Konzentration verbessern

Besser Lernen: Die Konzentration steigern

Sich zu konzentrieren bedeutet, sich mit einer bestimmten Sache über eine gewisse Zeitspanne hinweg intensiv zu beschäftigen und auseinander zu setzen.

Eine gute Konzentrationsfähigkeit ist nicht nur für die meisten Arbeiten äußerst wichtig, sondern auch für erfolgreiches Lernen unabdingbar.

Doch nicht selten fällt es manchen Menschen schwer, ihre Konzentration in einem erforderlichen Maß aufrecht zu erhalten.

Mögliche Ursachen dafür können sein:

  • Probleme oder Sorgen, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen und einen beschäftigen, zum Beispiel Streit mit Freunden, ein ernster Krankheitsfall in der Familie oder ein angespanntes Verhältnis mit Mitarbeitern.
  • körperliches Unwohlsein durch zum Beispiel zu wenig Schlaf, den Beginn einer Grippe, steife Glieder aufgrund mangelnder Bewegung  oder einfach schlechtes Essen.
  • ein mangelhaft gestalteter Arbeits- bzw. Lernplatz, an dem Unordnung herrscht und ständig irgendetwas gesucht werden muss oder der einfach schlecht ausgestattet ist und lernförderliche Dinge fehlen, so dass oft improvisiert werden muss – also mehr Aufwand für das gleiche oder gar ein unbefriedigenderes Ergebnis.
  • allgemein unruhige Umgebung, wie Störungen durch die Familie in der Wohnung, anhaltende Unterbrechungen durch Arbeitskollegen oder Mitarbeiter, eine laute Geräuschkulisse durch Straßenlärm oder lautstarke Nachbarschaft.
  • negative eigene Einstellung, wie Desinteresse am Lernstoff, Unlust, zu hohe Erwartungen an sich selbst, sich überfordert oder auch unterfordert fühlen.
  • schlecht aufbereiteter Lernstoff, wie mangelhafte Erklärungen und fehlende Beispiele, ungenügendes Anschauungsmaterial, zu hohe oder zu niedrige Informationsdichte oder einfach uninteressant und trocken dargestellte Lerninhalte.

So schafft Ihr optimale Voraussetzungen für eine gute Konzentrationsfähigkeit:

Ruhe

Eine ruhige Lernumgebung ist das A und O um sich auf seine Aufgaben konzentrieren zu können.

Sprecht mit Familienmitgliedern Zeiten ab um wirklich ungestört Lernen zu können, macht die Ernsthaftigkeit eures Anliegens klar und erlaubt eine Unterbrechung nur im äußersten Notfall.

Sollte Ruhe Zuhause schwierig sein, zum Beispiel durch kleine Kinder, kann als Alternative eine Bibliothek als Lernort gewählt werden. Der Vorteil einer Bibliothek ist auch gleichzeitig oft die größere Menge an Lern- und Rechercheunterlagen.

Ordnung

Ein gut ausgestatteter, fester Lern- und Arbeitsplatz erleichtert die Arbeit und den Lernvorgang ungemein. An diesem Ort sollte alles Nötige zur Verfügung stehen und seinen festen Platz haben. Unterlagen sollten übersichtlich sortiert sein, so dass Informationen jederzeit griffbereit sind, bzw. schnell gefunden werden können. Denkt auch an so simple Arbeitsmaterialien wie Textmarker, Lineal, bunte Stifte für anschauliche Skizzen, ausreichend Papier für Notizen oder Haftzettel.

Sollte es nötig sein, außerhalb der eigenen vier Wände zu lernen, so ist die Zusammenstellung eines portablen Lern- und Arbeitspaketes wichtig, damit alles Nötige auch an anderen Orten verfügbar ist.

Unterlagen

Es sollte sorgfältig geplant werden, was genau an Unterlagen und Lernmaterialien benötigt wird und diese sollte selbstverständlich vorher alle organisiert und besorgt werden. Wenn im Lernen festgestellt werden muss, dass etwas fehlt, ist die Konzentration futsch und der Ärger da.

Auch ist es hilfreich, gezielt Lernunterlagen zu suchen, die einem persönlich in Aufbau und Gestaltung entgegen kommen. Zum Beispiel mögen manche Videos am liebsten, andere bevorzugen das klassische Buch.

