Email-Marketing und Newsletter

Erfolgreiches EMail-Marketing – Tipps und Tricks

EMail-Marketing ist eine kostengünstige Möglichkeit seine Zielgruppe effektiv zu erreichen. Doch in Zeiten von Spam, Scam und Co wird es immer schwieriger seine Kunden davon zu überzeugen, dass diese sich in den Mailverteiler eintragen.

Doch selbst wenn diese Hürde genommen wurde, ist dies noch lange keine Garantie das versendete Newsletter und Marketing-Mails auch wirklich geöffnet werden. Mit den folgenden Tipps kannst Du dein EMail-Marketing und damit deine Umsätze verbessern.

Die richtige Newsletter-Software

Wer seine Marketing-EMails noch per Hand über Outlook oder anderen normalen Mail-Clients versendet, verschwendet nicht nur jede Menge Zeit in der Aufbereitung und Erstellung seines Newsletters, sondern kann auch mögliche Statistiken mehr schlecht als recht auswerten.

Solltest Du versuchen Geld zu sparen, wirst Du viel Potential zur Monetarisierung verschenken. Wenn Du professionelles E-Mail-Marketing betreiben willst, kommst Du um eine vernünftige Newsletter-Software nicht herum.

Wichtige Funktionen einer Newsletter-Software

Wie für jede Software gibt es Funktionen, die einfach vorhanden sein müssen um den eigenen Bedarf zu erfüllen. Im Folgenden werden die Funktionen aufgelistet, die eine gute Newslettersoftware beinhalten sollte um einen optimalen Erfolg für die eigenen EMail-Marketing-Kampagnen zu erhalten.

Designanpassung

Nicht jeder hat die Zeit und Muße sich mit der Gestaltung seines Newsletter zu befassen oder die finanziellen Möglichkeiten einen Designer zu beauftragen. Gute Anbieter von EMail-Marketing-Software ermöglichen dem Kunden über einen Wizard professionelle Designs auszuwählen sowie das Hinzufügen von eigenen Elementen. Für erfahrene Benutzer sollte es die Möglichkeit geben eigene erstellte HTML-Vorlagen zu nutzen und diese in die entsprechende Software zu integrieren.

Adressverwaltung

Wer einen großen Pool an Benutzern hat, sollte diese in verschiedene Gruppen und Segmente einteilen können. Egal ob nach Klickrate, durchschnittliche Öffnungsrate, Interessen, Regionen oder anderen gewünschten Daten segmentiert wird, durch eine genaue Segmentierung lassen sich Newsletter zielgenau an die gewünschte Zielgruppe versenden.

Eine Übersicht der allgemeinen Aktivität der Newsletter-Empfänger gehört zu jeder EMail-Marketing-Software dazu. Ebenso sollte eine Funktion für den Export der Daten als selbstverständlich angesehen werden.

Direkte Ansprache

Newsletter in denen der Kunde direkt angesprochen wird, schaffen nicht nur eine höhere Kundenbindung, sondern auch eine erhöhte Responserate. Auch wenn der ein oder andere Internetuser sensibilisiert ist und direkte Ansprachen dadurch nicht mehr die erhöhte Wirkung haben wie zu Beginn der EMail-Werbung, sollte auf eine direkte Ansprache nicht verzichtet werden.

Möglichkeit eines A/B Tests

Nicht jeder Text und Headline hat die gleiche Werbewirksamkeit bei den Kunden. Selbst wenn man als Ersteller vom Inhalt seines Textes oder Designs überzeugt ist, muss dies nicht zwingend bei der Zielgruppe so sein.

Um eine höchstmögliche Reichweite zu erzielen, ist es hilfreich wenn die EMail-Marketing-Software den Newsletter erst an einen Teil der Empfänger versendet, einen A/B Test durchführt und anschließend den Text mit der höheren Klickrate an die restlichen Kunden verschickt. Diese Funktion ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg einer Marketing-Kampagne und sollte unbedingt vorhanden sein.

