Kosten senken – nicht nur als Selbständiger

Das Geld liegt auf der Straße, man muss sich nur danach bücken. Diese Weisheit ist gar nicht so falsch, das liegt aber oft daran, dass viele Menschen ihr Geld einfach zum Fenster herauswerfen. In jedem Betrieb steckt Potential zum Geld sparen, egal wie groß oder klein dieser ist.

Meist liegt der Teufel im Detail, es sind nicht die einmaligen kostenaufwändigen Anschaffungen, die einem ein Loch in das Budget reißen, sondern die alltäglichen kleinen Dinge. Es heißt nicht umsonst: Im Kleinen sparen, im Großen haben. Der ein oder andere Tipp ist aber sicher nicht nur für Selbständige geeignet, sondern auch für den Privathaushalt.

Kosten senken – Strom sparen

Jeder nutzt ihn, doch die wenigsten achten auf den Verbrauch – unser guter alter Strom. Hier steckt eine Menge Sparpotential. Zwar sind die guten alten Glühlampen fast gar nicht mehr zu erhalten, doch in vielen Büros stecken diese Stromschlucker noch in der Fassung. Es gilt – austauschen und zwar sofort. Hier bieten sich Energiesparlampen an, eine der besten Energiesparlampen ist die Megaman Compact Globe oder Energiesparlampen von Osram.

Weiterhin finden sich in Büros des öfteren Geräte wieder, die selig im Standbymodus schlummern und über das Jahr gerechnet den ein oder anderen Euro fressen. Viele der neuen Geräte lassen sich leider nicht mehr komplett abschalten, hier gibt es die Möglichkeit seine technischen Geräte an eine Funksteckdose anzuschließen, die per Fernbedienung simpel an und aus geschaltet werden kann.

Laut Statistiken gab es 2004 einen Mehrbedarf an Strom in Deutschland durch Standbybetriebe von jährlich ca. 4 Milliarden Euro. Hier kann der einzelne Haushalt eindeutig seine Kosten senken. Wer seinen PC mit einem Bildschirmschoner ausgestattet hat, sollten diesen deaktivieren – auch dieser sorgt für einen unnötigen Stromverbrauch.

Auch der Dauerbetrieb eines PC oder Notebooks ist fast nie notwendig. Gerade Selbständige, die zu Hause arbeiten, lassen ihren PC sogar laufen während sie am Fernseher sitzen. Doch der PC inklusive Monitor ist ein echter Energiefresser. Hier sollte zu mindestens die Systemeinstellungen so eingestellt sein, dass der Computer bei Nichtbetrieb die meisten Komponenten abschaltet.

Ebenso sollte überlegt werden, ob ein PC wirklich vonnöten ist oder ein Notebook nicht vielleicht ausreicht. Diese verbrauchen meistens weniger Energie, haben für die meisten User genug „Power“ und lassen sich bei Bedarf an einen größeren Monitor anschließen. Hier werden nicht nur die Kosten gesenkt, sondern auch Platz gespart.

Wer nachts schläft muss meistens auch nicht erreichbar sein. Das Telefon inkl. Anrufbeantworter oder das Faxgerät kann sich also auch seine Auszeit gönnen. Hier lässt sich über die Jahre einiges an Geld sparen. Im Allgemeinen gilt, alles was Strom verbraucht und nicht benötigt wird, hat von der Stromleitung getrennt zu sein, hier bieten sich die oben genannten Funksteckdosen an oder einfache Steckdosenleisten mit einem Ausschalter.

Ganz zum Schluss sollte überprüft werden, ob der eigene Stromanbieter nicht durch einen günstigeren ersetzt werden kann. Zwar sind viele zu bequem oder fürchten den Aufwand eines Wechsels, jedoch können auch hier die Kosten gesenkt werden. Am besten nutzt man dazu ein Vergleichsportal.

Kosten senken – Telefonanbieter

Telefonanbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, doch nicht immer ist hier der günstigste Anbieter auch der Anbieter, der einem am meisten Geld spart. Ich habe selber diese leidvolle Erfahrung gemacht. Ich war als Privatanwender jahrelanger zufriedener Kunde bei einer Telefongesellschaft dessen Werbung mit der hübschen jungen Dame allen bekannt sein dürfte.

Also dachte ich, dass ich hier auch meinen Geschäftskundenanschluss anmelden sollte. Da bei der täglichen Internetarbeit viele Daten die Leitung runtergehen, durfte ich jedoch nach einiger Zeit ständig Verbindungsabbrüche, die teilweise über Minuten gingen, verzeichnen.

Das unterbindet natürlich immer wieder den Arbeitsablauf und kostet schlussendlich nur Geld. Die ewigen Gespräche mit einem dilettantischen First-Level-Support nicht mit eingerechnet. Ich bin mittlerweile mit meinem Geschäftskundenanschluss bei Kabel Deutschland, der mich zwar etwas mehr kostet, aber dafür durfte ich bisher nur positive Erfahrungen machen.

