Ab sofort effizienter arbeiten mit der Pomodoro-Technik

Ab sofort effizienter arbeiten mit der Pomodoro-Technik

Geht es Dir auch so, dass der Tag 48 Stunden haben könnte und Du nie genug Zeit hast? Dann könnte die Pomodoro-Technik eine Lösung für dich sein. Bevor du nun in die Küche gehst um Nudeln zu kochen, bitte ich dich hier zu bleiben und den Artikel in Ruhe weiterzulesen. Pomodoro heißt zwar Tomate auf Italienisch, hat aber mit leckerer Pasta nicht viel zu tun. Bei der Pomodoro-Technik handelt es sich um eine Methode des Zeitmanagements. In diesem Artikel stelle ich Dir die Methode vor.

Der Normalzustand ohne Pomodoro

Die meisten Selbständigen und Blogger arbeiten nach einem klassischen System. Die Arbeit beginnt morgens gegen 8 Uhr und endet nach 8 bis 12 Stunden. Zwischendrin gibt es eine kurze Frühstückspause und später am Mittag eine längere Pause für das Mittagessen. Neben dem Kerngeschäft wird an den unterschiedlichsten Aufgaben gearbeitet. Das Tagesgeschäft wird von wichtigen Telefonaten unterbrochen, Emails werden zwischendrin geprüft oder es fallen sonstige Kleinigkeiten an, die einen immer wieder aus der Konzentration reißen. Doch seien wir ehrlich, wer soll sich auf diese Weise über den ganzen Tag konzentrieren können? Ein gutes Aufgaben- und Zeitmanagement kann die Lösung sein.

Grundlagen der Pomodoro-Technik

Zeitmanagement-Methoden gibt es viele. Während die einen auf die Mär vom Multitasking schwören, arbeiten die nächsten lieber mit agilen Methoden wie Scrum, bei denen es hauptsächlich darum geht, wie hoch die Arbeitsproduktivität in den einzelnen Durchläufen ist. Bei der Pomodoro-Technik geht es um das Fokussieren auf einen genau abgegrenzte Teilbereich der täglichen Arbeitsaufgaben über einen bestimmten Zeitraum um in einen Arbeitsflow zu kommen.

Was der Flow genau ist, haben wir Dir bereits im Artikel „Der Flow – liebstes Kind von Bloggern, Selbständigen und anderen Ambitionierten“ aufbereitet. Halten wir also fest – die beiden Zauberwörter der Pomodoro-Technik sind der Flow und der Fokus.

Regeln für die Umsetzung der Pomodoro-Technik

Bevor Du deinen Arbeitstag beginnst, gilt es alle anfallenden Arbeiten aufzuschreiben. Ob Du dazu das gute alte Papier nutzt oder ein Task Management Tool ist ganz dir überlassen. Am besten sortierst Du deine Aufgaben nach Wichtigkeit. Es ist essentiell, dass Du die wichtigsten Aufgaben zuerst im Fokus hast und nicht die Dringlichsten. Nachdem Du deine Liste fertig hast, nimmst Du eine der Aufgaben heraus, die Du mit wichtig deklariert hast.

Anschließend nimmst Du eine Stoppuhr, Eieruhr oder dein Handy und stellst einen Zeitraum von 25 Minuten ein. Diese 25 Minuten sind die „Pomodoro“ und bei der Pomodoro-Technik ein wichtiger Zeitraum. In dieser Zeit arbeitest Du ausschließlich nur an der von dir bestimmten Aufgabe.

Lass Dich weder vom Telefon, Radio, Fernsehen oder sonstigen Dingen ablenken. Nach diesen 25 Minuten legst Du eine Pause von 5 Minuten ein. Nach 3 bis 4 Durchgängen gilt es eine größere Pause von ca. 30 Minuten einzulegen. Fassen wir einen Pomodoro-Ablauf nochmal zusammen:

  • Erstelle eine Liste mit anfallenden Arbeiten nach Wichtigkeit
  • Stelle einen Timer auf 25 Minuten
  • Blende alle möglichen Störfaktoren aus
  • Arbeite 25 Minuten fokussiert an einer Aufgabe
  • Pausiere nach Ablauf der Zeit 5 Minuten

Die Nachteile der Pomodoro-Technik

Die Pomodoro -Technik ist sicher kein Allheimmittel und auch nicht für alle Aufgaben geeignet. Die aufwändige Planung und auch die benötigte Selbstdisziplin kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Zudem lassen sich äußere Störfaktoren nicht immer gänzlich abstellen. Einer der größten Nachteile kann jedoch der Stressfaktor werden. Wer sich von der ablaufenden Uhr ablenken lässt anstatt sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren, kann schnell nervös werden und damit weniger schaffen als angedacht ist.

Vorteile der Pomodoro-Technik

Ein großer Vorteil ist sicher, dass Du dich nur über einen begrenzten Zeitraum konzentrieren musst. Dadurch, dass die Arbeit in kleinere Abschnitte eingeteilt ist, gibt es öfter Erfolgserlebnisse, die zusätzlich motivieren können. Die regelmäßigen Pausen lassen dich die Konzentration auch über einen längeren Zeitraum hochhalten und die Gefahr, dass Du dich überarbeitest wird minimiert. Es gibt verschiedene Stimmen im Netz, dass in einem Pomodoro-Durchlauf mehr geschafft wird als an mehreren Stunden Arbeit am Stück.

Fazit zur Pomodoro-Technik

Wie für alle Zeitmanagement und Arbeitstechniken gilt auch für die Pomodoro-Methode, testen ist alles. Nicht jeder ist für kurze Arbeitssprints geeignet und auch nicht alle Arbeiten lassen sich in kleine appetitlichen Häppchen teilen. Die Pomodoro-Technik ist meiner Meinung nicht dafür geeignet dauerhaft und über den kompletten Arbeitstag eingesetzt zu werden. Doch einmal am Tag geschickt eingesetzt kann mit der Pomodoro-Technik ein zusätzlicher Schwung im Arbeitsalltag erreicht werden.

Weitere Quellen zur Pomodoro-Technik

  1. pomodorotechnique.com – die Website zur Pomodoro-Technik mit vielen Tools und Büchern .
  2. Pomodoro bei Wikipedia – eine kurze Übersicht
  3. Die Pomodoro-Technik in der Praxis: Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen.
  4. Der passende Zeitmesser zur Pomodoro-Technik
About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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