Gute Artikel schreiben

Was sind eigentlich gute Artikel oder guter Content?

Jeder der im Internet unterwegs ist, sei es als Selbständiger, als Blogger, Webworker, Suchmaschinenoptimierer oder wie man sich sonst noch bezeichnen mag, wird schon auf das Schlagwort „guter Content“ gestoßen sein.

Dabei wird, nicht erst seit dem berüchtigten Panda-Update, grundsätzlich davon gesprochen, dass guter Inhalt essentiell ist – oder auch die berühmte Phrase „Content ist King“. Dabei gibt es ganze Richtlinien, nicht nur von Tante Google, wie guter Inhalt auszusehen hat und was es alles zu beachten gilt.

Regeln für guten Content und gute Artikel

Egal wohin der ambitionierte Schreiber schaut, fliegen ihm die verschiedensten Ratschläge um die Ohren. Ein Artikel sollte eine bestimmte Mindestlänge haben, wenn möglich 500, 700 oder gar 3000 Wörter, man sollte ein Fachmann in seinem Bereich sein, die Keyworddichte sei zu beachten wegen der Suchmaschinen und entsprechender Mehrwert sollte vorhanden sein.

Wobei letztere Floskel mich schon mein Leben lang in sämtlichen Fort-, Aus- und Weiterbildungen begleitet. Wenn einem nichts mehr einfällt, argumentiert man mit dem liebsten Kind aller Wirtschaftsweisen – dem berühmtem Mehrwert.

Regeln sind dazu da um nicht beachtet zu werden

Wer sich ein wenig in der Bloggerszene umschaut, wird schnell feststellen, dass die meisten Blogger nicht deshalb so bekannt geworden sind, weil sie sich an eine Mindestlänge gehalten oder besonders viele Keywords in ihrem Text untergebracht haben.

Selbst der Gedanke nach einem Mehrwert für den Leser spukt nicht grundsätzlich im Kopf herum. Es wird gebloggt und geschrieben weil es einen Spaß macht und weil man gerade irgendeinen Gedanken im Kopf hatte den man auf das digitale Papier bringen wollte.

Selbstverständlich sollte man ein wenig auf die Rechtschreibung und Grammatik achten und auch der ein oder andere Absatz macht dem Besucher das Lesen des Artikels leichter (Ahh doch wieder gute  Ratschläge…).

Es gibt keine schlechten oder gute Artikel

Es gibt nur Leser denen die Artikel gefallen oder eben nicht gefallen. Jeder Artikel und jeder Inhalt kann für irgendjemanden auf diesem schönen weiten Planeten einen Mehrwert bedeuten.

Nicht jeder Artikel oder jedes Thema mag einen damit über Nacht zu Dagobert Duck machen, das bedeutet aber noch lange nicht, dass ein Artikel nicht geschrieben oder veröffentlicht werden sollte, nur weil er bestimmten Richtlinien nicht entspricht. Sicher besitzen die gut gemeinten Ratschläge für guten Content (Hey, ich war auch schon einer von den Klugsch Ratgebern) in einzelnen Aspekten ihren Wahrheitsgehalt, doch sollte es vermieden werden sich selbst aufzugeben nur um einzelnen Konventionen treu zu bleiben.

Wie viele Artikel leben im Nirwana?

Ich erfahre immer wieder davon, dass Blogger an ihrem Content sitzen, stundenlang an einem Artikel schreiben um diesen dann doch nicht zu veröffentlichen. Dabei gibt es dann Selbstzweifel ob der Artikel wirklich gut genug ist, ist er lang genug und kann der Artikel vielleicht doch schlechte Kritiken bekommen.

Und gerade diese Zweifel lassen verdammt viele Artikel niemals das Licht der Welt erblicken. Ich sage, es ist schade darum. Mit wie viel mehr guten Content würden wir im Internet beglückt werden, wenn das Web nicht immer mehr in bestimmte Richtlinien gedrückt und Inhalte wieder mehr „frei nach Schnauze“ entstehen würden?

Ist es nicht vielleicht sogar das, was viele Leser sich wünschen?

Wer immer noch unsicher ist und „bessere Artikel“ schreiben möchte, dem sei das Buch „Texten fürs Web“ empfohlen. Das Buch richtet sich an alle, die ihren Texten den letzten Schliff verpassen möchten und bietet dafür Schritt-für-Schritt Anleitungen.

Fazit:

Wer am bloggen ist, sollte sich keine Gedanken darum machen ob der Artikel schlecht ist. Diese Entscheidung fällt in erster Linie immer noch der Leser. Wenn man wirklich auf einen Artikel nur schlechte Kritiken erhält, kann man diesen immer noch aus seinem Blog entfernen oder einfach menschlich zu seinem Ausrutscher stehen.

Es bietet einem sogar die Chance die Kritiker einzubinden und mithilfe deren Rückmeldungen etwas Besseres zu schaffen. Das macht den Blog nicht nur persönlicher, sondern bindet eher den Leser, als wenn man sich an Richtlinien hält.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Sascha

    27. März 2012

    Bei meinen ersten Artikeln habe ich auch immer darauf gedacht, dass diese möglichst „perfekt“ sind. Wie könnten einzelne Aussagen aufgefasst und verstanden werden? Auf welche Keywords sollte ich optimieren? – Das hat alles soviel Zeit in Anspruch genommen, dass das eigentliche Schreiben kaum noch Spaß gemacht hat. Fazit: Ich mache es jetzt ähnlich wie hier beschreiben und die Besucherzahlen steigen trotzdem Monat für Monat… Grüße aus Bremen, Sascha

  • Andreas Meyhöfer

    27. März 2012

    Hallo Sascha,

    danke für deinen Beitrag. Ich denke „Spaß“ ist die alles entscheidende Aussage. Wenn man keine Freude an seiner Tätigkeit hat, muss man zwingend dagegen ansteuern. Ich denke, dass auch die potentiellen Leser bemerken ob man mit Freude dabei ist oder das Schreiben nur noch als lästiges Beiwerk ansieht.

    Grüß meine Heimatstadt schön von mir! 😉 Viele Grüße Andy