Nur über den Kundendienst kann ich leider keine Aussage treffen – ich habe ihn noch nie benötigt. 😉 Auch wenn es auf den ersten Blick unlogisch erscheint – manchmal können die Kosten auch gesenkt werden, weil man etwas mehr ausgibt. Die Arbeitszeit ist das wichtigste Gut eines Selbständigen und hier muss zwingend die Effektivität gewährleistet werden.

Kosten senken – Bürokosten senken

Nicht jeder Einzelkämpfer arbeitet von zu Hause aus. Der ein oder andere konnte sich nach einiger Zeit der Selbständigkeit ein eigenes Büro leisten. Doch nicht bei jedem laufen die Geschäfte zu jeder Jahreszeit gleich gut. Oftmals gibt es bestimmte Stoßzeiten bzw. Flauten, ich habe dieses „Problem“ zum Beispiel immer in den Sommermonaten.

Um hier ein wenig zusätzliches Geld zu erwirtschaften, kann überlegt werden für diese Zeiträume bestimmte Bereiche des Büros unterzuvermieten. Hier werden nicht nur die Kosten gesenkt, es können sich sogar gute neue Kontakte knüpfen.

Kosten senken – Druckkosten senken

Drucken, hier schlummert soviel Einsparpotential, dass der ein oder andere sich die Augen reiben wird. Die wenigsten Selbständigen machen sich die Mühe und kalkulieren ihren Seitenpreis. In eine gedruckte Seite fließen viele verschiedene Kostenfaktoren. Toner / Tinte, Reparatur, Stromkosten, Papierkosten, möglicher Wartungsservice oder Abschreibungen.

Je nach Statistikquelle und Unternehmensgröße fallen bis zu 5% der Unternehmenskosten für den Druck an. Eine genaue Kostenanalyse ist bei den Druckkosten also anzuraten, gerade wenn im Unternehmen viel gedruckt wird.

Kosten senken – das Girokonto

Der Deutsche ist, was sein Girokonto betrifft, ein sehr treuer Zeitgenosse. Das erste Konto wird meistens in jungen Jahren in der Ausbildung angelegt und dann wird die Bank nicht mehr gewechselt. Egal ob es später in das Angestelltenverhältnis geht oder die Selbständigkeit angestrebt wird. Einmal Lieblingsbank, immer Lieblingsbank. Doch gerade als Selbständiger sollten alle Möglichkeiten des Girokontos überprüft werden.

Je nach Konto können hier immense Kosten lauern. Was kostet eine jeweilige Buchung, wie hoch sind die monatlichen Gebühren, was kosten eventuelle Kreditkarten, wie sind allgemeine Konditionen für Guthabenzinsen, ist das Girokonto gleichzeitig ein Tagesgeldkonto, welche Preise fallen für Kontoauszüge an und viele viele weitere Faktoren sind bei einem Girokonto zu beachten. Der Dschungel an Anbietern ist kaum zu überblicken, auch hier bietet einem das Internet gute Möglichkeiten um die verschiedenen Konditionen zu vergleichen und das sollte auch getan werden.

Kosten senken – die Abofalle

In meinem Umfeld habe ich schon viele Selbständige erlebt, die verschiedenste Zeitungen, Zeitschriften und Fachmagazine in ihrem Regal liegen haben, jedoch werden die meisten nach einer Zeit nicht mehr gelesen und das Abonnement läuft brav weiter.

Natürlich sollte das Interesse der Informationsgewinnung immer hoch gehalten werden, jedoch solle sich von unnützen Abonnements getrennt werden. Das Problem liegt meist darin, dass viele einfach den Zeitpunkt der Kündigung vergessen und das Abonnement einfach weiterläuft.

Ein Teufelskreis – hier gilt es das Abonnement zu kündigen, jetzt sofort… nein nicht warten. Setze dich sofort hin und schreibe eine Kündigung an den Verlag und sende diese sofort ab, selbst wenn das Abo noch 11 Monate und 29 Tage läuft.

Kosten senken im Kleinen

Einer der wichtigsten Punkte. Kontrolliere und protokolliere jede noch so winzige Ausgabe und wenn es ein Ordner für 50 Cent ist. Gerade bei den kleinen Summen verliert man schnell die Übersicht und am Ende des Geschäftsmonats wird sich gewundert wo das Geld geblieben ist. Weitere Möglichkeiten um die Kosten zu senken ist das Outsourcing, mehr findest Du dazu im Artikel Zeit und Geld sparen durch Outsourcing

Kosten senken das Fazit:

Es gibt viele Möglichkeiten im Unternehmen die Kosten zu senken. Oftmals müssen nur Gewohnheiten geändert oder Ausgaben besser kontrolliert werden. Wichtig sind hier gerade die kleinen Dinge im Leben – und auch den Mut zur Veränderung zu haben.

Welche Tipps und Tricks zum Kosten senken im Unternehmen hast Du?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

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