Allgemeine Versandfunktionen

Der Kunde hat schon lange nicht mehr in seinen Account eingeloggt? Der Empfänger des Newsletters hat Geburtstag? Hier hilft es wenn die Software automatisch zu bestimmten Terminen entsprechende Mails versendet um die Kundenbindung aufzufrischen bzw. zu erhöhen. Auch das manuelle Einstellen von Versandterminen ist sehr hilfreich. Egal ob man ein freies Wochenende genießen oder einfach nur vorarbeiten möchte.

Analyse ist (fast) alles

Ohne eine vernünftige Auswertung und Analysefunktion nützt der beste Newsletter nichts. Vom Linkreport über das Conversion-Tracking muss alles vorhanden sein. Je vielfältiger die Analysemöglichkeiten einer Newsletter-Software sind, desto besser. Ideal ist die Möglichkeit zusätzlich Google Analytics in den zu versendenden Newsletter einzubinden.

Ohne Social Media geht nichts

Soziale Netzwerke, allen voran Facebook, dominieren derzeit die Internetwelt. Die Reichweite eines Newsletters kann damit immens erhöht werden. Dieses Potential gilt es unbedingt zu nutzen. Sorge dafür, dass auch potentielle Kunden, die nicht deinen Newsletter abonniert haben eventuell von deinem Angebot erfahren.Social Media Module gehören heute zu jeder Newsletter-Software dazu.

Newsletter-Software Empfehlung

Wer eine gute Newsletter-Software sucht um sein EMail-Marketing zielgenau zu steuern, sollte sich Cleverreach einmal näher anschauen. Der Vorteil ist hier unter anderem die kostenlose Nutzung der Software bei bis zu 250 Empfängern im Monat. In der kostenlosen Variante liegt das Versandlimit bei 1000 Newslettern monatlich. Gerade für den Einsteiger im Bereich EMail-Marketing ist diese kostenlose Variante lohnenswert und zu empfehlen.

Die Newsletter-Anmeldung

Wer seine Anmeldung zum Newsletter versteckt, muss sich nicht wundern, dass er kaum Interessenten für seinen Newsletter findet. Die Möglichkeit zur Anmeldung sollte also deutlich mit einem Call to Action Hinweis auf der Website platziert werden. Desweiteren ist es wichtig den Mehrwert des Newsletters für den Kunden herauszuarbeiten. Biete Gewinnspiele oder kostenlose Premiuminhalte, die ausschließlich für die Empfänger deines Newsletters sind, an.

Vermeide, dass deine Kunden dutzende von Informationen eingeben müssen, bevor sie deinen Newsletter empfangen dürfen. Am Anfang sollte es reichen die EMail anzugeben und eventuellen den Namen. Eine Erweiterung der persönlichen Daten kann auch später noch erfolgen. Der Anmeldevorgang muss so einfach, schnell und übersichtlich wie möglich von statten gehen.

Keep it fast and simple oder auch weniger ist mehr lautet hier die Weisheit. Der Hinweis auf die Möglichkeit des Austragens und des Widerrufsrecht gilt als selbstverständlich. Bei der richtigen Newsletter-Software erfolgt die Anmeldung des Users ausschließlich über das Double Opt-in-verfahren, welches die meisten sicherlich kennen. Der Account des Users wird erst aktiv, wenn er nach der Registrierung einen entsprechenden Link angewählt hat um seine Registrierung zu bestätigen. Aber auch das Austragen aus dem Newsletter sollte dem Kunden auf einfache Art und Weise ermöglicht werden.

Nach der Anmeldung beginnt die Kundenpflege

Der Leser hat sich zu deinem Newsletter angemeldet und signalisiert damit, dass er Interesse an deinen Themen, Produkten oder Dienstleistungen hat. Nun sollte sofort eine Begrüßungsmail an den neuen Newsletter-Empfänger erfolgen. Nicht nur ein Dankeschön, sondern eventuell ein zusätzliches Gimmick, wie z.B. ein interessantes EBook, sollten die Begrüßungsmail aufwerten. Wenn es möglich ist und der Leser zu einer bestimmten Zielgruppe zugeordnet werden kann, sollte die Begrüßungsmail direkt auf den Leser abgestimmt werden.

