Social Media - Wem sollte gefolgt werden?

Social Media – Wem sollte gefolgt werden?

Wer sich einen Account bei Twitter, Facebook oder Google erstellt, wird schnell in die Verlegenheit kommen sich entscheiden zu müssen, welche Personen oder Firmen er in seine Listen aufnimmt.

Dabei ist der Grat zwischen Folgen und Verfolgen sehr schmal und es gilt darauf zu achten diesen nicht zu überschreiten. Es gibt Webmaster die setzten Hinz und Kunz in ihre Listen in der Hoffnung dadurch schnell und einfach selber auf eine hohe Anzahl an Followern und anderen Netzwerkern zu kommen.

Dabei entwickelt der ein oder andere Webmaster eine wahre Stalkingmentalität und wird zu einer, man mag mir den Ausdruck verzeihen, Social Media Schlampe. Social Media dient dazu sein Netzwerk zu erweitern, Informationen zu gewinnen und selbstverständlich viele Kunden zu erreichen.

Bei dieser Aufgabe nützt es dir aber nichts, wenn Du jeden x-beliebigen Menschen in deine Listen aufnimmst. Klasse statt Masse sollte deine Devise sein.

Folge deiner Konkurrenz

Lasse deine Freunde nah an dich heran aber deine Feinde noch viel näher. Sicher ist nicht jeder Mitbewerber gleich ein Feind aber der Sinn hinter dieser Aussage sollte klar sein. Es gibt keine bessere Konkurrenzanalyse als die Social Media Kanäle.

Hier werden dir Strategien, Preise, Aktionen und andere Marketingstrategien auf dem Silbertablett und fast in Echtzeit präsentiert. Du kannst fremde Social Media Strategien schneller erfassen und analysieren und das Beste ist, wenn Du deinen Wettbewerbern folgst, ist es sogar möglich deren Follower auf dich aufmerksam zu machen.

Fange aber auch hier nicht an zu spammen und dich mit Macht in irgendwelche Kommunikationen zu drängen. Wenn Du etwas Wichtiges zu sagen hast, teile dich mit, ansonsten ist Schweigen manchmal eben doch Gold.

Folge deinen Kollegen

Nicht jeder Mitbewerber muss auch zwingend ein Konkurrent sein. Viele Programmierer, Webdesigner, Blogger, SEO und viele andere Arten von Webworkern pflegen zuweilen ein sehr freundschaftliches Verhältnis untereinander.

Nicht nur, dass man voneinander lernen kann, es werden auch Aufträge untereinander verteilt und Empfehlungen ausgesprochen. Schließlich kann niemand alles beherrschen und so sind Mitbewerber oder Kollegen ein sehr wichtiger Baustein der Netzwerkpflege.

Der eine beherrscht Typo3 in Perfektion, dafür ist der nächste ein absoluter Crack im Bereich Social Media, SEO oder in einer bestimmten Programmiersprache. Wer einen guten Kontakt zu seinen Mitspielern hat, pflegt und erweitert ständig sein Netzwerk. Aber immer daran denken: Netzwerkpflege ist keine Einbahnstraße. Wer nimmt, sollte auch immer bereit sein zu geben.

Folge deinen Kunden

Sollten sich deine Kunden in den sozialen Netzwerken bewegen, vergesse nicht sie in deine Listen mit aufzunehmen. Das zeigt nicht nur, dass Du Interesse an einer längeren Zusammenarbeit hast, sondern Du erkennst eventuelle Wünsche und Probleme deiner Kunden eher.

Nicht wenige fragen bei Problemen mittlerweile über Twitter und Co nach. Wenn Du genau weißt was deine Kunden in Zukunft planen oder wo derzeit ihre Sorgen liegen, kannst du dadurch zielgenau deine Hilfe anbieten. Wenn Du deinen Kunden folgst (denke daran – nicht verfolgen!) kannst Du ihnen vielleicht mit kleinen kostenlosen Ratschlägen zur Seite stehen oder sie über bestimmte Neuigkeiten informieren.

Selbstverständlich gilt es darauf zu achten, dass man nicht ausgenutzt wird, es gibt immer wieder Menschen die reizen ihre Karten voll aus. Doch wenn man sein Netzwerk geschickt pflegt, können wichtige Weiterempfehlungen und Aufträge daraus entstehen.

Fazit:

Wer als Selbständiger im Bereich Social Media unterwegs ist, sollte sich genau überlegen wen er alles in seine Listen aufnimmt. Schließlich nützt es wenig wenn einen täglich hunderte von Nachrichten in den Kanälen erreichen aber daraus kein Mehrwert gezogen wird.

Die Zeit die mit Aussortieren verbracht wird, kann weitaus produktiver genutzt werden. Mit Pech verpasst man Nachrichten und Informationen die für das eigene Geschäft sehr wichtig wären und das gilt es zu vermeiden.

Wie schaut es bei dir aus. Nutzt Du das Prinzip Masse statt Klasse oder selektierst du deine Social Media Listen genau?

About The Author

Andreas Meyhöfer

Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.), Fachinformatiker (AE), Verlagskaufmann, Blogger, BTX-Kind und Käsekuchenliebhaber. Immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Du findest mich auch bei Google+ oder abonniere unseren RSS-Feed.

4 Comments

  • Jan Hennemann

    21. Mai 2012

    Hallo Herr Meyhöfer, ein sehr schöner Artikel.
    Man muss aber auch sagen oder man könnte sagen, wenn man nicht streut wird man sein Netzwerk quasi „rund“ machen aber nicht sehr erweitern.
    Viele Grüße

  • Andreas Meyhöfer

    22. Mai 2012

    Hallo Herr Hennemann,

    es gilt halt wie fast überall – die Dosis macht das Gift.

    Viele Grüße Andreas

  • Marc

    20. August 2013

    Ich finde das Thema wirklich sehr komplex. Gibt es zu Twitter eigentlich ein wirklich gutes Buch was empfehlenswert ist?

  • Andreas Meyhöfer

    20. August 2013

    Hallo Marc,

    wenn Du ein Buch rein um Twitter suchst könnte eventuell „Das Twitter-Buch“ von Tim O’Reilly (ISBN-10: 3868999647) etwas für dich sein.

    Wenn es noch weiter in die allgemeine Welt des Social Media Marketing gehen soll, währe „Follow me“ von Anne Grabs und Karim-Patrick Bannour meine erste Empfehlung.

    Viele Grüße Andy