Wohlbefinden

Versucht so gut es geht Probleme zu klären, bevor Ihr euch zum Lernen hinsetzt. Natürlich lässt sich nicht alles sofort aus der Welt schaffen, aber, Hand aufs Herz, manchmal schiebt man doch gerne ein Problem vor sich her, wie zum Beispiel ein unangenehmes Gespräch, was sich doch oftmals gleich erledigen ließe 😉

Das körperliche Wohlbefinden erklärt sich weitgehend von selbst: nicht krank oder hungrig arbeiten. Für ausreichend Schlaf sorgen, also lieber ein wenig länger schlafen, dafür erfrischt und effektiver Lernen als heldenhaft sich die Nacht um die Ohren zu schlagen und müde über Büchern zu hängen ohne befriedigenden Erfolg.

Pausen

Pausen sind wichtig, das wissen wir bereits aus der Schule. Macht wirklich Pausen, weg vom Schreibtisch, am Besten an die frische Luft und sich ein wenig Bewegung gönnen. Und macht ausreichend Pausen, alle drei Stunden fünf Minuten sind definitiv zu wenig.

Lernzeit festlegen

Gerade wenn man unmotiviert ist, fällt das Lernen schwer. Es wird vor sich hingeschoben, später ist immer noch Zeit. Rafft man sich doch auf, ist jede Ablenkung willkommen und man lässt sich bereitwillig vom Lernen abbringen.

Schiebt im Vorherrein dem ein Riegel vor, plant die Zeit zum Lernen fest ein und sorgt dafür, dass die Bedingungen für eine optimale Konzentration so gut es irgend geht erfüllt sind und wenn es soweit ist, fangt einfach an.

Meist ist der Anfang die schwerste Hürde, aber wenn die erst einmal genommen ist, schafft man es in der Regel doch auch ungeliebte Lerninhalte konzentriert durchzuarbeiten.

Verhalten

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, aber manchmal gibt es ein bestimmtes Verhalten, das einem hilft sich besser zu konzentrieren.

Ich zum Beispiel kann mich am Besten konzentrieren, wenn ich beim Lernen auf und ab tigern kann. Das bedeutet, alles was geht auf handliche Lernkarten schreiben, sich auf Wanderschaft durch die Zimmer begeben und lernen.

Bewegung ist grundsätzlich förderlich für die grauen Zellen, manche schaukeln zum Beispiel auf ihrem Bürostuhl vor und zurück und schon haben sie eine bessere Konzentration.

Auch Rituale können helfen eine höhere Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln. Wenn also zum Beispiel die direkte Vorbereitung auf eine Lerneinheit einen bestimmten Ablauf hat, nehmen wir einmal  an, ein 20minütiger Spaziergang, anschließend eine erfrischende Dusche und danach eine heiße Tasse Kaffee leiten den Lernvorgang ein. Dies wäre ein solches Ritual.

Die Übung machts

Konzentration kann man lernen. Je öfter man es schafft, sich auf eine Aufgabe ganz und gar zu konzentrieren, umso besser klappt es beim nächsten Mal. Man lernt, wie man sich am Besten verhält, welche Umgebung man für sich persönlich wählen sollte und wie diese zu gestalten ist, um sich optimal konzentrieren zu können.

Fazit

Es gibt einige Dinge, die die Konzentration fördern. Nicht immer ist es möglich, wirklich alles oder in vollem Umfang zu berücksichtigen, aber auch kleine Dinge können Wunder bewirken und erheblich zum Lernerfolg beitragen.

About The Author

Diana Ludwig

Webdesignerin, Pinselschwingerin, Bloggerin und Studentin der Medieninformatik. Mein Steckenpferd ist das freie Open Source 3D Programm Blender, über das ich auf Blender-Tutorial schreibe. Du findest mich auch auf Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

2 Comments

  • Tim Häseler

    15. Dezember 2011

    Ich muss einfach sagen WOW ! Ich liebe diesen Beitrag 😉 Er hilft nicht nur extrem, die eigene Vorgehensweise zu ändern sondern er ist auch noch super geschrieben und es macht echt Spaß diesen zu lesen :).
    Ein ganz Großes Lob! Mach weiter so!
    Ich werde jetzt öfter vorbei schauen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Häseler

    PS: Hier stehen echt die Tipps drin die ich schon länger gesucht habe und gerade echt gebrauchen kann.

  • Anurien

    15. Dezember 2011

    Hallo Tim,

    vielen Dank für deinen Beitrag und dein Lob 🙂

    Freut mich sehr, dass Dir der Artikel weiter helfen konnte. Das bringt neue Motivation für den nächsten Artikel.

    Viele Grüße,
    Anu