnung ja schon erahnen lässt, liegt die Hauptaufgabe im „Design“, also in der Gestaltung (und einfachen, technischen Umsetzung) von Websites und Webanwendungen.

    Für den Webentwickler dagegen, ist die Gestaltung nur Nebensache (wenn überhaupt). Starke Kenntnisse in HTML und CSS sind absolute Grundvorraussetzung und inzwischen nicht einmal mehr erwähnenswert. Wer sich auf’s Front-end spezialisiert, muss JavaScript sehr gut beherrschen, gängige Frameworks wie jQuery kennen und fortgeschrittene Techniken wie AJAX oder Server-side JavaScript mit node.js anwenden können. Wer sich auf’s Backend spezialisiert, für den liegt das Augenmerk dann besonders auf PHP und MySQL. Außerdem sollte man immer über den Tellerrand blicken und immer am Ball bleiben.

  • Andreas Meyhöfer

    17. September 2013

    Hallo Havana,
    vielen Dank für deine kritische Betrachtung des Artikels. Ich habe zu Beginn des Artikels selber mit mir gehadert welche Beschreibung ich verwende. Webdesigner, Webentwickler oder Webworker. Wie Du sachlich richtig angemerkt hast werden diese Begriffe in der heutigen Zeit oftmals synonym verwendet.

    Da sich der Artikel um den selbständigen Einzelkämpfer handelt, wurde von mir ganz bewusst der Begriff Webentwickler gewählt aus einem einfachen Grund.
    Während vor 10 Jahren der Webdesigner und der Webentwickler tatsächlich noch in deine engen Schemata eingegrenzt werde konnten, haben sich durch die Professionalisierung des Internet die Anforderungen an einzelne Berufsgruppen immer mehr erhöht.

    Als selbständiger Webdesigner reicht es schon lange nicht mehr aus sich nur um das Design zu kümmern. Ebenso findest du in Stellenanzeigen für Webentwickler grundsätzlich die Anforderungen der Designkenntnisse. Auch in Weiterbildungslehrgänge zum Webentwickler werden mittlerweile die Grundlagen des Webdesign gelehrt. Wie Du an den Kursinhalten erkennst, habe ich teilweise sogar weniger Anforderungen an den heutigen Webentwickler gestellt als tatsächlich gefordert werden.

    Das Web und auch die Berufsgruppen unterliegen einer sehr schnellen und dauerhaften Weiterentwicklung und damit auch das allgemeine Berufsbild. Vor 10-20 Jahren hattest du mit deiner Eingrenzung sicher recht, doch mittlerweile ist diese Beschränkung bei Firmen und Weiterbildungen überholt und sollte auch in die Köpfe der Alteingesessenen endlich Einzug halten.

    Fazit:

    Grundkenntnisse werden in allen Bereichen gefordert, die schlussendlich in eine entsprechende Spezialisierung endet. Mal schauen vielleicht ändere ich die Bezeichnung noch in Webworker, damit sowohl die alte Schule als auch die aktuelle Generation zufrieden ist. Wie du ja selber erwähnt hast, sollte man immer über den Tellerrand blicken. 🙂

    Viele Grüße Andy

  • Havana

    17. September 2013

    Hallo Andy,

    die Anforderungen, die sich in dieser Branche hinter Bezeichnungen wie „Webentwickler“ verstecken werden wirklich immer mehr. Selbst jemand, der mit der Materie weitgehend vertraut ist, ist manchmal doch erstaunt über die Fähigkeiten, die von einem (Junior) Webentwickler verlangt werden. Viele Firmen erwarten hier einen absoluten Allrounder, selbst wenn dieser gerade mal das Studium bzw. die Ausbildung beendet hat. Natürlich müssen die Firmen Kompromisse eingehen, denn niemand kann sich (besonders nicht in jungen Jahren) als Profi an allen Fronten präsentieren.

    Sehr hilfreich finde ich einen Artikel von Chris Coyier (Css-Tricks), in dem er versucht, die verschiedenen Berufsbezeichnungen in dieser Branche näher zu erklären:

    http://css-tricks.com/job-titles-in-the-web-industry/

    Dabei fällt auch immer wieder auf, dass selbst die Firmen in vielen Fällen wild mit Berufsbezeichnungen um sich werfen, die praktisch kaum Bedeutung haben. Bei Begriffen wie „Rockstar UX-Developer“ blickt dann wirklich niemand mehr durch, weder die Firmen, noch die Bewerber.

    Am besten bedient ist man hier wirklich als Allrounder, der sich sowohl im Front- als auch im Back-end auskennt, ein Auge für Design hat und in der Lage ist, die Erwartungen der Benutzer einzuschätzen.

    Am wichtigsten ist sowieso der Spaß und die Motivation, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen und die Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im täglichen Überfluss an Informationen und neuen Technologien sitzen wir Entwickler ja alle im selben Bot. 😀