Warum mich das automatische Teilen alter Blogartikel nervt und ich solchen Bloggern nicht mehr folge

Warum mich das automatische Teilen alter Blogartikel nervt und ich solchen Bloggern nicht mehr folge

Social Media ist wichtig, das muss keinem mehr gesagt werden. Fast jeder Blogger der auch nur ein wenig Zeit hat um Social Media zu betreiben, kommentiert, tweetet und teilt was die Tastatur hergibt.

Wie es in fast jedem Bereich so ist, hat der Faktor Zeit bei den meisten Bloggern den größten Einfluss auf die Präsenz bei Twitter & Co. Mittlerweile gibt es unzählige Tools, Plugins und Programme die uns Blogger bei der Social Media Arbeit unterstützen und wirklich hilfreich sind.

Eine Art von Tool und dessen Funktion wird jedoch von einigen Bloggern inflationär eingesetzt, was mich mittlerweile dazu verleitet diesen Bloggern nicht mehr zu folgen. Ich spreche von der automatischen Verteilung alter Blogartikel.

Nerven mich automatische Posts grundsätzlich?

Diese Frage kann ich ganz klar mit einem lauten „Nein“ beantworten, gefolgt von einem vehementen Kopfschütteln. Automatische Posts gehören zum Arbeitsablauf und der täglichen Arbeitsplanung einfach dazu. Es gibt keinen Grund, seine potentiellen Tweets und Shares nicht in der Früh vorzubereiten und diese dann per automatischer Zeitplanung zu veröffentlichen.

Automatische Posts sind in manchen Fällen sinnvoll und praktisch

Auch das automatische Teilen in den verschiedenen Netzwerken ist eine legitime Maßnahme, die weder Kundenunfreundlich ist, noch störend, sofern Du dich an die ungeschriebenen Regeln der einzelnen Netzwerke hältst. Anders sieht es jedoch aus, wenn Du damit beginnst deine alten Blogartikel per Automodus zu teilen.

Was mich am Teilen alter Artikel per Automodus stört

Wenn ich einem Blogger folge, dann einfach weil mir seine Art des Schreibens und der Inhalt seiner Blogartikel gefällt. Meist bleibe ich solchen Bloggern auch mein „Leben lang“ treu und schaue auch täglich in meine Twitterleiste, ob es nicht wieder einen neuen Blogartikel gibt. Und hier kommen wir auch schon zum Kern unserer Problematik.

Wenn ein alter Blogartikel gepostet wird, ist das für den Stammleser auf den ersten Blick nicht immer erkennbar, selbst wenn einem der Titel bekannt vorkommt. Schließlich kann der Blogartikel mit neuen Erkenntnissen erweitert worden sein, oder der Artikel ist komplett neu aufgesetzt mit einer anderen Sichtweise. Wenn mir aber ein uralt Artikel vor die Nase gehalten wird, nur um den Traffic zu erhöhen oder die Klickrate für den VGWort-Pixel, dann handelt der betreffende Blogger schlicht borniert und egoistisch.

Lesen bedeutet Zeit und Geld

Ganz offensichtlich ist es einigen Bloggern immer noch nicht bewusst, dass einige Leser Traffic teuer bezahlen müssen. Weder gibt es echte Flatrates ohne Datendrossel für den mobilen Bereich, noch hat jeder Blogger das Glück in dem Genuss einer Breitbandverbindung ohne Volumenbegrenzung zu sein. Es gibt nicht wenige Menschen die auf LTE oder Satelliten-Internet angewiesen sind.

Alte Blogartikel kosten Stammleser oft unnötig Zeit und damit Geld

Doch nicht nur der unsinnige Traffic schlägt auf die Finanzen, natürlich sind das keine großen Beträge, sondern auch die Zeit die mit dem Besuch des Blogs verschwendet wird. Selbstverständlich kann das bei einem Artikel am Tag vernachlässigt werden. Bewegen wir uns dann aber im zweistelligen Bereich und höher, fängt die Sache an zu nerven.

Alte Artikel sollen doch promotet werden?

Die Empfehlung von Social Media Spezialisten und Pro-Bloggern ist eindeutig – Promote deine alten Blogartikel. Dagegen gibt es auch nichts zu sagen. Doch wenn Du einen alten Blogartikel teilst, solltest Du in erster Linie darüber nachdenken welchen Mehrwert dieser Artikel deinen Lesern bietet und nicht ob Du dadurch auf den letzten Drücker noch „dreieurofuffzig“ mehr von der VG-Wort erhältst.

Wir kramen auch immer wieder alte Blogartikel hervor und bieten diese unseren Lesern an. Jedoch beachten wir auf unserem Blog sowohl unsere Stammleser als auch potentielle Neuleser. Für uns sind beide Gruppen gleich wichtig. Wenn wir alte Blogartikel nutzen, werden grundsätzlich folgende Schritte durchlaufen:

  • Der Blogartikel wird mit neuen Grafiken / Videos bestückt
  • Die Texte werden überarbeitet & mit neuen Erkenntnissen erweitert
  • Bei kleineren Änderungen wird der Artikel mit einem [Update] gekennzeichnet
  • Beim Teilen wird der Link ebenso mit einem [Update] erweitert

Mit diesen einfachen Schritten werden Stammleser mit weiteren Informationen versorgt, neue Blogleser erhalten einen für sie neuen Artikel und die Stammleser erhalten die Information, dass sie die Inhalte des Blogartikels eventuell schon kennen.

Alte Blogartikel promoten – Das Fazit

Wenn Du alte Blogartikel promoten möchtest oder das bereits machst, bitte sei so nett und denke auch an deine Stammleser, an Blogger mit volumenbasiertem Internet und an Selbständige für die Zeit ein wichtiger Faktor ist.

Mit ein wenig mehr Mühe ist es kein Problem alte Blogartikel beim Teilen zu kennzeichnen und beiden Gruppen von Bloglesern einen Mehrwert zu bieten und damit auch deinen Blog ein wenig mehr aufzuwerten.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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