Inhalt eines Newsletters

Das erste, was die meisten EMail-Empfänger lesen, ist die Betreffzeile der empfangenen EMail. Wenn hier schon Fehler gemacht werden, ist der beste Inhalt für die Katz, selbst wenn dieser vor Mehrwerten nur so strotzt. Der Leser öffnet die Mail nicht und verschiebt diese im schlimmsten Fall sofort in den Müll – mit den falschen Keywords kann es sogar passieren, dass der Newsletter einfach nicht durch den Spamfilter gelangt. Die Betreffzeile sollte kurz und bündig sein, keinen werbenden Klang haben und den Leser neugierig auf den Inhalt machen.

Wenn es möglich ist, gilt es den Leser schon in der Betreffzeile mit dem Namen anzusprechen. Wenn der Leser sich dazu entschlossen hat die E-Mail zu öffnen, muss er nicht nur einen Text vorfinden, der sich auf die Betreffzeile bezieht, sondern auch klar und übersichtlich strukturiert ist. Wenn Thema und Aufmacher nicht übereinstimmen, kann es das letzte Mal gewesen sein, dass der Leser deinen Newsletter empfangen hat und damit sind auch alle E-Mail-Marketing-Ambitionen dahin.

EMail-Marketing – Der Versand

Es gibt Tage aber auch Uhrzeiten da werden E-Mails einfach häufiger gelesen und erhalten damit auch eine höhere Responserate. Je nachdem welche Zielgruppe angesprochen wird, verändert sich der Zeitraum in dem ein Newsletter versendet werden sollte. B2B-Kunden sind zu Feiertagen oder in der allgemeinen Urlaubszeit weniger empfänglich für E-Mail-Marketing-Kampagnen und das Interesse lässt meist nach 18 Uhr nach. Zwar werden im B2B-Bereich allgemein in der Früh die eingehenden E-Mails überprüft, jedoch sollte hier kein Newsletterversand stattfinden, da der Newsletter im Arbeitsablauf untergehen würde.

Die beste Zeit scheint sich allgemein zwischen 15-17 Uhr eingependelt zu haben. Hier beginnen die meisten sich mit dem Feierabend zu beschäftigen und die allgemeine Konzentration auf der Arbeit ist nicht mehr so groß. Auch die Zeit zwischen 19 und 22 Uhr sollte für einen Newsletterversand in Betracht gezogen werden. Als Wochentage haben sich der Dienstag, Mittwoch und der Donnerstag als die besten Tage erwiesen. Dies lässt sich auch einfach nachvollziehen, schließlich ist man am Montag noch halb im Wochenende und mit der anderen Hälfte in den Wochenplanungen. Der Montag ist im Mittel der stressigste Tag.

Am Freitag ist der Kopf dann schon eher im Wochenende als auf der Arbeit, der Arbeitstag klingt so langsam aus und es werden nur noch die wichtigsten E-Mails gelesen. Je nach Zielgruppe kann aber auch der Sonntag ein geeigneter Tag sein um sein E-Mail-Marketing zu starten. Schlussendlich helfen einem zwar die allgemeinen Statistiken weiter um einen Durchschnitt zu finden, jedoch hilft nur eigenes Testen wirklich weiter um die besten Zeiten für die eigenen Marketing-Kampagnen zu ermitteln. Viel wichtiger als der Zeitpunkt zu dem ein Newsletter versendet wird, ist die Regelmäßigkeit desselbigen. Egal ob der Newsletter einmal im Monat oder nur vierteljährlich erscheint – es sollte bei Möglichkeit immer der gleiche Zeitpunkt sein.

Weniger ist manchmal mehr beim EMail-Marketing

Wenn die Responserate bei einem wöchentlichen EMail Versand bei 1000 Klicks liegt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Klickrate auf 7000 steigt wenn der Newsletter nun täglich rausgeschickt wird. Im Gegenteil, die Chancen, dass sich die Leser aus dem Newsletter austragen liegen überproportional hoch. Wer seine Leser zu echten Stammlesern machen will und am besten noch zu einem echten Geheim – und Weiterempfehlungstipp werden möchte, sollte peinlich genau darauf achten was die Inhalte des Newsletters sind und wie oft dieser erscheint.

Ich durfte schön öfter erleben, dass ich Newsletter erhalten habe, in denen einfach nur stand was gerade im Blog veröffentlicht wird und in jedem dritten Absatz waren dann auch noch Werbeanzeigen verpackt. Diese Newsletter haben einfach keine lange Überlebensdauer. Natürlich sollte man auf aktuelle Themen hinweisen, jedoch gilt es den Abonnenten mehr Informationen zu liefern als den einfachen Lesern der Website. Das erhöht schlicht die Bindung an den Newsletter.

Newsletter müssen mit einem echten und hochwertigen Mehrwert ausgestattet sein und die Frequenz des Erscheinens sollte auch nicht zu hoch gewählt werden. Eine EMail-Kampagne die nur alle 3 Monate gestartet wird, kann erfolgreicher sein als ein Newsletter der einmal wöchentlich erscheint. Sorge dafür, dass deine Leser deine Mails sehnsüchtig erwarten und sich freuen wenn endlich wieder Post von dir im E-Mailfach liegt.

EMail-Marketing – die Landingpage

Beim EMail-Marketing gilt es wie bei anderen Werbeformen auch, der Nutzen und der Mehrwert des Inhaltes muss für den Leser schnell zu erfassen sein. Es gilt die einzelnen Informationen kurz und knackig aufzubereiten, damit sich der Newsletterempfänger einen schnellen Überblick verschaffen und die für ihn wichtigen Themen selektieren kann.

Die einzelnen Themen sollten dann auf einer Landingpage aufbereitet werden. Entweder nutzt man dazu die normalen Seiten seines Webauftritts oder gestaltet extra aufbereitete Landingpages. Wer über einen Newsletter Produkte oder Dienstleistungen an den Mann oder die Frau bringen will, ist mit einer eigens dafür gestalteten Landingpage bestens beraten, denn bei einer vernünftig aufbereiteten Landingpage sind die Abschlussquoten um einiges höher.

E-Mail-Marketing – Rechtliche Hinweise

Die Gefahr eine Abmahnung zu erhalten ist natürlich auch beim Newsletterversand gegeben. Auch hier gilt es Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden und peinlich genau darauf zu achten, welche Bilder eingebunden werden und ob bei Zitaten alle Quellenangaben vorhanden sind. Desweiteren gilt es ein komplettes Impressum im Newsletter einzubinden, der Hinweis dass das Impressum auf der Website zu finden ist, reicht nicht aus. Weiterhin muss dem Nutzer die Möglichkeit gegeben werden, sich per Link aus dem Newsletter wieder auszutragen.

Wie auf dem normalen Webauftritt müssen Werbeanzeigen deutlich gekennzeichnet werden, wenn diese mit dem redaktionellen Teil verwechselt werden können – Schleichwerbung ist und bleibt nach dem Wettbewerbsrecht nicht zulässig, auch wenn das bei vielen Webmastern im Internet nicht angekommen ist. Ein absolutes No Go ist der Versand von Newslettern ohne die Einverständniserklärung des potentiellen Lesers. Wie bei allen Rechtsthemen sollte im Zweifelsfall ein Rechtsanwalt zu Rate gezogen werden. Dieser kostet im Zweifel immer weniger als eine Abmahnung.

Fazit EMail-Marketing

Das EMail-Marketing ist ein wichtiger Faktor für die Kundenbindung an den eigenen Webauftritt, aber auch eine kostengünstige Möglichkeit um für seine Produkte und Dienstleistungen zu werben. Die Planung einer EMail-Marketing-Kampagne sollte daher nicht einfach nebenher erfolgen, sondern Bedarf vernünftiger und konsequenter Planung.

Mit dem richtigen Inhalt, einem guten Produkt und einer professionellen Newslettersoftware steht dem Erfolg der eigenen Newsletterkampagne nichts mehr im Wege und hinterlässt Zufriedenheit auf beiden Seiten – bei den Lesern und dem Anbieter.

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

4 Comments

  • Haiko

    2. April 2013

    Die Tipps zum E-Mail-Marketing sind super. Dankeschön.

  • Alexander Kouba

    11. September 2014

    Wirklich interessanter Artikel mit sehr wertvollen Tipps! Besonders die Kundenpflege nach dem Opt-in ist entscheidend! lg Alexander Kouba